Nahrungsmittel

Ostereier: Gesünder als gedacht

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Schon um 5.000 vor Christus verschenkten die Chinesen zum Frühlingsanfang bunte Eier.
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Meistens sind sie bunt bemalt oder verziert: die Ostereier. Manche verschenken sie, andere verstecken sie für ihre Kinder, viele wollen sie einfach nur essen. Selbst der Gesundheitsbewusste muss nicht auf sie verzichten, denn echte Ostereier sind viel gesünder als viele meinen.

Lange Zeit wurde das Hühnerei ernährungsmedizinisch als Cholesterinbombe verschrien, da es mit rund 280 Milligramm pro Ei den kompletten Tagesbedarf eines Erwachsenen an Cholesterin deckt. Studien konnten jedoch belegen, dass das Cholesterin aus dem Hühnerei nicht zu einer Erhöhung des Cholesterinspiegels führt, Denn  bei gesunden Menschen wird dieser im Blut durch einen Regelmechanismus gesteuert und bleibt deshalb konstant. Durch das in Hühnereiern und ebenso den bunten Ostereiern vorhandene Lecithin wird darüber hinaus die komplette Aufnahme des Cholesterins aus dem Ei verhindert.

Da das Hühnerei wichtige Nährstoffe für den menschlichen Körper liefert, kann es sogar als Bestandteil einer gesunden Ernährung betrachtet werden. Es enthält besonders hochwertiges Eiweiß, das zum Aufbau von körpereigenen Proteinen genutzt werden kann. Zudem sind wichtige Vitamine und Mineralstoffen enthalten.

Ob Ostereier oder Frühstücksei: Wieviele dürfen es sein?

Aufgrund des hohen Fettgehalts sollten laut Aid-Infodienst dennoch nicht mehr als zwei bis drei Eier in der Woche gegessen werden. Über die Ostertage sind jedoch vorübergehend auch mal ein bis zwei Ostereier täglich erlaubt. Aber es sollte keinesfalls zur Regel werden! Für Kinder bis zum neunten Lebensjahr empfiehlt das Forschungsinstitut für Kinderernährung in Dortmund ein bis zwei Eier pro Woche. Nicht vergessen werden sollte, dass bei diesen Werten auch Backwaren und andere eihaltige Speisen mitzählen.

Vorsicht bei Diabetes oder Störung im Fettstoffwechsel

Menschen, die unter Diabetes oder einer Störung im Fettstoffwechsel leiden, sollten mit ihrem Eierkonsum jedoch zurückhaltend sein und höchstens ein Ei in der Woche verzehren, da bei ihnen die Regelung des Cholesterinspiegels im Blut nicht richtig funktioniert. Ein erhöhter Cholesterinspiegel kann wiederum, neben anderen Faktoren wie Übergewicht und Nikotinkonsum, eine Arterienverkalkung verursachen, die im schlimmsten Fall zum Herzinfarkt oder Schlaganfall führt. Deshalb heißt es auch bei Ostereiern während des Festes: Zurückhaltung ist gesünder.

Die besten Zutaten für ein gesundes Frühstück
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    Haferflocken

    Sie liefern besonders wertvolle Faserstoffe, die gezielt Cholesterin senken. Hafer ist außerdem reich an Omega-3-Fettsäuren, Folsäure und Kalium. Mit etwas Milch, Honig und Früchten sind Haferflocken die ideale Basis für den Tag!

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    Joghurt

    Wählen Sie morgens ruhig Joghurt mit einem Fettgehalt von bis zu zehn Prozent. Er hat nicht nur viel Kalzium, sondern auch hochwertiges Eiweiß, das Energie liefert und satt macht, ohne zu belasten.

    Getty Images/iStockphoto

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    Banane

    Die süßen, energiereichen Früchte sind wahre Kraftpakete, die Sie für viele Stunden fit und aktiv halten. Bananen verfügen über Kohlenhydrate, die lange satt machen und Heißhunger verhindern.

