Fitness und Sport

Nicht nüchtern zum Frühsport!

fruehsport_106389710.jpg
Vor dem Sport am Morgen ist ein kleines, leichtes Frühstück sehr zu empfehlen.
Getty Images/iStockphoto

Wer morgens eine Runde läuft, mit dem Rad zur Arbeit fährt oder schwimmt, sollte vorher eine Kleinigkeit essen. Ist die Energiezufuhr zu gering, fährt der Kreislauf schnell runter. Auch die inneren Organe geraten mitunter in Stress.

Wer sich zum Frühsport aufrafft, sollte seinen Körper darauf vorbereiten, damit das morgendliche Schwitzen auch effektiv ist und der Kreislauf stabil bleibt. Etwa 20 Minuten vor dem Sport am Morgen sollte der Frühsportler ein großes Glas lauwarmes Wasser trinken, am besten ohne Kohlensäure, rät Professor Ingo Froböse vom Zentrum für Gesundheit der Deutschen Sporthochschule Köln. Auch eine Banane tue dem Körper gut, denn diese belaste wenig und liefere Energie.

"Fette verbrennen nur im Fegefeuer der Kohlenhydrate"

Umfrage
Treiben Sie Frühsport?

Die Umfrage ist beendet, Sie können sich aber die Ergebnisse anzeigen lassen.

Ergebnis

Frühsportler sollten sich aber von dem Mythos verabschieden, durch ihre Sporteinheit nach dem Aufstehen besonders gut abzunehmen: "Viele glauben, Frühsport nagt sofort an den Fettpolstern, weil die Zuckerreserven über Nacht aufgebraucht wurden und der Nachschub noch fehlt", sagt Froböse. Aber "Fette verbrennen nur im Fegefeuer der Kohlenhydrate. Zudem können untrainierte Anfänger ihre Fette gar nicht sofort verbrennen. Fettverbrennungsprozesse müssen erarbeitet werden." Deshalb sei es wichtig, vor dem Laufen oder strammen Rad fahren zur Arbeit über ausreichend Kohlenhydrate im Körper zu verfügen.

Mit leerem Magen sollte niemand losrennen, so der Experte. Denn nicht nur die Energiezufuhr könne zu gering sein, auch die inneren Organe würden bei der ungewohnten Anstrengung gereizt, was durch fehlende Nahrung verstärkt wird. Auch das Gehirn könne durch Sport vor dem Frühstück unterversorgt sein, so dass Schwindel und Wahrnehmungsstörungen drohen. Das komme vor allem vor, wenn die Flüssigkeitsspeicher leer sind. Am besten werden für den morgendlichen Sport und anschließendes Entspannen sowie das Frühstück etwa zwei- bis zweieinhalb Stunden eingeplant, rät Froböse.

Mythen übers Laufen

Trinken bevor der Durst kommt und Dehnen bevor der Lauf losgeht? Dann aber bitte mindestens 30 Minuten joggen, sonst bringt das Training nichts? Es gibt eine Menge Mythen über das Laufen. Dr. Werner Bartens von der "Süddeutschen Zeitung" erklärt in "Der Nächste bitte", welche Mythen Unsinn sind.

SZ

Die zehn gängigsten Ernährungsirrtümer
1 von 22
  • Diät_Mythen.JPG
    Mythen rund ums Essen

    Kartoffeln sollen dick machen und Nudeln glücklich: Rund um Ernährung und Abnehmen kursieren unzählige Halbwahrheiten.

    Thinkstock

  • Diät_Realistische Ziele.JPG
    Gerücht 1: Realistische Ziele setzen

    Dieser Mythos hält sich hartnäckig: Wer sich zu ehrgeizige Ziele setzt, ist von vornherein zum Scheitern verurteilt. Stimmt so aber nicht: In Studien nahmen Probanden mit toughen Zielen bisweilen mehr ab als die vorsichtigeren Realisten.

    Thinkstock

  • Diät_Motivation.JPG
    Gerücht 2: Motivation ist alles

    Nur wer die Sache hochmotiviert angeht, nimmt ab? Ein Mythos: In einer Studie hing der Motivationsgrad Fettsüchtiger nicht mit ihrem Durchhaltevermögen und dem Gewichtsverlust zusammen.

