Intelligenz und Alkohol
Mäßige Trinker sind intelligenter als Abstinenzler
Wer Alkohol in Maßen trinkt, schneidet bei Intelligenztests besser ab als Nicht-Trinker. Dies ist das Ergebnis einer Studie des Nationalinstituts für Langlebigkeitsforschung in der Nähe von Tokio, berichtete das Wissenschaftsmagazin "New Scientist" bereits im November 2000. Die Forscher testeten 2000 Personen im Alter zwischen 40 und 79 Jahren auf ihre Intelligenz.
In der Studie zeigte sich, dass Männer, die regelmäßig, aber moderat Alkohol trinken, durchschnittlich einen 3,3 Punkte höheren Intelligenzquotienten haben als Männer, die keinen Alkohol trinken. Als "moderat" definierten die Wissenschaftler eine Alkoholmenge von "weniger als 540 Milliliter pro Tag". Für Frauen gilt das Gleiche, allerdings legen hier die gemäßigten Trinkerinnen nur 2,5 Punkte zu. Die Forscher räumten ein, dass diese Ergebnisse nicht notwendig zeigen, dass Alkohol-Trinken intelligent macht.
Den Grund für den Zusammenhang zwischen Alkoholgenuss und Intelligenz sehen die Wissenschaftler eher in den Ernährungsgewohnheiten insgesamt: Japaner, die gern Reiswein trinken, neigen auch mehr dazu, rohen Fisch zu essen. Die essenziellen Fettsäuren im Fisch haben eine positive Wirkung auf die Gehirnentwicklung. Rotwein-Trinker essen mehr Käse und stärken ebenfalls durch den Fett-Gehalt des Käses ihr Gehirn. Wenn es das alkoholische Getränk selbst ist, das für eine erhöhte Intelligenz sorgt, dann seien es so genannte Polyphenole, die die entscheidende Rolle spielen, erklärten die Forscher. Sie haben positive Wirkungen auf den Alterungsprozess des Körpers. Zum Beispiel erweitern sie verengte Arterien.



