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Corona: Spätfolgen und Langzeitfolgen von COVID-19
SARS-CoV-2 kann den gesamten Körper und alle Organe befallen. Viele mit Corona infizierte Menschen haben zwar nur einen milden Verlauf der Erkrankung und werden nach COVID-19 wieder vollständig gesund. Dennoch wird immer deutlicher: Corona kann Spätfolgen haben – diese Langzeitfolgen sind möglich, selbst wenn der Verlauf mild war.
Müdigkeit als Spätfolge von Corona
Müdigkeit als Spätfolge von Corona
Selbst Wochen oder gar Monate nach einer überstandenen Corona-Infektion kämpfen viele Betroffene mit bleierner Müdigkeit und anhaltender Erschöpfung. Beides können Anzeichen für die Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue Syndrom (ME/CFS) sein. Die Erkrankung kann eine Spätfolge von Corona sein.
Hartnäckiger Husten ist häufig
Hartnäckiger Husten ist häufig
Viele Menschen kämpfen auch nach überstandener Corona-Infektion mit trockenem Husten, der sich hartnäckig halten kann. Diese Spätfolge tritt auch bei Omikron und Personen mit mildem Verlauf auf.
Geschmacksverlust: Symptom und Langzeitfolge von Corona
Geschmacksverlust: Symptom und Langzeitfolge von Corona
Zu den typischen Symptomen von Corona zählt Geschmacksverlust und Verlust des Geruchssinns. Bei manchen Menschen hält der Verlust trotz Genesung an oder das Geschmacksempfinden verändert sich nach überstandener COVID-19-Erkrankung. In der Regel benötigen Zellen des Geschmackssinns 14 Tage, um sich zu regenerieren, das Geruchssystem dagegen mehrere Monate.
Schlaganfall und andere neurologische Spätfolgen durch Corona
Schlaganfall und andere neurologische Spätfolgen durch Corona
Neben Störungen des Geruchs- und Geschmackssinns treten infolge einer Infektion mit Corona weitere neurologische Schäden auf, darunter Entzündungen und Funktionsstörungen im Gehirn, Nervenschäden oder Schlaganfälle. Diese kommen auch bei jüngeren Corona-Patienten und unabhängig vom Schweregrad der COVID-19-Erkrankung vor.
Spätfolgen: Gedächtnisverlust nach Corona
Spätfolgen: Gedächtnisverlust nach Corona
Eine englische Studie mit über 84.000 Menschen zeigte, dass die Gehirnleistung bei COVID-19-Patienten nach der Infektion nachgelassen hatte. Die Defizite der kognitiven Fähigkeiten gingen teilweise sogar so weit, dass der IQ von Infizierten um mehrere Punkte sank und das Gehirn um etwa 10 Jahre alterte.
Eingeschränkte Lungenfunktion zählt zu Corona-Spätfolgen
Eingeschränkte Lungenfunktion zählt zu Corona-Spätfolgen
Das Coronavirus befällt häufig die Atemwege – es kann die Lunge so stark schädigen, dass man auch nach überstandener Infektion nur schlecht Luft bekommt. Auch künstlich beatmete Menschen haben als Langzeitfolge oft eine eingeschränkte Lungenfunktion. Noch ist unklar, ob sich das Gewebe der Lunge nach einer COVID-19-Erkrankung wieder vollständig erholt.
Nierenversagen kann bei Corona eine Spätfolge sein
Nierenversagen kann bei Corona eine Spätfolge sein
Die Niere ist ebenfalls häufig von der Infektion mit dem Coronavirus betroffen. Vor allem bei Infizierten, die künstlich beatmetet werden müssen, tritt als Spätfolge häufig ein Nierenversagen auf. In der Folge übernimmt die Dialyse die Funktion des geschädigten Organs und filtert schädliche Stoffe aus dem Blut.
