Schnell abnehmen mit Obst, Gemüse, Nüssen

Rohkost-Diät

Mit der Rohkost-Diät entwässern und schnell abnehmen

Nichts Gekochtes, sondern ausschließlich rohe und pflanzliche Lebensmittel stehen bei der Rohkost-Diät auf dem Speiseplan. Smoothies und frisch gepresste Säfte sorgen dabei für Abwechslung.

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Wer gerne Salat, Gemüse und Obst isst, kommt mit der Rohkost-Diät sicher gut zurecht. Für Abwechslung sorgen die Vielfalt der Sorten und ihre unzähligen Kombinationsmöglichkeiten, zum Beispiel in Säften und Smoothies.
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Wer ein echter Obst- und Gemüsefan ist, dem wird die Rohkost-Diät schmecken. Ihr Grundprinzip ist nämlich ganz einfach: Es gibt nur Ungekochtes, also Rohes – daher der Name –, nichts über 42 Grad Erwärmtes, Gebratenes oder Gekochtes. Es erklärt sich von selbst, dass Fleisch und Eier vom Speiseplan verbannt sind, weil sie gewöhnlich nicht roh verzehrt werden.

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    Von A wie Atkins über K wie Kohlenhydrat bis hin zu V wie Volumetrics: Wir stellen Diäten vor und verraten, welches Abnehmprogramm nachhaltig zum Erfolg führt.

Aber auch Milch und Milchprodukte gibt es nicht – und damit kein Fett außer pflanzliches aus Nüssen sowie manchen Obst- und Gemüsesorten, aber auch etwas Olivenöl. Außerdem tabu sind tierisches Eiweiß, Kohlenhydrate stehen kaum auf dem Programm der Rohkost-Diät.

Rohkost-Diät kommt ohne Kalorienzählen aus

Erlaubt sind also nur rohes Obst, Gemüse, Nüsse und Trockenfrüchte. Von diesen Lebensmitteln können Sie eine ganze Menge essen, ohne die Kalorien zählen zu müssen. Mit dieser Ernährung kommt kaum Hunger auf, denn sie enthält sehr viele Ballaststoffe, die den Magen gut füllen.

Voraussetzung ist jedoch, dass Sie ausreichend viel trinken: am besten Mineralwasser und zwar etwa zwei bis drei Liter pro Tag. Sonst können die Ballaststoffe in Magen und Darm nicht richtig aufquellen und eine massive Verstopfung droht.

Außerdem dürfen nicht alle Gemüsesorten roh auf den Tisch kommen: Auberginen, Rhabarber und Kartoffeln etwa. Grüne Bohnen sind roh sogar sehr giftig und werden erst durch Kochen bekömmlich.

Wie die Rohkost-Diät funktioniert

Am sinnvollsten ist, dieses Abnehmprogramm eine Woche lang durchzuführen. Die Rohkost-Diät entwässert stark, schnell werden damit bis zu fünf Kilogramm Übergewicht abgebaut. Dabei können die Tagespläne wie folgt aussehen:

  • Morgens ein selbstgemachter Frucht-Smoothie aus Melone, Birne und Banane oder Obstsalat, gesüßt mit Agaven-Dicksaft
  • Vormittags eine Handvoll Trockenfrüchte und Nüsse oder Gemüsesaft
  • Mittags Tomatensalat mit Avocado-Würfeln, Essig und Olivenöl
  • Nachmittags frisches Obst
  • Abends kalte Gemüsesuppe – etwa aus Paprika, Gemüsezwiebeln, Gurke und frischen Kräutern oder ein Gemüsespieß, selbstverständlich roh. Auch ein grüner Smoothie kann bei der Rohkost-Diät ab und zu das Abendessen ersetzen.

Pro und Contra Rohkost-Diät

Die Rohkost-Diät ist einfach durchzuführen, weil lästiges Kalorienzählen und zeitintensives Kochen wegfällt. Allerdings ist die Bandbreite der erlaubten Lebensmittel vergleichsweise klein. Viele Obst- und Gemüsesorten lassen sich roh verzehren, doch nach wenigen Tagen werden die meisten die Lust darauf verlieren.

Tatsache ist, dass sich mit der Rohkost-Diät rasch abnehmen lässt. Es stimmt jedoch auch, dass der Körper damit in einen Mangelzustand geraten kann. Zu wenig Eiweiß führt dazu, dass nicht nur Wasser und Fett verschwinden, sondern längerfristig auch Muskeln abgebaut werden. Außerdem wird dem Organismus womöglich zu wenig von bestimmten Mineralstoffen und Spurenelementen zugeführt, etwa Jod, Zink und Kalzium.

Fazit: Die Rohkost-Diät ist ideal für alle, die gerne Obst und Gemüse schlemmen. Die Nährstoffe bleiben durch das fehlende Erhitzen weitgehend erhalten, was das Konzept im Großen und Ganzen gesund macht. Allerdings sollte das Abnehmen mit Rohkost nicht länger als eine Woche am Stück durchgeführt werden, sonst drohen Mangelerscheinungen und Frust durch Vebote. Besser: Pro Woche einen Rohkost-Tag einlegen – das entwässert und hilft dabei, das Gewicht ohne Anstrengung zu halten.

Die 20 dümmsten Trend-Diäten

Autor:
Letzte Aktualisierung: 09. Februar 2015
Letzte Änderung durch: sw

Quellen: Knaurs Handbuch Ernährung, Prof. Michael Hamm

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