Viel Fett, kaum Kohlenhydrate

Anabole Diät

Nicht Fett macht fett, sondern Kohlenhydrate aus Weizen, Hafer, Roggen und Reis. Ein genauer Speiseplan in zwei Phasen hilft bei der anabolen Diät, schnell abzunehmen, ohne zu hungern und ohne Muskeln abzubauen. Im Gegenteil: Diese Ernährungsform unterstützt den Aufbau von Muskeln und ist deshalb unter Leistungsportlern und Bodybuildern sehr beliebt. Doch wie vieles andere aus dem Bereich des Leistungssports ist die anabole Diät nicht ganz ungefährlich.

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Fünf Tage Fleisch nach Herzenslust, danach zwei Tage Pasta, Kartoffeln und Brot - so sieht es die anabole Diät vor.
© iStock.com/YinYang

Wenn ein Boxer vor dem Wettkampf noch rasch Gewicht verlieren möchte, ohne dabei Muskelmasse aufs Spiel zu setzen, nutzt er die so genannte anabole Diät. Anders als viele andere Schlankheitsdiäten gibt es bei dieser Ernährungsform keinen Hunger oder Schwächegefühle. Zusätzlich unterstützt die Diät den Aufbau von Muskeln. Deshalb heißt sie auch anabole Diät, denn anabol stammt aus dem Griechischen und bedeutet aufbauend.

Wie die anabole Diät funktioniert

Basis der anabolen Diät bildet die Tatsache, dass Kohlenhydrate beim Zunehmen eine große Rolle spielen. Vor allem Weizen, Reis, Hafer, Roggen und andere Getreidearten wie Reis, aber auch Hülsenfrüchte enthalten große Mengen Kohlenhydrate. Das Problem: Werden dem Körper mehr Kohlenhydrate zugeführt, als er zur Energiegewinnung braucht, wandelt er sie in Fett um.

Werden keine Kohlenhydrate konsumiert, ändert der Körper seinen Stoffwechsel, die so genannte Ketose setzt ein. Als Ersatz für die Kohlenhydrate werden Fettdepots abgebaut. Die beiden anderen Hauptbestandteile der Nahrung, vor allem bestimmte Fette, aber auch Proteine dürfen in der anabolen Diät gegessen werden. Sie garantieren die optimale Energieversorgung und werden vom Organismus nicht in Körperfett umgewandelt, wenn die Menge stimmt. Das ist ähnlich wie bei der Low-Carb-Diät oder der für Krebskranke.

Mit der anabolen Diät lässt sich schnell abnehmen, allerdings erst nach einer gewissen Umstellungszeit des Körpers. Experten raten deshalb zu rund vier Wochen, in denen das Programm durchgehalten wird. Pro Woche ist es möglich, mindestens ein Kilogramm Übergewicht abzubauen.

Die beiden Phasen der anabolen Diät

Die anabole Diät ist in zwei Phasen unterteilt, die sich mehrmals abwechseln, je nachdem, wie lange jemand die Kur durchführen möchte. Die erste Phase dauert fünf bis sechs Tage. Dabei sollte sich Ihre Ernährung wie folgt zusammensetzen:

  • Fett: 55 zu 60 Prozent
  • Eiweiß: 30 bis 35 Prozent
  • Kohlenhydrate: unter fünf Prozent
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    Während sich manche Abnehmstrategien für die einen prima eignen, sind sie für andere überhaupt nicht ideal. Ermitteln Sie, zu welchem Diät-Typ Sie gehören.

Fleisch, Eier, Fisch, Käse, Nüsse und Pflanzenöle sind also in der anabolen Diät erlaubt. Allerdings sollte die tägliche Kalorienmenge nicht über 1800 Kilokalorien betragen. Brot, Pasta und Kartoffeln sind verboten. Hunger tritt trotzdem nicht auf, weil die aufgeführten Lebensmittel alle gut sättigen.

Die Phase II der anabolen Diät dauert zwei Tage. Hier dürfen Kohlenhydrate geschlemmt werden, so viel Sie möchten. Auch Kalorienzählen ist dann nicht vorgesehen. Die Zusammensetzung der Lebensmittel:

  • Fett: 30 bis 40 Prozent
  • Eiweiß: 10 bis 15 Prozent
  • Kohlenhydrate: 45 bis 60 Prozent

Danach beginnt wieder Phase I. Zusätzlich wird bei der anabolen Diät Sport getrieben, am besten täglich.

Pro und Contra anabole Diät

Die anabole Diät hat den Vorteil, optimal den Fettabbau zu unterstützen, Muskelmasse jedoch zu erhalten. Der Wechsel von Phase I und II verhindert, dass zu großer Appetit auf knuspriges Brot und Pasta entstehen, die ja in der zweiten Phase erlaubt sind.

Allerdings kommt nicht jeder mit dem fettreichen Speiseplan in Phase I zurecht. Außerdem kann die anabole Diät kurzfristig den Stoffwechsel Leber und Nieren belasten. Deshalb ist sie für Diabetiker nicht geeignet. Und für alle gilt: Die anabole Diät liefert zu wenig Vitamine und Spurenelemente.

Fazit: Wer gesund ist und gerne Sport treibt, ist mit der anabolen Diät gut beraten. Um keinen Vitaminmangel zu riskieren, sind allerdings in manchen Fällen Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll. Chronisch Kranke wie Diabetiker oder Menschen mit Nierenschwäche sollten besser eine andere Diät wählen, die keine so extremen Fett- und Eiweißportionen vorsieht.

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