Herzprobleme zählen zu den Corona-Spätfolgen
Herzprobleme zählen zu den Corona-Spätfolgen
Durch eine Infektion mit dem Coronavirus kann auch das Herz geschädigt werden. Deshalb haben Menschen mit Vorerkrankungen des Herz-Kreislaufsystem auch ein hohes Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf. Als Spätfolgen durch Corona können Herzmuskelentzündungen, Herzrhythmusstörungen, Thrombosen oder Herzinfarkte entstehen.
Gefäßentzündung ist Spätfolge von Corona
Gefäßentzündung ist Spätfolge von Corona
Durch die Blutbahn wird das Coronavirus durch den Körper transportiert und das Immunsystem reagiert auf den Eindringling. Als Spätfolge auf eine Infektion mit dem Coronavirus können sich die Blutgefäße entzünden – weil das Immunsystem fälschlicherweise die körpereigenen Gefäße angreift. Durch die Gefäßentzündung ist wiederum die Durchblutung von Organen gestört, im schlimmsten Fall droht ein Multiorganversagen.
Corona kann psychische Folgen haben
Corona kann psychische Folgen haben
Trotz überstandener Infektion haben manche Menschen noch Monate später mit psychischen Folgen von Corona zu kämpfen. Am häufigsten treten Angstzustände, depressive Phasen oder Psychosen auf.
Muskelschwäche durch Corona
Muskelschwäche durch Corona
Auch Muskelschwäche kann zu den Langzeitfolgen von Corona zählen. Im Januar 2021 veröffentlichten chinesische Wissenschaftler im Fachjournal "The Lancet" eine Studie zu Langzeitfolgen von COVID-19. 63 Prozent der 1.733 Patienten litten sechs Monate nach Genesung unter Muskelschwäche.
Kawasaki-Syndrom bei Kindern durch Corona?
Kawasaki-Syndrom bei Kindern durch Corona?
Es gibt Fallberichte, nach denen bei Kindern mit einer Coronavirus-Infektion Entzündungsreaktionen im Körper auftraten – ähnlich dem Kawasaki-Syndrom. Die entzündliche Gefäßerkrankung tritt hauptsächlich bei Kindern auf. Hauptsymptom ist hohes Fieber (40 °C), das mehrere Tage anhält.
SARS-CoV-2 kann den gesamten Körper und alle Organe befallen. Viele mit Corona infizierte Menschen haben zwar nur einen milden Verlauf der Erkrankung und werden nach COVID-19 wieder vollständig gesund. Dennoch wird immer deutlicher: Corona kann Spätfolgen haben – diese Langzeitfolgen sind möglich, selbst wenn der Verlauf mild war.
Letzte Aktualisierung: 18.10.2022
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Quellen
- Online-Informationen des Robert Koch-Instituts: SARS-CoV-2 Steckbrief zur Coronavirus-Krankheit-2019. (COVID-19): https://www.rki.de/DE/Themen/Infektionskrankheiten/Infektionskrankheiten-A-Z/C/COVID-19/covid-19-node.html (Abruf: 02/2026)
- Online-Informationen der Deutschen Welle: Corona-Spätfolgen: Genesene haben teilweise reduzierte Lungenfunktion: www.dw.com/de/corona-sp%C3%A4tfolgen-genesene-haben-teilweise-reduzierte-lungenfunktion/a-52838231 (Abruf: 10/2022)
- Online-Informationen der Washington Post: Young and middle-aged people, barely sick with covid-19, are dying of strokes: www.washingtonpost.com/health/2020/04/24/strokes-coronavirus-young-patients/ (Abruf: 10/2022)
- Hampshire, A. et al.: Cognitive deficits in people who have recovered from COVID-19 relative to controls: An N=84,285 online study,medRxiv 2020.10.20.20215863
- Riphagen, S. et al.: Hyperinflammatory shock in children during COVID-19 pandemic: https://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(20)31094-1/fulltext (Abruf: 02/2026)
- Online-Informationen der Helmholtz-Gemeinschaft: Wie verändert COVID-19 das Riechen und Schmecken? www.helmholtz.de/gesundheit/wie-veraendert-covid-19-das-riechen-und-schmecken/ (Abruf: 10/2022)
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