Alternativen zum Rasieren

Dauerhafte Haarentfernung: Methoden und Kosten

Mit einer dauerhaften Haarentfernung sollen Haare permanent entfernt werden und nicht mehr nachwachsen. Mit den heute zur Verfügung stehenden Verfahren gelingt das mittlerweile an fast jeder Körperstelle. Doch welche Methoden gibt es und worauf sollte man achten?

Frau lässt dauerhafte Haarentfernung machen
Mit einer dauerhaften Haarentfernung verschwinden Körperhaare langfristig.
© Getty Images/AvGusT174

Eine glatte Haut und möglichst wenig sichtbare Körperbehaarung entspricht nach wie vor dem gängigen Schönheitsideal. Beim Rasieren werden die Haare lediglich gekürzt, sie wachsen also normal weiter. Wer sich nicht regelmäßig rasieren möchte, für den kann eine dauerhafte Haarentfernung infrage kommen. Hier werden die Haarwurzeln zerstört, sodass die Haare in der Regel nicht mehr nachwachsen.

Artikelinhalte im Überblick:

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Dauerhafte Haarentfernung mit Laser

Um unerwünschte Haare oder übermäßigen Haarwuchs loszuwerden, kann die dauerhafte Haarentfernung mit Laser angewendet werden. Haare enthalten das Farbpigment Melanin, welches das Laserlicht aufnimmt und in Hitze umwandelt. Bei einer Temperatur über 60° Celsius werden die Proteine in den Haarzellen dauerhaft zerstört. Das gilt auch für die Haarwurzeln und Haarfollikel, sodass das Haar nicht mehr nachwachsen kann.

Das Ergebnis der Haarentfernung per Laser hängt von der Art der Haare und der Haut ab, wie dicht der Haarwuchs und wie groß das zu behandelnde Hautareal ist. Am besten funktioniert die Laser-Haarentfernung bei heller Haut und dunklen Haaren – bei hellblonden Haaren sind meist nicht genügend Pigmente für den Laser vorhanden.

Mit dem Laser können folgende Körperteile behandelt werden:

  • Gesicht
  • Hals
  • Achseln
  • Armen
  • Beine
  • Bikinizone
  • Brust
  • Rücken

Kosten für die dauerhafte Haarentfernung mit Laser

In der Regel sind fünf bis sieben Behandlungen im Abstand von drei bis sechs Wochen notwendig. Denn das Haar kann nur dann erfolgreich verödet werden, wenn es sich gerade in der Wachstumsphase befindet. Während dieser Zeit sollten dann die Behandlungen stattfinden. Vor der Behandlung sollte das betreffende Hautareal nur rasiert, die Haare nicht mit einer anderen Methode entfernt werden. Einige Wochen vor und nach der Laser-Haarentfernung benötigt die behandelte Hautpartie ausreichend Sonnenschutz.

Um schwerwiegende Nebenwirkungen wie Entzündungen, Pigmentstörungen oder Verbrennungen zu vermeiden, sollte die Laser-Haarentfernung in erfahrenen Praxen durchgeführt werden. Das geht in der Regel mit höheren Kosten einher – die Preise variieren je nach Praxis. In den meisten Fällen übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen nicht die Kosten für die Laserbehandlung, Ausnahmen können aber zum Beispiel ein krankhafter, übermäßiger Haarwuchs sein.

Lichtimpulse (IPL) zur dauerhaften Haarentfernung

Auch bei der Haarentfernung mit IPL (Intense Pulsed Light, Lichtimpulse) wird Licht verwendet, das vom Melanin absorbiert, in Wärme umgewandelt wird und dadurch das Haar samt Wurzel zerstört. Anders als beim Laser, der seine Energie nur auf die Haarfollikel konzentriert, handelt es sich bei IPL um eine breitbandig gepulste Lichtquelle. Das weiße Licht wird von einer starken Blitzlampe erzeugt und wirkt auch auf die umliegende Haut ein.

Dadurch ist mit der IPL eine großflächige Behandlung möglich, während der Laser mehr zur Haarentfernung von kleinen Hautarealen geeignet ist. Auch bei der IPL werden nur Haare zerstört, die sich gerade in der Wachstumsphase befinden, weshalb die Behandlung nach sechs bis acht Wochen wiederholt wird. Damit werden auch Haarwurzeln zerstört, die sich davor in der Übergangs- oder Ruhephase befanden. Für eine dauerhafte Haarentfernung sind mehrere IPL-Sitzungen notwendig, je nach Größe des behandelten Areals und der Stärke des Haarwachstums.