    Thinkstock

  • Diät_Jojo.JPG
    Gerücht 3: Der Jojo-Effekt schadet der Gesundheit

    Diätveteranen sind oft anfällig für den gefürchteten Jojo-Effekt - und tun ihrer Gesundheit damit nichts Gutes, behauptet ein Mythos. Stimmt nicht, sagen Wissenschaftler: Sie fanden kein erhöhtes Sterberisiko der Jojo-Kandidaten.

    Thinkstock

  • Diät_Frühstück.JPG
    Gerücht 4: Frühstücken hält schlank

    Leider nein. Was dagegen stimmt: Eier zum Frühstück sättigen länger als Brötchen und senken so die durchschnittlich aufgenommene Kalorienmenge.

    Thinkstock

  • Diät_Naschen.JPG
    Gerücht 5: Naschen macht dick

    Sicher, wer ständig vor sich hin knabbert, legt eher an Gewicht zu. Wissenschaftlern zufolge wird der Einfluss des Naschens auf den BMI aber im Allgemeinen als zu groß eingestuft.

    Thinkstock

  • Diät_Obst und Gemüse.JPG
    Gerücht 6: Mehr Obst und Gemüse senken Körpergewicht

    Grünzeug allein ist nicht alles: Eine Umstellung hin zu mehr Obst und Gemüse ist zwar generell gesund, ein positiver Effekt aufs Gewicht stellt sich aber erst in Kombination mit Sport oder weniger Süßkram ein.

    Thinkstock

  • Diät_Stillen.JPG
    Gerücht 7: Stillen gegen Übergewicht

    Stillen mag viele Vorteile für Mutter und Kind haben, diesen aber nicht: Lange Muttermilch zu füttern, ist keine Garantie dafür, dass das Kind später schlank bleibt.

    Thinkstock

  • Diät_Dicke kinder.JPG
    Gerücht 8: Kinder sind so dick wie ihre Eltern

    Die (Ernährungs-)Erziehung entscheidet darüber, ob ein Kind übergewichtig wird oder nicht? Nein - einen größeren Einfluss haben wissenschaftlichen Untersuchungen nach die Gene der Kleinen.

    Thinkstock

  • Diät_Schlafen schlank.JPG
    Gerücht 9: Schlank im Schlaf

    Zu schön, um wahr zu sein? Doch dieser Mythos stimmt: Eine längere Schlafdauer bringen Studien in Verbindung mit einem niedrigeren BMI.

    Thinkstock

  • Diät_Spätes Essen.JPG
    Gerücht 10: Spätes Essen macht dick

    Die Erfahrung mancher Abnehmkandidaten sagt, dass die abendliche Pizza besonders anschlägt - sie schwören auf das sogenannte Dinner Cancelling zur mühelosen Gewichtsreduktion. Viele Ernährungsexperten raten denn auch, Kohlenhydratreiches eher früh am Tag zu sich zu nehmen. Der Grund: Nachts wird nur Fett verbrannt, wenn der Insulinspiegel niedrig ist - was erst nach einigen Stunden ohne Nahrungszufuhr der Fall ist.

    Thinkstock

  • Diät_Wasser.JPG
    Gerücht 11: Wer viel Wasser trinkt, nimmt schneller ab

    Stimmt nur teilweise: Literweise Wasser in sich hineinzuschütten, spült Mineralstoffe aus dem Körper. So etwas wie Schlacken gibt es im menschlichen Körper nicht, ein bis zwei Liter Wasser pro Tag genügen. Wer gezielt vor den Mahlzeiten ein oder zwei kleine Gläser trinkt, fühlt sich schneller satt - gut für die schlanke Linie.

    Thinkstock

  • Halsschmerzen_Behandlung_Kartoffeln.jpg
    Gerücht 12: Kartoffeln machen dick

    Eine Portion von 150 Gramm gekochten Kartoffeln hat gerade mal 103 Kalorien. Alls Pellkartoffeln sind die heimischen Knollen ideal zum Abnehmen, zum Beispiel mit Quark zubereitet. Und der Körper liebt Kartoffeln, denn er verstoffwechselt sie basisch.

    Thinkstock

  • mythen08_100919562.jpg
    Gerücht 13: Die Poren beim Fleisch müssen sich schließen

    Das stimmt so nicht, denn Fleisch hat keine Poren, sondern Muskelfasern. Es soll dennoch heiß angebraten werden, damit die Oberfläche verschmort und sich dabei die Aminosäuren mit den Zuckermolekülen verbinden. Dabei entstehen ein paar hundert verschiedene Geschmacksmoleküle, die so genannten Röstaromen.

