Hausmittel nach Quallenkontakt

Hautnahe Begegnung mit einer Feuerqualle

Im Spätsommer zieht es viele in tropische Gefilde. Familien mit Kindern, die noch nicht zur Schule gehen, machen in dieser Zeit dagegen oft Urlaub an den deutschen Meeren Nord- und Ostsee. Was beide gemeinsam haben: Sie könnten beim Baden sehr leicht Quallen begegnen.

Blaue Quallen
Diese Feuerqualle ist in Europa heimisch. Ihre Nesselkapseln können in der Haut eines Menschen eine allergische Reaktion hervorrufen.
© iStock.com/baona

Nord- und Ostseeurlauber bekommen während ihres Aufenthalts mit einiger Sicherheit mindestens eine Qualle zu Gesicht. Das ist zunächst einmal überhaupt nicht weiter schlimm, schließlich sind die Nesseltiere schön anzusehen. Denn nur wenige können dem Menschen ernsthafte Schmerzen zufügen, und noch seltener wird einem gesunden Erwachsenen eine Qualle gefährlich.

Umso wichtiger ist es, die Quallen der richtigen Art zuzuordnen. Feuerquallen etwa sind orange gefärbt und haben lange, dünne Tentakeln, mit denen sie ihre Beute betäuben. Beim Menschen löst der Kontakt mit diesen Nesselfäden Hautrötungen und schmerzhaftes Brennen aus. Vor solchen Exemplaren sollten Sie beim Schwimmen und Schnorcheln Reißaus nehmen.

Anaphylaktischer Schock durch Quallengift-Allergie

Viel häufiger sind jedoch Ohrenquallen: Sie sind durchsichtig und tragen gut sichtbar in der Mitte des Schirms vier ringförmige Geschlechtsorgane. Sie brennen nicht beim Hautkontakt und sind demnach harmlos für den Menschen.

Bei tropischen Quallen sieht das schon etwas anders aus. Hier gibt es einige Dutzend Sorten mit stärkeren Giften, die zu einem allergischen Schock und im schlimmsten Fall zum Tod führen können. Meist bleibt es jedoch selbst hier "nur" bei schmerzhaften Verbrennungen und Quaddeln durch die Nesselzellen der Qualle.

Hausmittel gegen Quallenstiche: Backpulver und Essig

Sollten Sie doch einmal beim Schwimmen in Kontakt mit einer Feuerqualle kommen, behandeln Sie den betroffenen Bereich am besten mit Brandsalbe oder einer antiallergischen Creme gegen Mückenstiche. Speiseessig oder Rasierschaum sollen ebenfalls helfen, genau wie .

Wenn nichts dergleichen zur Hand ist, sollten Sie zumindest die Nesselfäden mit Salzwasser abwaschen oder übrige Nesselkapseln vorsichtig mit einer Pinzette abzupfen. Benutzen Sie auf keinen Fall Süßwasser oder Alkohol, da sonst weitere Nesselkapseln platzen und ihr Gift freisetzen. Einen Arzt sollten Sie aufsuchen, wenn Unwohlsein oder allergische Reaktionen auftreten oder eine starke Hautreaktion einfach nicht verschwinden will. Merken Sie sich, wenn möglich, das Aussehen und die Größe des Tiers, damit Ihnen ein Arzt vor Ort präzise helfen kann.

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