Sporttrend fürs Gleichgewicht

Slackline – Balanceakt auf dem Wackelseil

Der Trendsport stärkt Koordination, Muskeln und Gleichgewicht

Ob im Stadtpark, hoch auf dem Berg oder bei "Wetten, dass..?": Slackline ist Trend. Die Balance zu finden, macht Spaß und ist ein höchst effektives Training für den Gleichgewichtssinn.

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Auf der Slackline müssen Kopf und Körper Höchstleistungen bringen.
©iStock.com/Gewitterkind

Mit dem kindlichen Balancieren auf Baumstämmen und Bordsteinen hat Slacklinen denkbar wenig zu tun: Es mag nach jahrelangem Training zwar mühelos wirken, was Slackliner auf den wenige Zentimeter breiten Gurtbändern veranstalten. Tatsächlich aber leisten Muskeln, Gleichgewicht und Koordination auf der Line Schwerstarbeit. Wer einen dieser Punkte erreichen will, gern an der frischen Luft ist und vielleicht sogar gern Zuschauer hat, sollte Slacklining eine Chance geben.

Der Balanceakt erfordert viel Konzentration, dient aber zugleich der Kräftigung und verbessert die Stabilität des Körpers, erläutert Professor Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule Köln. Der Körper eines Slackliners ist dabei permanent um Ausgleich bemüht, so gut wie alle Muskelgruppen werden gefordert.

Was Slackline-Anfänger wissen sollten

Mit Slacklining anfangen kann dabei fast jeder, denn außer dem dünnen Band und zwei Bäumen oder anderen Befestigungsmöglichkeiten ist an Ausrüstung nichts weiter nötig. Um Verletzungen bei Stürzen zu vermeiden, sollten Neulinge ihre Slackline aber nicht höher als 30 bis 40 Zentimeter über dem Boden spannen.

Am besten trainineren Slackliner barfuß – so lässt sich die Balance leichter halten. Froböse empfiehlt zudem, sich zu Beginn von anderen helfen zu lassen. Für Anfänger sei es Herausforderung genug, im Stehen das Gleichgewicht nicht zu verlieren. Später könne man versuchen, auf dem Band zu gehen. Wer sich sicher genug fühlt, vergrößert dann den Abstand zum Boden oder probiert Tricks aus: Drehungen zum Beispiel, das Stehen auf einem Bein oder das Hinknien und Aufstehen. Wenn das nicht klappen will, bloß nicht entmutigen lassen – für Fortschritte beim Slacklining ist einige Trainingszeit nötig.

Rodeo- und Highline bieten Profis Abwechslung

Und wem das "normale" Slacklinen – auch Trick- oder Lowlinen genannt – generell zu langweilig wird, den locken verschiedene Variationen: etwa die Highline, die in bis zu Hunderten Metern Höhe gespannt und nur mit Sicherung überquert wird. Oder Freestyle- und Rodeolines, die lockerer hängen und es zum Beispiel erlauben, größere Schwünge auszuführen.

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Wörtlich bedeutet Slackline soviel wie schlaffes Band – was der Gurt oder Schlauch bis zu einem gewissen Grad auch sein muss. Das Slacklinen oder Slacken hat eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Seiltanz von Zirkusartisten, wobei das Seil bei Letzterem viel straffer gespannt ist. Als eigenständige Sportart ist der Balanceakt auf dem langen Band sehr jung: Slacklining entstand um die 1970er Jahre herum in den USA. Es entstand als "Nebenbeschäftigung" des Klettersports.

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