Dicke Festtagspfunde

Schnell abnehmen nach Feiertagen

Diät unter dem Christbaum
Genießen Sie bewusst: Bei schlechtem Gewissen verzichten Sie lieber gleich.
Getty Images/Brand X

Mit einem oder zwei Fastentagen lassen sich die Spuren der weihnachtlichen Schlemmereien rasch beseitigen, bevor sich das Übergewicht richtig festsetzt. Das funktioniert ganz einfach.

Es gibt wohl kaum jemanden, der nach Feiertagen nicht ein paar Pfunde zu viel auf die Waage bringt. Durchschnittlich ein bis zwei Kilogramm nimmt jeder Deutsche durch Weihnachtsgans, üppige Soßen, Desserts und Weihnachtsgebäck zu. Einfach diese unerwünschte Nebenwirkung der Feiertage zu ignorieren, könnte fatale Folge haben. Weil wir uns im Winter weniger bewegen als im Sommer, kann sich das Übergewicht festsetzen und mit den nächsten Feiern in Folge – Karneval bzw. Fasching – sogar noch schlimmer werden.

Übergewicht mit Schalttagen ausbremsen

Am besten die Kalorienzufuhr für ein oder zwei Tage reduzieren ist in diesem Fall ein bewährtes Rezept. Der so genannte Schalttag sieht 800 kcal vor. Essen dürfen Sie dabei nur ungesalzenen Reis, Kompott, Obst und Gemüse. Diese Lebensmittel sind kaliumhaltig und entwässern dadurch stark. Davon dürfen Sie sich satt essen. Sehr süße Obstsorten wie etwa Bananen, Trockenobst, aber auch Weintrauben, sollten Sie dabei meiden. Besser sind Zitrusfrüchte, Äpfel und Beeren. Beim Gemüse entwässern die meisten Sorten ideal – Gurke, Tomate, Balttsalate, Lauch, Paprika, Kohlrabi, Fenchel.

Schon nach sechs Stunden geht es ans Fett

Achten Sie darauf, dass zwischen den Mahlzeiten mindestens sechs Stunden verstreichen. Erst nach diesem Zeitraum sind in der Leber die Zuckerspeicher verbraucht und erst danach werden die Fettdepots als Energiequellen angegriffen. Trinken sollten Sie während der Schalttage möglichst viel, mindestens drei Liter: Kräutertee, Mineralwasser, verdünnte Saftschorle (im Verhältnis ein Teil Saft zu zwei Teilen Wasser). Sie müssen nicht befürchten, dass dadurch der Körper wieder Wasser speichert. Die salzlose Kost verhindert das. Die viele Flüssigkeit ist wichtig, um die beim Abbau von Fettdepots sich lösenden Schadstoffe und Harnsäure aus dem Körper zu befördern.

Morgens Reis mit Apfelmus

Der Speiseplan für einen Reistag könnte wie folgt aussehen:

  • Starten Sie morgens mit 50 Gramm Reis (Rohgewicht), kochen Sie ihn nach Vorschrift und essen Sie ihn mit einer großen Portion Apfelmus. Sie können es nach Ihrem Geschmack verfeinern, etwa mit Zimt, Nelken, Kardamom und wer möchte, mit etwas flüssigem Süßstoff.

  • Am frühen Nachmittag gibt es dann wieder eine große Portion Reis, diesmal mit  gekochten Zwiebeln-, Lauch- und Paprikagemüse. Würze verleihen hier frische Kräuter, denn Salz ist am Schalttag ja strikt verboten.

  • Abends gibt es nochmals Reis, je nach Vorliebe mit Obst (beispielsweise Tiefkühlhimbeeren oder Ananas) oder Gemüse und Salat.

Fastentage nicht länger durchführen

Auf diese Weise verlieren Sie mindestens ein Kilogramm Übergewicht. Allerdings sollten Schalttage sich nicht über einen längeren Zeitraum ausdehnen. Wie der Name schon sagt, handelt es sich um einzelne Fastentage, die zwischendurch mal eingelegt werden können. Wer sich länger auf diese Weise ernährt, riskiert Nähr- und Vitalstoffmangel. Darüber hinaus droht die Jo-Jo-Falle. Denn nach drei Tagen starker Kalorienreduktion schaltet der Körper seinen Stoffwechsel um. Er senkt den Grundumsatz rapide. Mit diesem Notprogramm gelingt es dem Körper, trotz geringer Kalorienzufuhr noch einigermaßen zu funktionieren. Erhält er dann nach einigen Tagen wieder mehr Energie zugeführt, speichert er diese sofort in neuen Fettdepots an.

Lassen Sie es also bei einem oder höchstens zwei Schalttagen. So gehen Sie sicher, dass Sie nur die positiven Seiten des Fastens, die Gewichtsabnahme erleben und nicht die negativen, wie den Jo-Jo-Effekt. Um schnell mal nach den Feiertagen etwas Übergewicht abzubauen, sind zwei Schalttage jedoch ideal. Oder Sie nutzen Schalttage einmal im Monat und halten damit Ihr Gewicht dauerhaft unter Kontrolle.

Autor: Monika Preuk
Letzte Aktualisierung: 26. Dezember 2013

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