Regional, frisch, gesund: Die Sorte der Woche

Pflaume und Zwetschge: gesunde Energiespender

Freuden des Spätsommers: Zwetschgen und Pflaumen sind lecker und fördern die Verdauung

Wer regionale Produkte genießen will, ist an die Jahreszeiten gebunden. Welche Lebensmittel gerade Saison haben und deshalb besonders frisch und lecker in den (Super-)Marktregalen ausliegen, sagt Ihnen Lifeline mit der Sorte der Woche. Heute: Pflaumen und Zwetschgen.

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Pflaumen helfen beim Abnehmen und beschleunigen die Verdauung.
© iStock.com/justhavealook

Mit über 2.000 Sorten zählen Pflaumen und Zwetschgen zu den variantenreichsten Früchten, die es gibt. Geschmacklich harmonieren sie ausgezeichnet sowohl mit pikanten Gerichten – etwa als Bratenfüllung oder in Saucen – als auch mit Süßspeisen wie böhmischen Knödeln und Quark. Ganz einfach lassen sich mit den Früchten Konfitüren oder Chutneys zubereiten. Doch für viele ist und bleibt der Pflaumenkuchen oder "Datschi", gekrönt mit einem Klecks Sahne, der ungeschlagene Sommerhit.

Zwetschgen und Pflaumen strotzen vor Mineralstoffen

Pflaumen sind mit knapp 50 Kalorien pro hundert Gramm ausgezeichnete Energiespender - auch und gerade für Sportler. Wegen des hohen Fruchtzuckergehalts sollte man es mit Pflaumen aber nicht übertreiben. Besonders in Trockenpflaumen ist der Zucker konzentriert - sie liefern 220 Kalorien pro hundert Gramm.

Antioxidantien satt: Diese Lebensmittel schützen vor Krebs

Aber auch eine kleine Portion Pflaumen leistet einen wichtigen Beitrag zur gesunden Ernährung: Sie enthalten Kalzium, Eisen, Magnesium, Phosphat, sowie reichlich Kalium. Aufgrund ihres hohen Ballaststoffgehalts von etwa fünf Gramm pro hundert Gramm der Früchte helfen sie mit, den Cholesterinspiegel zu senken. Neben Kohlenhydraten und Ballaststoffen finden sich in Pflaumen viel Apfelsäure, reichlich Provitamin A und fast alle B-Vitamine.

Wie in allen blauen Früchten und Gemüsesorten stecken in Zwetschgen und Pflaumen gesunde Farbstoffe. Diese Anthocyane genannten Substanzen gehören zu den sekundären Pflanzenstoffen. Anthocyanen werden vielfältige Schutzfunktionen zugeschrieben - etwa gegen Infektionen, entzündliche Prozesse, Thrombosen und sogar Tumore. Noch dazu unterstützen getrocknete Pflaumen die Leberfunktion.

"Nimm Pflaumen für des Alters morsche Last"

Außerdem fördern Pflaumen (besonders im getrockneten Zustand) die Verdauung auf milde Weise. So schrieb der römische Dichter Marcus Valerius Martial bereits vor rund zwei Jahrtausenden: "Nimm Pflaumen für des Alters morsche Last, denn sie pflegen zu lösen den hartgespannten Bauch."

Trockenpflaumen sind zu empfehlen bei chronischer Verstopfung, Hämorrhoiden und Divertikeln. Für diesen Zweck weicht man abends fünf bis zehn Stück ein und isst sie morgens nach dem Aufstehen. Trinkt man auch das Einweichwasser, gehen keine wertvollen Vitamine verloren.

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Problematisch sind Pflaumen und Zwetschgen jedoch für Menschen mit Fruktoseintoleranz oder einer Unverträglichkeit gegenüber dem Zuckeraustauschstoff Sorbit. In diesem Fall lösen die Früchte Durchfall, Blähungen und Schmerzen aus.

Duftfilm aus Wachs bürgt für Qualität der Zwetschgen

Achten Sie beim Einkauf darauf, dass die Pflaumen prall und nicht überreif sind. Allerdings sollten sie keineswegs grünlich schimmern. Denn dann wurden die Früchte zu früh geerntet.

Ein besonderes Qualitätsmerkmal von Pflaumen und Zwetschgen ist der sogenannte Duftfilm. Er schützt die Früchte vor Feuchtigkeitsverlust. Diese natürliche Wachsschicht sollte man deshalb erst kurz vor dem Verzehr oder der Weiterverarbeitung abwaschen.

Lagern lassen sich Pflaumen am besten im Gemüsefach des Kühlschranks. Entsteinte, halbierte Früchte lassen sich darüber hinaus sehr gut einfrieren. So haben Sie auch im Winter noch gesunde Energielieferanten auf Vorrat.

Ursprung der Pflaume liegt in Vorderasien

Die Kultur der Pflaume lässt sich bis ins Altertum zurückverfolgen, ihre Wurzeln hat sie in Vorderasien. Von der Urpflaume, die einst zwischen dem Kaukasus und dem Kaspischen Meer wuchs, ist allerdings nicht mehr viel übrig. Denn seit der Pflaumenbaum auch in Europa Wurzeln schlug, wurde die Frucht unzählige Male gekreuzt und veredelt.

Zwar wuchsen bereits vor 2.000 Jahren wilde Pflaumen in Vorderasien. Erstmals angebaut wurden sie jedoch in Syrien und etwas später von den Römern. Letztere brachten die Pflaume etwa 150 vor Christus aus Kleinasien mit und kultivierten sie im Mittelmeerraum.

Anbau in Deutschland: Zwetschgen haben im Späsommer Saison

Heutzutage wächst sie überall, wo gemäßigtes Klima herrscht. Doch die Anbauschwerpunkte der Zwetschge sind die Länder am Mittelmeer und Deutschland. Hierzulande ist die Hauptsaison für Zwetschgen zwischen Juli und September.

Wie sich Zwetschge und Pflaume unterscheiden

Pflaumen sind eher rundlich-oval und haben immer eine Fruchtnaht. Auch sind Pflaumen etwas früher reif als Zwetschgen. Durch ihr relativ weiches Fruchtfleisch zerfallen sie beim Kochen schnell. Zwetschgen hingegen haben eine längliche Form und sind in der Regel kleiner als Pflaumen. Außerdem haben sie festeres Fleisch und keine Fruchtnaht. Während gepflückte Pflaumen noch nachreifen, reifen Zwetschgen nur am Baum.

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