Die Kosten pro Sitzung richten sich ebenfalls nach der Größe des Hautbereichs und liegen ungefähr zwischen 50 und 160 Euro. Nur bei medizinischer Indikation übernehmen die Krankenkassen die Behandlungskosten. Je dunkler das Haar und, umso heller die Haut, desto besser fällt die Wirkung der IPL aus. Grauen und sehr blonden Haaren fehlt Melanin, deshalb ist hier eine Behandlung nicht möglich. Inzwischen gibt es auch verschiedene IPL-Geräte für die Anwendung zu Hause.

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Dauerhafte Haarentfernung: Nadel- oder Elektroepilation

Bei dieser Methode zur dauerhaften Haarentfernung wird in jeden Haarkanal bis zum Haarfollikel eine dünne, sterile Einwegnadel eingeführt. Durch einen Stromimpuls wird der Follikel dann mittels Elektrolyse oder Thermolyse zerstört. Der Stromimpuls wird nur gesetzt, solange die Nadel im Haarkanal ist, damit die umliegende Haut nicht geschädigt wird. Das Haar wird anschließend mit einer Pinzette herausgezogen. In der Regel sind vier bis sechs Behandlungen im Abstand mehrerer Wochen notwendig, um alle Haare dauerhaft zu entfernen. Pro Stunde kostet die Nadelepilation zwischen 60 und 120 Euro.

Anders als bei einer Laser- oder IPL-Behandlung können mit der Nadelepilation auch helle Haare entfernt werden. Zudem spielt der Hautton keine Rolle. Für ein optimales Ergebnis sollten die Haare ein paar Millimeter lang sein. Ein paar Tage lang sollte die behandelte Haut nicht mit Hitze oder Wasser in Berührung kommen, Sonnenbäder sollten ebenfalls für ein paar Wochen vermieden werden.


Risiken und Komplikationen der dauerhaften Haarentfernung

Grundsätzlich ist die professionell durchgeführte dauerhafte Haarentfernung mit wenigen Risiken verbunden. Bei allen Methoden kann es nach der Behandlung zu vorübergehenden Rötungen der Haut kommen. Auch ein Kribbeln oder leichte Schmerzen können an den behandelten Stellen auftreten. Moderne Geräte sind meist mit einer Kühlvorrichtung ausgestattet, sodass die Schmerzen bereits während der Behandlung reduziert werden können. Mögliche Komplikationen beim Einsatz von Laser, Blitzlampe und Nadelepilation sind Verbrennungen der Haut – deshalb sollte die Haarentfernung nur von entsprechend geschultem und erfahrenem Personal durchgeführt werden.

Langfristige Haarentfernung für zuhause

Auch wenn eine dauerhafte Haarentfernung Zuhause nicht möglich ist, gibt es kostengünstigere Alternativen zur professionellen Haarentfernung – die dann auch langfristiger sind als Rasieren. Denn dabei werden die Haare ja nur gekürzt. Um aber die Haare samt Wurzel auszureißen, eignen sich andere Methoden. Dadurch wachsen die Haare im Schnitt erst nach etwa vier Wochen sichtbar wieder nach.

Möglichkeiten zur langfristigen Haarentfernung:

  • Epilieren: Mit dem Epilierer werden die Haare einzeln erfasst und ausgerissen. Anfangs erleben viele Menschen das Epilieren als sehr schmerzhaft. Mit der Zeit gewöhnt sich der Körper allerdings an die Art der Haarentfernung, der Schmerz wird weniger intensiv empfunden.

  • Sugaring: Die zu entfernenden Haare werden mit einer zähflüssigen Paste aus Zucker, Zitronensaft und Wasser bestrichen. Dann werden die Haare lediglich mit der Masse entfernt, ohne Papierstreifen wie beim Waxing.

  • Waxing: Hier besteht die Masse aus Wachs, das mit der Haarwuchsrichtung aufgetragen und dann entgegen der Wuchsrichtung mit einem Papierstreifen abgezogen wird. Die meisten Menschen empfinden Waxing als schmerzhafter als Sugaring.

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Beratender Experte
Herr Dr. med. Oliver Mainusch

Facharzt für Haut u. Geschlechtskrankheiten in Velbert

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