Abnehmen nach dem Ampelprinzip

Idealdiät

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Die Idealdiät trägt ihren Namen zu Recht, denn sie wirkt, egal, ob sich Teile von ihr wissenschaftlich belegen lassen oder nicht.
(c) Ryan McVay

Die Idealdiät kombiniert drei Abnehmformen nach dem Ampelprinzip: Fett sparen, Lebensmittel mit niedrigem glykämischen Index essen und viel Bewegung. Auf Lifeline erfahren Sie, wie diese Diät funktioniert und welche Vor- sowie Nachteile sie hat.

Unter den Schlankheitsdiäten ist diese Abspeckmöglichkeit relativ neu: Die Ernährungswissenschaftler Michael Hamm und Friedrich Bohlmann haben sie im Jahr 2010 entwickelt. Dabei nutzen die beiden Experten bewährte Diätprinzipien: viel Bewegung, ungünstiges Fett reduzieren wie bei der Low-Fat-Diät und Lebensmittel mit niedrigem glykämischen Index bevorzugen (Glyx-Diät). Ein niedriger glykämischer Index soll garantieren, dass der Blutzuckerspiegel auf niedrigem Niveau bleibt und damit Hungerattacken verhindert werden. Mit der Idealdiät lassen sich ohne Hunger bis zu einem Kilogramm Übergewicht pro Woche abbauen.

Das Prinzip der Idealdiät

Damit die Diät möglichst einfach durchzuführen ist, nicht jedes Mal Fettgehalt und glykämischer Index nachgeschlagen werden müssen, sind Lebensmittel nach dem Ampelprinzip gekennzeichnet: Grün steht für wenig Fett und geringem glykämischen Index, also Gemüse, die meisten Obstsorten und Vollkornprodukte. Davon darf viel gegessen werden. Gelb kennzeichnet Lebensmittel, die nur bedingt empfehlenswert sind, etwa Eier, Käse und Fisch. Sie dürfen nur eingeschränkt konsumiert werden. Alles, was die Farbe Rot trägt, ist fettreich und sollte nur ausnahmsweise auf den Tisch kommen - etwa Pommes, Pizza, Lasagne, Schokolade oder Fertiggerichte.

So funktioniert die Idealdiät

Die Idealdiät ist auf mindestens 28 Tage angelegt, wer will, kann sie jedoch länger durchführen. Ihre Entwickler haben eine Reihe von Rezepten in einem Buch ('Die Idealdiät' im Goldmann Verlag) veröffentlicht. Dabei sind die Gerichte nach Farben geordnet. Grün gekennzeichnete Rezepte gibt es in den ersten vier Wochen – also viel Pflanzenkost. Mindestens zwei Liter Wasser pro Tag trinken sind ein Muss. Ab und zu darf am Abend auch mal eine Weißweinschorle getrunken werden. Nach den ersten vier Wochen dürfen Sie auch gelbe Rezepte und manchmal auch rote genießen.

Täglich steht Sport auf dem Programm, Gymnastik und leichtes Ausdauertraining wie Nordic Walking. Für Untrainierte sehen die Autoren auch ein sechswöchiges Sport-Einstiegsprogramm vor. Selbstverständlich dürfen Sie mehr von den gelben oder roten Lebensmitteln essen, wenn Sie ausgiebig Sport treiben.


Ein Tag der Idealdiät sieht beispielsweise so aus:

Morgens: Müsli mit Beeren

Zwischenmahlzeit: Joghurt mit frischem Obst (außer Weintrauben oder Banane)

Mittag: Putenschnitzel natur mit Gemüse

Nachmittags: Buttermilch und eine kleine Handvoll Walnüsse oder Mandeln

Abends: Vollkornbrot mit Quark und Tomaten

Zusätzlich soll mindestens eine halbe Stunde trainiert werden, und zwar schweißtreibend.

Pro und Contra Idealdiät

Diese Ernährungsform baut auf gesunde Weise langsam und schonend Übergewicht ab. Es treten keine Hungerattacken auf. Die ausgewogene Mischkost versorgt den Körper mit allem, was er braucht. Allerdings sollte jeder, der sich für diese Diätform entscheidet, gerne kochen. Denn alle Mahlzeiten müssen frisch zubereitet werden. Einziger negativer Aspekt der Idealdiät ist, dass sie sich nur dann ganz einfach durchführen lässt, wenn die entsprechenden Bücher gekauft werden – zum Basisbuch gibt es inzwischen auch ein „Idealdiät Kochbuch“. Nur hier finden sich die entsprechenden Rezepte nach Farben geordnet. Ohne diese Hilfen ist es relativ schwierig, abwechslungsreiche Rezepte mit geringem Fettanteil und niedrigem glykämischen Index zu finden. Vom wissenschaftlichen Standpunkt her ist übrigens abnehmen unter dem Aspekt glykämischer Index umstritten.

Fazit: Die Idealdiät trägt ihren Namen zu Recht, denn sie wirkt, egal, ob sich Teile von ihr wissenschaftlich belegen lassen oder nicht. Sie müssen sich dafür zwar etwas Zeit nehmen, können aber sicher sein, auf diese Weise gesund abzunehmen – was sonst nur für die wenigsten Diäten zutrifft.

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Autor: Monika Preuk / Lifeline
Letzte Aktualisierung: 15. Januar 2013

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