    (c) Stockbyte

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    Eier

    Fettfrei gebraten wie auf dem Foto, sind Eier gar nicht die Cholesterinbomben, für die sie früher gehalten wurden. Im Gegenteil: Bestimmte Biostoffe im Ei verhindern, dass Cholesterin vom Körper aufgenommen wird. Eier liefern leicht verwertbares Eiweiß, schenken also Energie und außerdem noch Vitamin D - 40 Mal mehr als Milch!

    (c) George Doyle

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    Zitrusfrüchte

    Vor allem die Grapefruit ist gut für den Start in den Tag. Sie regt den Stoffwechsel an, liefert viele Vitamine und reguliert den Blutzuckerspiegel. Allerdings können Grapefruits die Wirkung einiger verschreibungspflichtiger Medikamente beeinflussen (fragen Sie ihren Arzt). Dann besser auf Orangen ausweichen.

    (c) George Doyle

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    Nüsse

    Vor allem Walnüsse und Mandeln eignen sich fürs Frühstück - als Zutaten ins Haferflockenmüsli oder den Joghurt. Sie enthalten leicht verdauliches Eiweiß und wertvolle Fettsäuren, die gut fürs Gehirn sind.

    (c) George Doyle

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    Blaubeeren

    Egal ob frisch, tiefgefroren oder aus dem Glas: Die blauen Früchte verfügen über eine ganze Reihe von Biostoffen, die fit machen - vor allem starke Antioxidantien. Studien haben gezeigt, dass Blaubeeren die Gehirnfunktion verbessern, Stoffwechsel und Blutdruck positiv beeinflussen.

    (c) George Doyle

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    Himbeeren

    Die aromatischen Beeren enthalten Vitamin C und K, außerdem mit den vielen kleinen Samen wertvolle Ballaststoffe. Außerdem weisen Himbeeren einen hohen Gehalt an Ellagitanninen auf. Dabei handelt es sich um spezielle Antioxidantien, die bei der Krebsabwehr eine große Rolle spielen könnten.

    Wiki cc/Marco Finke

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    Kaffee

    Gerade am Morgen sollte der schwarze Muntermacher nicht fehlen. Er bringt den Kreislauf in Schwung, verfügt darüber hinaus aber auch über einen regelrechten Cocktail aus Antioxidantien. So zeigen einige Untersuchungen, dass Kaffeetrinker länger leben.

    Thinkstock

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    Tee.

    Kaffee oder doch lieber Tee? Auch Teetrinker tun etwas für ihre Gesundheit: Der Aufguss enthält Antioxidantien, darunter die so genannten Katechine, die das Immunsystem stärken.

    (c) Stockbyte

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    Kiwi

    Die kleinen grünen Früchte enthalten jede Menge Vitamin C, aber auch besonders viel Faserstoffe. Sie unterstützen die Verdauung und sorgen für rasche Darmpassage. Außerdem enthalten sie Kalium und Kupfer - das hilft Nerven und Immunabwehr.

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    Vollkornbrot

    In vollwertigen Backwaren stecken Kohlenhydrate, die Energie für den ganzen Tag liefern. Mit einem Rührei oder etwas Quark und Honig ist eine Scheibe Vollkornbrot oder eine "Körnersemmel" der richtige Start in den Tag.

    (c) Stockbyte

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    Quark und Frischkäse

    Als Brotaufstrich eignen sich beim Frühstück beide Milchprodukte. Sie liefern wertvolles Eiweiß und Kalzium, also Kraft für den Tag. Wer es gerne süß mag - mit etwas Honig oder Fruchtaufstrich anrühren, die salzige Variante geht mit einer Prise Meersalz und frischen Kräutern.

    (c) Getty Images/iStockphoto

Autor: lifeline lifeline
Letzte Aktualisierung: 05. März 2012
Durch: Springer Medizin/ sl
Quellen: Nach Informationen des Deutschen Grünen Kreuzes und des aid-Infodienstes

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