    Thinkstock

  • mythen06_137881991.jpg
    Gerücht 14: Zucker raubt uns Vitamin C

    Das stimmt so nicht. Lediglich das Vitamin B1 wird vom menschlichen Stoffwechsel benötigt, um den Zucker in Energie zu verwandeln.

    Thinkstock

  • mythen07_104829078.jpg
    Gerücht 15: Rohkost enthält viele Vitamine

    Das ist eine Pauschalisierung, die ebenfalls so nicht ganz stimmt. Erst wenn Sie Rohkost und Salat mit einem Dressing beispielsweise "anmachen", erhält der Körper das Komplettpaket, mit dem er die in dem rohen Gemüse die für ihn notwendigen Nährstoffe für sich aufsplitten kann. Wird die Rohkost erhitzt, kann das bei manchen Gemüsen sogar besser für den Menschen sein, weil die Zellwände aufbrechen und er die Nährstoffe besser verarbeiten kann. Es kommt also ganz darauf an - wie meistens.

    Thinkstock

  • mythen05_110934649.jpg
    Gerücht 16: Olivenöl darf nicht erhitzt werden

    Genau das Gegenteil ist der Fall: natives Olivenöl kann Temperaturen von bis zu 180 Grad vertragen. Sofern es raffiniertes Öl der Olive ist, dann hält es sogar bis 230 Grad stand. Oder irrt ganz Italien?

    Thinkstock

  • mythen04_57306678.jpg
    Gerücht 17: Nudeln machen happy

    Es sind nicht die Nudeln selbst, sondern die darin enthaltenen Kohlenhydrate. Die sind aber auch in Brot und Kartoffeln enthalten oder Süßkram. Was beim Verzehr von Kohlenhydraten glücklich macht, ist der Botenstoff Serotonin, der im Gehirn entsteht.

    Thinkstock

  • mythen03_200289549-001.jpg
    Gerücht 18: Milch verschleimt

    Es hält sich hartnäckig das Gerücht, dass Milch unsere Atemwege verschleimt. Dafür gibt es jedoch wissenschaftliche keinerlei Beweise. Wer sie also verträgt, der kann sich ruhig sein Glas Milch am Tag oder den Schluck im Kaffee gönnen!

    Thinkstock

  • mythen01_80622199.jpg
    Gerücht 19: Salz ist ein Gewürz

    Von wegen! Salz ist ein Mineral, das in großen Mengen genossen das Risiko für Schlanganfall und Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht. Wirklich würzen sollte der Koch mit Kräutern - und erst am Tisch darf der Esser wenig nachsalzen. Das wäre ideal.

    Thinkstock

  • mythen02_86490145.jpg
    Gerücht 20: Käse schließt den Magen

    In Frankreich wird er zum Abschluss eines Mahls in kleinen Stücken gegessen - womöglich rührt daher sein Ruf. Da Käse oftmals sehr fett ist, sorgt er für ein ordentliches Sättigungsgefühl. Da der Magen fetthaltige Speisen langsamer an den Darm "abgibt", ist der Esser länger satt. Und würde der Franzose nun den fetten Käse schon zu Beginn verspeisen, dann bliebe kein Appetit mehr für die restlichen leckeren Schmankerl der französischen Küche. Schlau, unsere Nachbarn!

    Thinkstock

  • mythen09_95708018.jpg
    Gerücht 21: Nahrung hat heute weniger Nährwert

    Es wurden aktuelle Mittelwerte mit den Angaben früherer Nährwerttabellen verglichen. Dabei kam zutage, dass es über die vergangenen 50 Jahre nur geringe Schwankungen im durchschnittlichen Nährwertgehalt gab.

    Thinkstock

Autor: dpa / sl
Letzte Aktualisierung: 24. August 2012

Fitness: Was sagt mein Körper?

Hand aufs Herz: Wie fit sind Sie eigentlich?

mehr...
Expertenrat Sportmedizin

Konkrete Frage? Wenden Sie sich an unsere Experten

Zum Expertenrat
Stichwortsuche in den Fragen und Antworten unserer Community

Durchstöbern Sie anhand der für Sie interessanten Begriffe die Beiträge und Foren in der Lifeline-Community.

Neueste Fragen aus der Community

Zum Seitenanfang