Coronavirus: Symptome, Impfung und Behandlung der Infektion
COVID-19 (SARS-CoV-2) ist trotz Rückgang der akuten Pandemie nicht verschwunden, sondern bleibt ein Teil unseres Alltags mit saisonalen Infektionswellen. Welche Symptome deuten auf die Infektion hin und welche Impfungen gibt es? Alle wichtigen Informationen zu COVID-19 im Überblick.
Die häufigsten Fragen zu Corona
COVID-19 ist eine Infektionskrankheit, die durch das Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöst wird. Das Virus befällt vor allem die Atemwege und zirkuliert inzwischen dauerhaft in der Bevölkerung.
Typisch sind Husten, Schnupfen, Halsschmerzen, Fieber sowie Kopf- und Gliederschmerzen. Viele Betroffene fühlen sich zudem stark müde oder abgeschlagen.
Ein höheres Risiko tragen ältere Menschen, Personen mit chronischen Erkrankungen oder geschwächtem Immunsystem.
Schutzimpfungen gelten weiterhin als wichtigste Maßnahme, um schwere Krankheitsverläufe zu vermeiden. Ergänzend helfen Hygiene, gutes Lüften und umsichtiges Verhalten bei Krankheitssymptomen.
Oftmals steckt eine Grippe, Erkältung oder andere Ursache statt einer Infektion mit Sars-CoV-2 hinter Atemwegssymptomen. Gewissheit bringt nur ein handelsüblicher Schnelltest.
Welche Symptome sind typisch bei einer Coronavirus-Infektion?
Die Beschwerden einer SARS-CoV-2-Infektion ähneln oft denen einer klassischen Erkältung oder Grippe. Häufig sind:
- Halsschmerzen
- Husten
- Schnupfen
- Fieber, Schüttelfrost
- Nachtschweiß (nassgeschwitzte Kleidung und Bettlaken)
- Atembeschwerden wie Atemnot
- Müdigkeit
- Kopfschmerzen, die sich mit Schmerzmitteln kaum lindern lassen
- geschwollene Lymphknoten
- Gliederschmerzen
- Rückenschmerzen
- allgemeines Krankheitsgefühl
- Gewichtsverlust
- Bindehautentzündung
- Hautausschlag
- Appetitlosigkeit
Das Coronavirus verändert sich laufend und damit auch die möglichen Symptome einer Infektion. Einige Betroffene berichten über Übelkeit, Durchfall oder seltene neurologische Symptome wie Verlust von Geruch oder Geschmack.
Gegenüber früheren Varianten kommt es inzwischen deutlich seltener zu Geruchs- und Geschmacksverlust sowie schwerer Atemnot (Stand: Februar 2026).
In schweren Fällen kann das Virus, genauso wie eine Grippe, lebensbedrohlich werden. So kann es etwa zu einem septischen Schock, Multiorganversagen, Schlaganfall oder Atemstillstand kommen. Daher ist es wichtig, die typischen Symptome einer Infektion mit dem Coronavirus zu kennen. Bei ungewöhnlichen Symptomen wie akuter Atemnot sollte der Notruf 112 gewählt werden.
Wie SARS-CoV-2 übertragen wird
SARS-CoV-2 verbreitet sich hauptsächlich über Tröpfchen und Aerosole, die beim Atmen, Sprechen, Husten oder Niesen entstehen. Aerosole sind besonders klein und können in der Luft längere Zeit schweben, weshalb vor allem Räume mit schlechter Belüftung ein höheres Infektionsrisiko bergen. Eine infizierte Person ohne Symptome kann andere bereits ein bis zwei Tage vor dem Auftreten erster Beschwerden anstecken.
Verlauf und Risiko einer Corona-Infektion
Die meisten Infektionen verlaufen mild bis moderat, insbesondere bei gesunden Menschen. Doch einige Personengruppen tragen ein höheres Risiko für schwere Verläufe, dazu gehören:
- ältere Menschen
- Menschen mit chronischen Erkrankungen (z. B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, COPD)
- Personen mit einem geschwächten Immunsystem
In diesen Fällen kann COVID-19 zu Atemnot, einer schweren Lungenentzündung und in seltenen Fällen zu Organversagen führen.
Diagnose von Corona
Wenn der Verdacht auf eine SARS-CoV-2-Infektion besteht, kann ein Antigen-Schnelltest Hinweise liefern. Deutlich zuverlässiger ist jedoch der PCR-Test, der das genetische Material des Virus im Labor nachweist.
Infektion mit Corona behandeln
Bei milden Verläufen reicht in der Regel eine symptomatische Behandlung:
- viel Flüssigkeit
- Ruhe
- fiebersenkende Mittel bei Bedarf
Schwere Verläufe werden klinisch behandelt – je nach Bedarf auch mit antiviralen Medikamenten wie Paxlovid oder unterstützender Sauerstoffgabe.
Besteht der Verdacht auf Begleitinfektionen durch Bakterien und Pilze oder wurden diese sicher nachgewiesen, können zusätzlich Antibiotika und Antimykotika eingesetzt werden.
Vorbeugen durch Impfungen und Hygienemaßnahmen
Schutzimpfungen bleiben ein zentrales Mittel, um schwere Verläufe zu verhindern. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt weiterhin Jahresimpfungen, insbesondere für ältere Menschen und Risikogruppen.
Zusätzlich gelten weiterhin einfache Schutzmaßnahmen:
- regelmäßiges Händewaschen
- Abstand halten in engen Räumen
- gutes Lüften
- medizinische Masken in Risikosituationen
Impfung gegen das Coronavirus
Die Grundimmunisierung wird für alle Menschen empfohlen. Sie ist vorhanden, wenn mindestens drei SARS-CoV-2-Antigenkontakte (Impfung oder Infektion) erfolgt sind. Mindestens einer dieser Kontakte soll durch eine Impfung erfolgen. Nach abgeschlossener Grundimmunisierung soll die Auffrischungsimpfung einmal im Jahr im Herbst bei folgenden Personengruppen durchgeführt werden:
- Personen ab 60 Jahren
- Personen ab 6 Monaten mit Grunderkrankungen
- wenn enge Kontakte zu Personen mit hohem Risiko für schwere Verläufe bestehen
- Bewohner*innen in Pflegeeinrichtungen
- medizinisches und pflegendes Personal mit direktem Patient*innenkontakt
Krankheitsverlauf und Prognose
COVID-19 verläuft in den meisten Fällen mild und heilt symptomlos aus. Dennoch kann es zu Komplikationen kommen, die besonders Menschen über 60 Jahre und Personen mit chronischen Erkrankungen, einem geschwächten Immunsystem oder bestehenden Vorerkrankungen betreffen.
Doch auch bei Menschen unter 60 Jahren und ohne Vorerkrankungen sind schwere Krankheitsverläufe von COVID-19 möglich, die eine stationäre Behandlung erfordern.
Long COVID – wenn Beschwerden bleiben
Bei manchen Menschen klingen nach einer durchgemachten Infektion die Beschwerden nicht vollständig ab. Dieses Post-COVID-Syndrom/Long COVID kann Wochen bis Monate anhalten und umfasst Symptome wie:
- anhaltende Müdigkeit
- Konzentrations-, Denk- oder Gedächtnisstörungen ("Brain Fog")
- Atemprobleme
Betroffen können Menschen jeden Alters sein, auch nach einem milden Verlauf.