Ballsport

Tennis – Rückschlagspiel mit Geschichte

Tennis zählt zu den Ballsportarten, genauer zu den Rückschlagspielen. Beim Tennis spielen zwei Spieler mit einem Schläger einen Tennisball über ein Netz in das jeweils gegnerische Feld.

Tennis: Gemeinsam Spaß am Sport haben

Das Netz ist in der Mitte des Spielfeldes gespannt und teilt so die gegnerischen Seiten ab. Die Spieler versuchen – unter Berücksichtigung verschiedener Regeln – den Ball so über das Netz zu schlagen, dass der Gegner diesen nicht erreichen und zurückspielen kann.

Das Ziel beim Tennis ist es, eine bestimmte Anzahl an Punkten zu bekommen. Für jeden erfolgreichen Schlag sowie für jeden Fehler des Gegners bekommt der Spieler Punkte. Tennis kann auch zu viert mit jeweils zwei Spielern in einer Mannschaft gespielt werden. Ein Tennisspiel mit insgesamt zwei Spielern wird als Einzel, ein Spiel mit insgesamt vier Spielern als Doppel bezeichnet.

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Die Geschichte des Tennis

Tennis geht ursprünglich auf das sogenannte Jeu de Paume zurück. Aus diesem Ballspiel, bei dem der Ball gegen eine Wand gespielt wurde, entwickelte der Engländer Walter Clopton Wingfield 1874 das Lawn-Tennis (Rasen-Tennis). Heute spielt man Tennis vor allem auf Rasen, Sand oder Kunststoffgranulat. 1877 fand das erste Wimbledon-Tennisturnier in London statt. Dort wurden zum ersten Mal offiziell die Regeln des Tennis festgelegt. Bis heute ist das alljährliche Wimbledon-Turnier (die Wimbledon-Championships)eines der angesehensten Tennisturniere der Welt. Es gehört zu den sogenannten Tennis-Grand-Slam-Turnieren, zu denen auch die Australien-Open, die French-Open und die US-Open zählen.

Die Popularität von Tennis

Cilly Aussem, Gottfried von Cramm und Henner Henkel machten Tennis in den 1930er Jahren in Deutschland bekannt. Cilly Aussem gewann 1931 als erste deutsche Frau das Dameneinzel in Wimbledon. In den 1980er Jahren sorgten Boris Becker, Steffi Graf und Michael Stich für eine erneute Tenniswelle in Deutschland.

Tennis: Training für den Körper

Durch Tennis können Sie vor allem Ihre Ausdauer trainieren. Dadurch, dass Sie beim Tennis immer in Bewegung sind, verbessert sich bei regelmäßigem Training Ihre Ausdauer. Das kann langfristig zu einer Abnahme des Körperfettanteils führen. Durch das „Abpassen“ des Balls und das schnelle Reagieren auf den Gegner verbessert sich zudem Ihre Reaktionsfähigkeit. Weiterhin trainieren Sie mit Tennis Ihre Beinkraft und Ihren Gleichgewichtssinn.

Cardio-Tennis

Seit einiger Zeit bieten verschiedene Vereine das sogenannte Cardio-Tennis an. Cardio-Tennis verbindet Tennis und Fitness und wird als spezielles Herz-Kreislauf-Training empfohlen. Dabei schlagen Sie unter anderem Bälle zur Musik, springen Seil oder absolvieren Kräftigungsübungen in der Gruppe.

Bei Vorerkrankungen – insbesondere des Herz-Kreislauf-Systems –  ist es allerdings ratsam, einen Arzt zu fragen, ob Sie den Sport bedenkenlos ausüben können.

Tennis: Richtiges Training

Um Tennis richtig zu lernen, ist es ratsam, sich einen geeigneten Tennislehrer zu suchen, den Sie in der Regel bei Tennisvereinen finden. Dort können Sie Einzel- oder Gruppenstunden buchen. Diese gibt es auch für Anfänger. Wenn Sie Spaß am Tennis gefunden haben, können Sie sich entscheiden, ob Sie Tennis als Wettkampfsportart oder nur als Freizeitsport spielen möchten. Vereine bieten meistens beide Möglichkeiten an. Vielfach werden in den sogenannten Breitensport- oder Freizeitgruppen kleinere Turniere zum Vergnügen ausgetragen. Beim Profitennis gibt es je nach Alter und Können verschiedene Ligen. 

Die richtige Ausrüstung beim Tennis

Erkundigen Sie sich im Vorfeld, ob Sie von Anfang an einen eigenen Tennisschläger mitbringen sollen oder ob dieser für eine Schnupperstunde gestellt wird. Vielfach können Sie anhand von Leihschlägern ausprobieren, mit welcher Art von Schläger Sie am besten spielen können.

Wenn Sie sich für Tennis entscheiden, ist es ratsam, sich eine eigene Tennisausrüstung anzuschaffen. Diese besteht aus Tennisschläger, Tennisbällen und Tenniskleidung inklusive Tennisschuhen. Für Kinder gibt es Schläger, die der Größe angepasst sind.

