Reisen mit Kind

Der erste Urlaub mit dem Baby

Wenn ein Baby das Licht der Welt erblickt, beginnt für die Eltern ein neuer Lebensabschnitt. Ab jetzt müssen Pläne, die früher ohne große Bedenken angegangen wurden, auf die Bedürfnisse des Nachwuchses abgestimmt werden. Dazu gehört auch der Urlaub. Reisen mit dem Baby? Was kompliziert klingt, ist eigentlich leicht. Denn egal ob Strandurlaub oder Bergtouren: Mit einer guten Organisation können Sie Ihren Urlaub mit dem Baby in vollen Zügen genießen.

Wann das Baby alt genug für den Urlaub ist, lässt sich pauschal nicht sagen. Wenn das Stillen oder Füttern keine Probleme bereitet, das Kind gesund ist und sich die Mutter fit fühlt, spricht nichts gegen das Reisen. Wenn Sie unsicher sind, können Sie sich an der Drei-Monats-Marke orientieren. Nach dieser Zeit sind Eltern und Kind in der Regel bereits gut aufeinander eingespielt, das Baby schreit nachts nicht mehr so viel und hat bereits zu einem Tag-Nacht-Rhythmus gefunden.

Das sollten Sie beim Urlaub mit Baby beachten

Ideale Zeiten um mit dem Baby in den Urlaub zu reisen, sind der Herbst oder Frühling. Die heißen Sommermonate sind weniger geeignet, weil die Hitze den Kreislauf des Kindes stark belasten kann. Denken Sie daran, Schutzimpfungen rechtzeitig vor Reisebeginn aufzufrischen, Informationen über Ärzte und Krankenhäuser am Urlaubsort einzuholen und gegebenenfalls Auslandskrankenscheine zu besorgen. Auch die Reiseunterlagen sollten natürlich nicht auf dem Nachttischchen liegen bleiben.

Wenn Das Baby noch voll gestillt wird, müssen Sie sich um die Versorgung im Urlaub nicht mehr kümmern. Das erspart mitunter eine Menge Ärger, denn nicht überall kann man Babynahrung kaufen. Ist das Kleinkind bereits auf Breikost umgestellt oder füttern sie zu, sollten Sie sich im Vorfeld erkundigen, ob es am Urlaubsort Babynahrung zu kaufen gibt. Um ganz sicher zu gehen, sollten Sie immer einen kleinen Vorrat an Nahrung mitführen.

Das ideale Transportmittel für den Urlaub mit Baby

Bei der Wahl des Transportmittels sollten Sie sich immer nach der Entfernung und Lage des Urlaubsortes richten, wenn sie mit dem Baby in den Urlaub fahren. Das Reisen mit dem Auto hat einige Vorteile. Dazu zählt neben dem großen Stauraum für das Gepäck auch die Unabhängigkeit von öffentlichen Verkehrsmitteln. Für temperamentvolle Kleinkinder sind lange Autofahren jedoch eine Tortur. Schnell langweilen sie sich und werden unruhig. Einige Eltern schwören darauf, nachts zu fahren und so die Schlafenszeit des Kindes zu nutzen. Wenn Sie lieber tagsüber fahren möchten, sollten Sie in jedem Fall darauf achten, dass das Kind ausreichend trinkt, keine Zugluft abbekommt oder überhitzt.

Mit der Bahn in den Urlaub zu reisen hat den großen Vorteil, dass sich alle frei bewegen können. Außerdem können sich Mutter und Vater bei der Beschäftigung mit dem Baby abwechseln. Schwierig wird es, wenn lärmempfindliche Personen in der Nähe sitzen. Doch der Ärger mit den Mitreisenden lässt sich verhindern: Die Bahn bietet Abteile speziell für Familien an. Hier ist für alles gesorgt. Neben einem Stellplatz für den Kinderwagen gibt es Krabbelflächen und Wickeltische. Wenn das Kind jünger als sechs Jahre ist, kann es übrigens kostenlos mitreisen. Kinder zwischen sechs und 14 Jahren müssen auf der Fahrkarte der Eltern eingetragen werden, um unentgeltlich mitreisen zu können.

Wollen Sie mit dem Flugzeug in den Urlaub reisen, sollte das Baby mindestens sechs Monate alt sein, da erst ab diesem Alter der Druckausgleich funktioniert. Sie sollten jedoch beachten, dass es im Flugzeug kaum Bewegungsmöglichkeiten, keine Wickeltische oder speziellen Kindersitze gibt. Auch die trockene Luft der Klimaanlagen und das unbekannte Gefühl beim Start und der Landung können Kindern zu schaffen machen. Fliegen Sie am besten zunächst nicht länger als drei Stunden. Der Vorteil des Fliegens: Wenn das Kind nicht älter als zwei Jahre ist, zahlen Sie nur zehn Prozent Aufpreis.

Endlich angekommen

Solange Sie für den Urlaub an Babys Lieblingsspielzeug, die richtigen Pflegemittel, die gewohnten Lebensmittel und den Schnuller gedacht haben, kann kaum etwas schief gehen. Die Unterkunft muss neben einem Baby-Bett eigentlich keine besondere Ausstattung haben. Einige Hotels bieten zusätzlich Wickeltische, Babyphone, Hochstühle und Leihkinderwagen an.

Autor: Springer Medizin
Veröffentlicht am: 01. November 2007
Letzte Aktualisierung: 23. November 2011

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