Wechseljahre - mehr als eine Hormonumstellung

Wie beginnen die Wechseljahre? Was hilft gegen Hitzewallungen oder starke Blutungen?

Was sind die typischen ersten Anzeichen für die Wechseljahre? Was hilft gegen Hitzewallungen, Stimmungstiefs, Schwindel und Schlafstörungen? Was wird mit der Liebe und dem Sex? Muss ich mich anders ernähren im Klimakterium? Der große Ratgeber mit allen wichtigen Informationen über das Klimakterium plus Selbsttests.

In den Wechseljahren der Frau - medizinisch auch Klimakterium genannt - ändert sich der Hormonhaushalt des weiblichen Körpers. Die Eierstöcke stellen weniger Sexualhormone her: Östrogen und Gestagen werden zunehmend weniger. Bis diese Umstellung abgeschlossen ist und sich der Körper an den neuen Hormonspiegel gewöhnt hat, vergehen im Schnitt fünf bis zehn Jahre.

Diese Zeitspanne des "Wechsels" ist eine natürliche Phase im Leben einer Frau, die jede anders durchläuft. Manche ziehen in dieser Zeit eine Lebensbilanz, stellen sich die Sinnfrage, manche krempeln ihr Leben sogar nochmal komplett um. Denn oft sind die eigenen Kinder aus dem Haus und es bleibt wieder mehr Raum für eigene Bedürfnisse sowie die Verwirklichung des ein oder anderen größeren Projekts. Bei manchen Frauen wiederum können die Wechseljahre derart starke Symptome auslösen, dass sie einer Behandlung bedürfen. Die Wechseljahre bringen zuweilen auch Veränderungen der unangenehmen Art mit sich.

Wechseljahre ab 45. und 50. Lebensjahr

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    Hitzewallungen, Schlafstörungen, ausbleibende Regel - haben die Wechseljahre schon begonnen?

Einige Frauen spüren schon ab 40 die Veränderungen ihres Körpers, der von der Geschlechtsreife ins sogenannte Alter (Senium) übergeht. Insgesamt zieht sich das Klimakterium über einen Zeitraum zwischen dem 45. und 70. Lebensjahr. Während sich der Hormonhaushalt entsprechend umstellt, können in den Wechseljahren verschiedene Beschwerden auftreten. Der zunehmende Östrogenmangel zeigt sich am häufigsten durch Hitzewallungen und Schweißausbrüche, Schwindel und stärkere Blutungen, aber auch Jucken und Brennen beim Sex sowie Schlafstörungen und depressive Verstimmungen. Dann treten die Monatsblutungen immer seltener auf, bis es schließlich zur Menopause kommt, das ist die letzte spontane Regelblutung einer Frau.

Durch die hormonelle Umstellung steigt zudem das Risiko, dass Frauen im Alter an Osteoporose (Knochenschwund), Arteriosklerose erkranken, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erleiden. Die veränderte Hormonsituation wirkt sich auch auf Schleimhäute, Haut, Haare und die Figur aus. Manche Frauen erleben extreme Zyklusschwankungen mit zum Teil sehr starken Blutungen und fühlen sich dann schlapp und antriebslos, umganssprachlich empfinden sich dann viele als buchstäblich "blutleer".

Nicht alle Frauen benötigen eine Behandlung ihrer Wechseljahrsbeschwerden: Etwa ein Drittel der Frauen erlebt die Wechseljahre ohne Beschwerden, ein weiteres Drittel der über 50-Jährigen empfindet lediglich leichte Anzeichen, die nur kurze Phasen einer Behandlung etwa mit pflanzlichen Mitteln benötigen. Ein weiteres Drittel jedoch erlebt sehr starke Symptome der Wechseljahre, die einer Therapie bedürfen.

Lebensstil spielt bei Wechseljahrsbeschwerden eine Rolle

Was die leichten Beschwerden in den Wechseljahren angeht, so lassen sie sich durch eine Veränderung des Lebensstils lindern. Empfehlenswert ist mehr Bewegung und eine noch gesündere Ernährung mit viel Gemüse, Obst und Vollkornprodukten, sofern der Darm Vollkorn verträgt. Daneben ist eine Reduktion tierischer Produkte empfehlenswert. Noch besser ist eine vegetarische Ernährung oder die Variante des Werktagsvegetariers, weil Vegetarierinnen weniger an Wechseljahrsbeschwerden zu leiden scheinen. Nur beim Thema Rohkost sollte Vorsicht walten, denn durch den reduzierten Östrogenspiegel reagiert der Darm auf manches empfindlicher, was er zuvor problemlos verarbeiten konnte.

Klimakterium heutzutage besser behandelbar

Doch all diesen Problemen ist heute keine Frau mehr ausgeliefert: Eine positive Grundeinstellung, die moderne Medizin und eine bewusste Lebensweise sorgen dafür, den Körper weiterhin gesund, attraktiv und leistungsfähig zu halten. Es gibt viele Möglichkeiten, den Wandel der Hormone durch die Wechseljahre als Übergang in eine weitere schöne Lebensphase umzulenken - dieser Ratgeber soll dabei Unterstützung bieten.

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Autor: / Lifeline
Letzte Aktualisierung: 04. Juni 2014

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