Fastenkuren und Nulldiäten

Nulldiät

Einfach nicht mehr essen, um schlank zu werden: eine Null-Diät einlegen, das klingt nach dem schnellen Weg zu weniger Fett. Sogar spirituelle Erfahrungen sollen durch Nahrungsentzug möglich sein. Tatsächlich setzen Ärzte Fasten vor allem bei starkem Übergewicht ein. Doch wer falsch fastet, riskiert Mangelerscheinungen und schädliche Stoffwechselprodukte im Blut.

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Bei der Nulldiät gibt es manchmal wenigsten noch eine dünne Brühe, aber bitte ohne Kochsalz.
©iStock.com/ClaudioVentrella

Früher galt die Nulldiät als eine der wichtigsten Methoden gegen überflüssige Pfunde. Heute ist das überholt. Um Mangelerscheinungen und ungesunde Folgen zu vermeiden, sollte in jedem Fall Vitamine und Mineralstoffe einnehmen und viel trinken, wer dennoch fastet. Denn ohne Nahrung muss der Körper im riskanten Hungerstoffwechsel vermehrt Energie aus körpereigenem Fett und Eiweiß ziehen.

Riskanter Stoffwechsel: Wenn der Körper ans Eingemachte geht

Beim Hungerstoffwechsel wird zunächst Eiweiß in Glukose umgewandelt, weil einige Organe, vor allem das Gehirn, auf Glukose angewiesen sind. Wenn die Reserven verbraucht sind, werden Fettsäuren in so genannte Ketonkörper umgebaut, die das Gehirn ebenfalls nutzen kann. Die Nieren haben nun zusätzlich Arbeit, weil sie vermehrt Ketonkörper ausscheiden müssen.

Andere Stoffwechselprodukte, vor allem Harnsäure, konzentrieren sich im Blut. Das begünstigt Gicht. Weitere im Fettgewebe gespeicherte Schadstoffe gelangen beim Abbau ins Blut. Um sie auszuscheiden, sollte bei allen Fastenkuren mindestens zwei bis drei Liter täglich getrunken werden. Die verschiedenen Fastenkuren unterscheiden sich vor allem nach Art und Menge dessen, was während des Fastens eingenommen wird.

Nulldiät mit Wasser, Mineralien und Vitaminen

Bei der Nulldiät werden nur kalorienfreie Getränke sowie Mineral- und Vitaminpräparate aufgenommen. Sie sollte nur stationär und unter ärztlicher Kontrolle stattfinden. Zum normalen Abnehmen ist sie nicht zu empfehlen. Denn Verluste an körpereigenem Eiweiß und ein hoher Harnsäurespiegel bringen erhebliche Gesundheitsrisiken mit sich.

Modifiziertes Fasten: Eiweiß zusätzlich

Fachleute empfehlen modifiziertes Fasten unter ärztlicher Aufsicht etwa bei starkem Übergewicht. Eingenommen werden etwa 33 bis 50 Gramm Eiweiß täglich, etwas Kohlenhydrate und Fett, Vitamine und Mineralstoffe. So wird der Abbau von körpereigenem Eiweiß verhindert. Nachhaltig wirksam ist auch modifiziertes Fasten nur, wenn eine neue Ernährung erlernt und beibehalten wird.

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    Während sich manche Abnehmstrategien für die einen prima eignen, sind sie für andere überhaupt nicht ideal. Ermitteln Sie, zu welchem Diät-Typ Sie gehören.

Heilfasten: Hungern bei Obst- und Gemüsesaft

Heilfasten wurde zur Vorbeugung und Behandlung bestimmter Krankheiten, wie Hautleiden oder Rheuma entwickelt, aber auch für Gesunde zur Entschlackung und Stärkung des Immunsystems empfohlen. Eingenommen werden Vitamine und Mineralien über täglich zwei bis drei Liter Frucht- und Gemüsesaft. Weder die heilende Wirkung noch, dass der gesunde Körper überhaupt so etwas wie Schlacke bildet, ist allerdings medizinisch nachgewiesen.

Nur unter ärztlicher Aufsicht!

Grundsätzlich sollten nur gesunde Erwachsene unter ärztlicher Begleitung fasten. Nicht fasten sollten Senioren, Schwangere und Stillende.

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