Ernährung und Zeugungsfähigkeit

Mittelmeerdiät tut Spermien gut

Neuere Studien haben einen weiteren Pluspunkt der Mittelmeerdiät offenbart: Frischer Fisch, Früchte und Gemüse steigern nicht nur Qualität, sondern auch Schnelligkeit männlicher Spermien. Und japanische Wissenschaftler wiederum stellten fest, dass moderater Sport denselben Effekt zeigte.

Mittelmeer-Diät tut Spermien gut
Frischer Fisch, Früchte und Gemüse steigern nicht nur Qualität, sondern auch Schnelligkeit männlicher Spermien!

Diese Ergebnisse haben vor kurzem Reproduktionswissenschaftler der Harvard Universität zutage gebracht. Ihre Studien wurden von der US-amerikanischen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin in Orlando, Florida, vorgestellt.

In einer der Studien hat ein Team um Audrey Gaskins aus Boston die Qualität der Spermien bei 188 jungen Männern geprüft und mit ihren Angaben zur täglichen Ernährung verglichen. Es wurden dabei die Samenzellen auf ihre Anzahl im Ejakulat sowie auf Form und Bewegungseigenschaften überprüft. Es gab unter den Probanden zwei Arten von Essern: Einmal diejenigen, mit der eher "westlichen" Art zu essen mit viel rotem Fleisch, Wurst, Pizza, Snacks, Weißmehl, Zucker und Limonade. Das andere Mal diejenigen, die ähnlich wie bei der Mittelmeerdiät viel Fisch, Obst, Gemüse und Vollkornprodukte zu sich nahmen.

Zusammenhang von Ernährung und Spermienqualität

Egal, um welche Gruppe es auch ging: Weder in ihrer Anzahl noch in Bezug auf ihre Form zeigten die Spermien der Probanden Unterschiede. Einzig bei der Beweglichkeit gab es Auffälligkeiten. Bei den Männern, die sich ungesund ernährten, waren die Samenzellen weniger agil. Doch genau das ist entscheidend, wenn ein Spermium eine Eizelle "knacken" soll. Da es jedoch eine verhältnismäßig kleine Studie war, gibt sich Gaskins bescheiden: "Alles, was wir zum jetzigen Zeitpunkt sagen können, ist, dass es einen Zusammenhang zwischen der Ernährung und der Qualität der Spermien gibt."

Transfette verringern Spermienanzahl

Die zweite Studie befasste sich mit den Transfetten und ob sie sich auf die Qualität von Spermien auswirken mit insgesamt 100 Probanden. Männer, die transfettreiche Nahrung zu sich nahmen über Blätterteigteilchen, Pommes oder andere industriell gefertigte Lebensmittel, konnten eine deutlich geringere Zahl an Spermien in ihrem Ejakulat aufweisen. "Wir beginnen eine bessere Vorstellung davon zu bekommen, inwiefern die Ernährung Einfluss auf die Fruchtbarkeit von Männern nimmt. Viele dieser Vorgänge verstehen wir jedoch noch nicht", wird Studienautor Jorge Chavarro zitiert. Zumindest scheint klar, dass Junkfood für mehr Dinge schädlich ist, als bislang angenommen.

 

Wissenschaftler der Universität im japanischen Yamaguchi wiederum konnten nachweisen, dass die Beweglichkeit von Spermien besser ist bei den Männern, die moderaten Sport trieben anstelle von Leistungssport.

Autor: sl / Lifeline
Letzte Aktualisierung: 09. November 2011
Quellen: Time/ www.fertstert.org/supplements / http://healthinfo.sentara.com/healthnews/healthday/111017HD657865.htm

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