Sie können Tennis auch in einem Sportcenter ausprobieren. Diese vermieten außer Badminton- und Squashplätzen häufig auch Tennisplätze (meistens in der Halle). In der Regel können Sie die Plätze stundenweise mieten. Tennisschläger und Tennisbälle werden gegen eine Leihgebühr gestellt.

Tennis: Krankheiten vorbeugen

Mit Tennis verbessern Sie unter anderem Ihre Ausdauer. Durch regelmäßiges Tennistraining verbrauchen Sie außerdem Kalorien, wodurch Ihr Körperfettanteil sinken kann. So können Sie gegebenenfalls Erkrankungen wie Bluthochdruck und Arteriosklerose vorbeugen. Wenn Sie jedoch bereits an Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems leiden, sollten Sie einen Arzt um Rat fragen, ob Sie bedenkenlos Tennis spielen dürfen. Weiterhin kann regelmäßiges Tennistraining Ihr Osteoporose-Risiko senken. Da Sie sich beim Tennis stark konzentrieren und schnell reagieren müssen, steigert Tennis zudem Ihr Reaktionsvermögen und kann beim Stressabbau helfen.

Risiken beim Tennis vermeiden

Wie bei jeder Sportart hat auch Tennis nur einen positiven Effekt, wenn Sie im richtigen Maß trainieren. Überbelastungen können sich negativ auf Ihre Gesundheit auswirken.

Außerdem spielen Sie in der Regel immer mit derselben Hand, beziehungsweise mit demselben Arm Tennis. Durch die einseitige Belastung kann bei übermäßigem Training ein sogenannter Tennisarm oder auch Tennisellenbogen (Epicondylitis humeri radialis) entstehen. Diesem können Sie durch die richtige Trainingsdosis sowie gezielte Dehn- und Streckübungen vorbeugen.

Tennis: Regeln

Ein Tennismatch ist in mehrere Sätze unterteilt, ein Satz in mehrere Spiele. In diesen versuchen Sie, den Ball fehlerfrei über das Netz zu spielen. Dabei beginnt jedes Spiel – also jeder Ballwechsel – mit einem Aufschlag. Dabei schlagen Sie den Ball auf die andere Seite des Netzes in ein vorgegebenes Aufschlagfeld. Nachdem der Ball auf der anderen Seite des Netzes aufgeschlagen ist, versucht Ihr Gegner, diesen über das Netz zurückzuschlagen. Dies muss ihm gelingen, bevor der Ball ein zweites Mal auf dem Boden aufkommt, ansonsten hat er einen Fehler gemacht und Sie bekommen Punkte.

Das Tennismatch ist in Spiele und Sätze unterteilt

Das komplette Tennisspiel – das Match – ist in Sätze unterteilt und diese wiederum in Spiele. Man spielt entweder auf zwei oder auf drei Gewinnsätze. In einem Spiel schlägt beim Tennis immer ein Spieler auf; der Gegner returniert. Zunächst steht es 0:0. Die gewonnenen Punkte werden folgendermaßen gezählt: 15, 30 und 40. Macht also zum Beispiel der Aufschläger den ersten Punkt im Spiel, steht es 15:0. Hat ein Spieler 40 Punkte erreicht und dabei zwei Punkte Vorsprung, so gewinnt er das Spiel.

Wenn es 40:40 steht, herrscht „Einstand“; macht einer der Spieler einen Punkt, hat er „Vorteil“. Gewinnt er auch den nächsten Ballwechsel, so gewinnt er das Spiel. Endet ein Ballwechsel, wechselt das Aufschlagrecht. Außerdem wechseln Sie nach je zwei Spielen die Seite des Spielfelds und legen eine kurze Pause ein. Haben Sie sechs Spiele gewonnen und liegen zwei Spiele vor Ihrem Gegner, so haben Sie den Satz für sich entschieden. Wer zwei (bei zwei Gewinnsätzen) bzw. drei Sätze (bei drei Gewinnsätzen) als Erster für sich entscheiden kann, hat das Match gewonnen.

Tennis: Kontakte und Informationen

Wenn Sie Interesse haben, Tennis einmal auszuprobieren, können Sie entweder einen Tennisplatz in einem Sportcenter mieten oder sich nach einer Probestunde in einem Verein erkundigen. Kontakte und Informationen zu Vereinen in Ihrer Nähe finden Sie im örtlichen Telefonbuch oder im Internet. Auch die Stadt kann in der Regel Auskunft geben. Die Adressen von Sportcentern bekommen Sie ebenfalls im Branchenbuch oder im Internet. Dort erhalten Sie weitere Informationen auch unter folgenden Adressen:

Autor: Dipl.-Biol. Ulrike Ibold, Medizinautorin
Letzte Aktualisierung: 06. September 2018
Quellen Deutscher Tennis Bund: www.dtb-tennis.de (Abruf: 21.09.2010) Tennisverband Rheinland-Pfalz e.V.: www.rlp-tennis.de (Abruf: 21.09.2010)
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