Mineralstoffe

Welches Mineralwasser ist gut für mich?

Mineralwasser ist mehr als ein kalorienfreier Durstlöscher. Stimmen Art und Menge der gelösten Mineralstoffe, kann es eine sinnvolle Ergänzung zu einer ausgewogenen Ernährung sein. Besonders in Situationen, in denen der Körper etwas mehr Mineralien braucht, wie zum Beispiel beim Sport, in der Schwangerschaft oder beim Abnehmen.

Welches Mineralwasser ist gut für mich?
Sportler sollten beim Mineralwasser auf einen hohen Natriumgehalt achten.
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Die Geschmäcker sind verschieden: ob mit viel Sprudel zum Mischen mit Säften, oder lieber die stille Variante als Begleiter beim Sport, vielleicht auch natriumarm zur Zubereitung von Babynahrung? Auch wenn dies alles eigentlich ja nur Wasser ist, sind die Unterschiede zwischen den verschiedene Mineralwassern, die auf dem Markt angeboten werden, schon beim ersten Schluck sofort klar. Im Juni 2012 hat die Stiftung Warentest 68 natürliche Mineralwässer mehr als nur verkostet und festgestellt, dass manchmal ein Glas Leitungswasser die bessere Wahl gewesen wäre: geringster Mineraliengehalt, dafür eine Extraportion Keime - darauf können Sie bei einer gesunden Ernährung verzichten.

Aber Mineralwasser ist nicht gleich Mineralwasser. Der Unterschied im Gehalt an Mineralstoffen ist erheblich. Deshalb ist auch nicht jedes Wasser für jeden gleich geeignet und manches ist in bestimmten Situationen besonders zu empfehlen. Doch für alle ist Mineralwasser ein gesunder kalorienfreier Durstlöscher. Es versorgt den Körper nicht nur mit der nötigen Flüssigkeit, sondern auch mit Mineralstoffen und Spurenelementen.

Sportler brauchen Mineralwasser mit viel Natrium

Auf einen hohen Natriumgehalt im Mineralwasser sollten Sportler achten. Denn beim Schwitzen geht nicht nur viel Flüssigkeit, sondern auch viel Natriumchlorid verloren. Ideal ist ein Mineralwasser, das mehr als 200 Milligramm Natrium pro Liter enthält. Wird dieses Wasser mit Fruchtsaft gemischt, so liefert das Mixgetränk nicht nur Flüssigkeit und Mineralstoffe, sondern auch rasch verfügbare Kohlenhydrate, die die Leistung steigern. Menschen, die unter Bluthochdruck leiden und deshalb sparsam mit Natriumchlorid (Salz) umgehen müssen, sollten ein solches Mineralwasser eher stehen lassen. Ein Mineralwasser, das weniger als 20 Milligramm Natrium pro Liter enthält, ist für sie die bessere Wahl.

Kalzium beugt Osteoporose vor

Kalzium stärkt die Knochen. Es ist besonders wichtig zur Vorbeugung und Therapie von Osteoporose. Auch schwangere und stillende Frauen brauchen mehr von diesem Nährstoff. Milch und Milchprodukte sind optimal für eine kalziumreiche Ernährung. Eine gute kalorienfreie Ergänzung können kalziumreiche Mineralwasser mit mehr als 400 Milligramm des Mineralstoffs Kalzium pro Liter sein.

Mineralstoffe:  Magnesium gegen Stress

Bei Dauergestressten, die wenig Zeit für eine gesunde Ernährung haben, wird der Magnesiumvorrat des Körpers stark beansprucht. Auch sehr viel Sport kann einen Mangel an Mineralstoffen hervorrufen. Das gleiche gilt für alle, die ständig Medikamente einnehmen müssen. Schwerer Magnesiummangel zeigt sich in Muskelschwäche, Zittern und manchmal auch Krämpfen. Hier sind Mineralwasser mit mehr als 100 Milligramm Magnesium pro Liter sinnvoll.

Stilles Mineralwasser schont den Magen

Mineralwasser mit wenig oder gar keiner Kohlensäure sollten diejenigen trinken, die einen empfindlichen Magen haben. Bestehen sonst keine Beschwerden ist die Zusammensetzung der Mineralstoffe nicht relevant.

Mineralwasser für die Allerjüngsten

Zur Zubereitung von Säuglingsnahrung sind nur solche Mineralwasser zu empfehlen, die einen entsprechenden Hinweis auf dem Flaschenetikett tragen. Übrigens ist die Angabe der Mineralstoffe auf dem Flaschenetikett freiwillig und vom Gesetzgeber nicht vorgeschrieben. Wer bei seinem Lieblingswasser keine Angaben über die Mineralstoffe auf der Flasche findet, sollte direkt beim Brunnenbetrieb nachfragen.

Leitungswasser: Wie gut ist es wirklich?

Leitungswasser gehört zu den bestkontrollierten Lebensmitteln überhaupt. Und es kommt für 0,1 - 0,2 Eurocent je Liter frei Haus. Leitungswasser wird in Deutschland zu rund drei Vierteln aus Grundwasser gewonnen, welches vor schädigenden äußeren Einflüssen normalerweise gut geschützt ist. Das Trinkwasser unterliegt einer strengen Kontrolle und die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung werden fast überall eingehalten. 

Praktischer Rat: Wer Bedenken hat, was die Qualität von Leitungswasser angeht, kann sich beim örtlichen Wasserwerk über die genaue Zusammensetzung des Wassers informieren. Mit einem Wasserfilter für den Hausgebrauch lassen sich geschmacksbeeinträchtigende Stoffe herausfiltern.

Alte Rohrleitungen können Leitungswasser belasten

Selbst wenn die Stadtwerke gesundheitlich unbedenkliches Wasser liefern, können Schwermetalle wie Blei und Kupfer aus den Rohrleitungen das Leitungswasser belasten. Das Material der Rohrleitungen und das Wasser reagieren miteinander: Weiches oder saures Wasser kann Metall aus den Leitungen lösen, hartes Wasser bildet dagegen auf der Rohroberfläche eine Schutzschicht. Bleirohre findet man heute nur noch in Altbauten. 

Praktischer Rat: Wer den Verdacht hat, das eigene Leitungswasser könnte durch Leitungsrohre mit Kupfer oder Blei belastet sein, kann eine Wasseranalyse in Auftrag geben. Zum Beispiel bei der Apotheke oder beim Wasserwerk.

Problemstoff Nitrat

Der Nitratgehalt von Leitungswasser ist gelegentlich in ländlichen Gebieten erhöht - als Folge der starken Düngung der Felder. Der Grenzwert von 50 Milligramm Nitrat pro Liter wird mittlerweile jedoch selten überschritten. Dieser Grenzwert gilt auch für Babys als unbedenklich. Medikamenten- und Hormonrückstände, die vereinzelt im Leitungswasser nachgewiesen wurden, sind so gering, dass von ihnen mit Sicherheit keine Gefahr ausgeht.

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