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Markert-Diät

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Viel Sport ist Bestandteil der Markert-Diät.

Viel Bewegung, wenig Kalorien, und weg ist der Speck ohne Jo-Jo-Effekt. Das Konzept der Markert-Diät klingt verheißungsvoll. Tatsächlich halten Ernährungsfachleute viel Sport bei knapper Kost für den schnellen Weg zu weniger Bauch. Doch zur Turbo-Diät des Dr. Markert gehört auch das Proteinpräparat Almased – wenn die Pfunde nicht ruck zuck wiederkehren sollen.

Turbo-Diät ohne Jo-Jo-Effekt: Schnelle, nachhaltige Erlösung vom Winterspeck scheint die Diät des Dr. Dieter Markert zu versprechen. Sie beginnt mit einer zweiwöchigen Fastenkur bei täglich drei Litern Gemüsebrühe und dem Eiweißpräparat Almased. Außerdem muss dabei intensiv Sport treiben, wer dauerhaft schlank werden will. Die Raffinesse laut Markert: Durch die Kombination von Gemüsebrühe, den Verzicht auf feste Nahrung, intensives Sportprogramm und Almased soll die Produktion des Schilddrüsenhormons T3 ansteigen. Dies wiederum soll den Energieumsatz des Organismus nachhaltig ankurbeln und den Fettabbau beschleunigen.

Die Überwindung des Jo-Jo-Effekts?

Der natürliche Feind aller Fastenkuren und Turbodiäten ist der Jo-Jo-Effekt: Auf „schlechte Zeiten“ reagiert der Körper, indem er möglichst schnell wieder einen Vorrat an körpereigenem Fett anlegt. Diese schnelle Wiederkehr der Pfunde soll allerdings nach der Markert-Diät ausbleiben, weil die Schilddrüse dauerhaft angeregt bleibt. Ein Effekt, dem angeblich durch die gelegentliche Einnahme von Almased nachzuhelfen ist.

Almased enthält Sojaprotein, Honig, Zucker, Milcheiweiß, Vitamine, Eisen. Bei empfohlener Anwendung liefert es rund 500 Kalorien pro Tag. Es kann mit Wasser, Tee, Kaffee oder Magermilch angerührt werden. In letzterem Fall kommen die Kalorien der Milch hinzu. Dass es die Schilddrüse anregt, ist nicht belegt.

Unterschiedliche Beurteilungen

Ernährungswissenschaftler beurteilen die einzelnen Behauptungen der Markert-Diät unterschiedlich:

• Mit viel Bewegung und extrem kalorienarmer Diät ist grundsätzlich schnell eine Reduzierung des Gewichts zu erreichen.

• Wie bei allen Diäten mit minimaler Kalorienzufuhr kann das Gewicht bei normaler Ernährung schnell wieder zunehmen. Langfristig stabil bleibt es nur bei andauernder Diät oder Ernährungsumstellung.

• Dass die Markert-Diät die Produktion des Schilddrüsenhormons T3 anregt, ist nicht nachgewiesen. Im Gegenteil: Untersuchungen zeigen, dass der entsprechende Hormonspiegel beim Fasten mit hoher Proteinzufuhr sogar sinkt.

• Auch dass die Produktion des Schilddrüsenhormons durch gelegentliche Einnahme des Eiweißpulvers dauerhaft angekurbelt wird, ist nicht nachvollziehbar. Die Absicht, das Präparat zu verkaufen, stand möglicherweise im Vordergrund.

• Eine Studie, die alle Bedingungen dieses Diätkonzepts berücksichtigt, existiert nicht.

• Während der Fastenperiode zu Beginn der Markert-Diät können Beschwerden wie Schwindel und Kreislaufprobleme auftreten.

Für wen ist die Markert-Diät geeignet - und für wen nicht?

Wer schnell abnehmen möchte und nicht viel Zeit hat, kann diese Kur durchaus durchführen. Wer starkes Übergewicht hat, sollte eine nachhaltigere Ernährungsumstellung mit Verhaltenänderung vorziehen, weil das wirklich etwas bringt nicht nur kurzfristig drei bis vier Kilos.

Bildstrecke: Die besten Diät-Tipps
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    1. Fettverbrenner Sport

    Lohnt sich Sport? Rechenexempel: Einmaliges Walken von zehn Kilometern verbraucht 50 Gramm Fett. Dreimal die Woche macht's 150 Gramm oder 7,8 Kilo im Jahr.

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    2. Wasser marsch!

    Wenn Sie eine halbe Stunde vorm Essen ein Glas lauwarmes Wasser trinken, hat Ihr Magen schon eine Füllung. Die folgende Mahlzeit wird dann nicht mehr so üppig!

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    3. Obst und Rohkost:

    Wenn Sie es vertragen, beginnen Sie jede Mahlzeit mit einem Salatteller oder Stück Obst. Sie brauchen dann nicht mehr so viel Nudeln oder Schnitzel mit Pommes.

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    4. Können Sie kauen?

    Die Verdauung beginnt im Mund: Durch Kauen wird die Nahrung mechanisch zerkleinert und mit Speichel gleitfähig. Kauen Sie jeden Bissen mindestens 30 Mal.

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    5. Wann ist die Mahlzeit zuende?

    Stopp, wenn Sie satt sind! Lassen Sie auch mal was liegen, selbst wenn Sie mit "aufessen, was auf dem Teller ist" groß wurden. Und den Teller nicht voll packen.

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    6. Wenn der kleine Hunger kommt…

    Wer Sie sich mit Vollwertigem satt isst, dem reicht es meist bis zur nächsten Hauptmahlzeit. Während Süßes oder Weißmehlprodukte zu Heißhunger führen.

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    7. Gar nichts Süßes mehr?

    Süßigkeiten enthalten leere Kalorien, also Nahrungsenergie ohne Vitamine oder Mineralstoffe. Also nur selten davon naschen, wenn aber, dann bewusst genießen.

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    8. Prost – oder lieber nicht?

    "Leere Kalorien" stecken auch im Alkohol. Er steht reinem Fett mit seinen Kalorien pro Gramm kaum nach. Wer täglich Bier oder Wein trinkt, wird kaum abnehmen!

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    9. Die Waage im Blick – aber nicht zu oft!

    Wie wär's mit einmal Wiegen pro Woche am Sonntagmorgen vorm Frühstück? Dann können Sie überlegen, was Sie in der Woche falsch oder richtig gemacht haben.

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    10. Schnelle Hilfe: Entlastungstage

    Haben Sie's übertrieben? Schieben Sie einen Entlastungstag ein! Essen Sie nur Obst bis auf Bananen und Trauben. Genauso geht ein Saft- oder Reistag.

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Autor: Lifeline
Letzte Aktualisierung: 26. Juli 2011
Quellen: Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Markert-Diät, Beratungspraxis 01/2000; URL: http://www.dge.de/modules.php?name=News&file=article&sid=238;

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