Regional, frisch, gesund: Die Sorte der Woche

Steckrüben: Kalorienarme Kolosse

Steckrüben sind viel unbekannter als Kohlrabi und Karotten. Dabei lässt sich das große Wintergemüse genauso einfach verarbeiten und steht anderen Sorten in Sachen gesunde Inhaltsstoffe in nichts nach. Noch dazu sind Steckrüben kalorienarm und unterstützen so beim Abnehmen. Sie lassen sich zum Beispiel zu Eintöpfen und Suppen verarbeiten – oder, wie in unserem Rezept, asiatisch angehaucht zu Steckrüben-Curry.

steckrüben
Die Farbe von Steckrüben reicht von gelblich bis hin zu rot und violett. Die Rüben können mehrere Kilo schwer werden. Ihre derbe Schale erinnert – ebenso wie ihr Geschmack – an Kohlrabi.
iStock

Zum Ende des ersten Weltkrieges rettete sie die Menschen im berüchtigten "Steckrübenwinter" vor dem Verhungern. Später war die Rübe von deutschen Tellern lange Zeit fast verschwunden. Nun erleben Steckrüben ein Revival: Nach den Wochenmärkten erobert das winterliche Gemüse aktuell auch die Supermarktregale.

Gut so: Die herbsüßen Rüben sind kalorienarm und trotzdem ein Schwergewicht, was ihre Maße und vor allem die Inhaltstoffe angeht: Schon 300 Gramm gegarte Steckrüben decken die empfohlene Tagesdosis an Vitamin C.

Außerdem enthält die Rübe viel Beta-Carotin, Kalium und Kalzium, weitere Mineralstoffe sowie die Vitamine B1 und B2. Steckrüben eignen sich dabei auch für alle, die auf ihr Gewicht aufpassen, denn sie enthalten pro hundert Gramm nicht einmal 40 Kilokalorien (kcal) und dazu sättigende Ballaststoffe. Zu gut 90 Prozent bestehen Steckrüben aus Wasser.

So gesund sind Steckrüben: ein Überblick

Abwehr-Push: In Steckrüben steckt viel Vitamin C, weit mehr als beispielsweise in der Kartoffel. Gleichzeitig liefern sie wegen des hohen Wassergehalts aber nur wenige Kalorien – und sättigen trotzdem. Das macht sie zum perfekten Diät-Begleiter.

Augen-Schützer: Außerdem in der Rübe enthalten: Der wertvolle Pflanzenfarbstoff Beta-Carotin. Der wird im Körper zu Vitamin A umgewandelt. Das benötigen wir, um unsere Augen, Haut und Haare gesund zu halten.

Krebs-Hemmer: Gleich drei starke Stoffe gegen Krebszellen liefert die Steckrübe: die Antioxidantien Sulforaphan und Diindolylmethan sowie verschiedene Senföle. Diese Substanzen helfen Studien zufolge dem Körper, krankhaft veränderte Zellen abzutöten.

Muskel-Helfer: Auch die Mineralstoffe Kalium und Magnesium sind in Steckrüben in großer Menge enthalten. Sie sorgen für kräftige Muskeln und ein leistungsstarkes Herz.

Herbstrübe + Kohlrabi = Steckrübe 

Die auch Kohlrübe, Butterrübe oder Erdkohlrabi genannte, runde bis ovale Knolle kann rund zwei Kilo schwer werden. Das frühere Arme-Leute-Essen kommt inzwischen wieder häufiger in der Küche zum Einsatz. Roh schmeckt die Steckrübe ähnlich wie Kohlrabi, denn sie ist aus einer Kreuzung aus ihm und der Herbstrübe entstanden.

Frisch geerntete Steckrüben haben bei uns vom frühen Herbst bis in den Dezember hinein Saison. Danach gibt es den ganzen Winter hindurch bis etwa März Lagerware zu kaufen.

Steckrüben isst man roh oder gekocht

Zubereiten lässt sich die Steckrübe einerseits als Rohkost, zum Beispiel zum Salat geraspelt und mit Äpfeln, Walnüssen oder Karotten verfeinert. Aber auch gegart finden Steckrüben Verwendung in Eintöpfen, als Püree oder Ofengemüse, zum Beispiel in Kombination mit Kartoffeln oder Roter Beete. Auch als Chips auf einem grünen Salat machen sich Steckrüben gut. Generell lässt sich das Wintergemüse wie Möhren, Kohlrabi und andere Rüben verarbeiten.

Tipps für die Zubereitung von Steckrüben

Wem der etwas erdige Beigeschmack von Steckrüben zu intensiv ist, kann ihn mit etwas Zucker, Zitronensaft oder Essig im Kochwasser abschwächen. Vor dem Zubereiten – ob als Rohkost oder im Eintopf – sollten Verbraucher die dicke rötliche Schale der Steckrübe großzügig entfernen. Steckrüben sind zu unterscheiden von Speiserüben, zu denen etwa Mairübchen gehören.

Rezept für ein leichtes Steckrüben-Curry

Zutaten für 4 Personen:

Zubereitung: Birne in Spalten schneiden, den Ingwer schälen und fein reiben. Zwiebel, Karotten und Steckrüben würfeln. Zwiebeln anbraten, die Kokosraspel kurz mitbraten. Steckrüben und Karotten dazugeben, mit Ingwer, Salz und Currypaste würzen. Sahne angießen, das Ganze zehn Minuten köcheln lassen. Zum Schluss Birnenstücke dazugeben und mit Koriander bestreut servieren.

Pro Portion: ca. 230 kcal

Weißes Gemüse nicht unterschätzen

Autor:
Letzte Aktualisierung: 20. Januar 2016
Quellen: mit dpa-Material; gesunde Wirkungen und Rezept: Redaktion "Echo der Frau"

Meistgelesen in dieser Rubrik
Die besten Tipps zur Leberentgiftung
Gesunde Ernährung

Zu viel Alkohol? Die sieben besten Tipps für Ihre Leberkur mehr...

Purinarme oder -freie Lebensmittel
Gesunde Ernährung

Sind die Harnsäurewerte erhöht, zum Beispiel bei Gicht, sollte auf purinarme Kost geachtet werden. Doch in welchen Lebensmitteln stecken keine oder nur wenige Purine? mehr...

Abführende Lebensmittel: Dieses Essen fördert die Verdauung
Gesunde Ernährung

Bestimmte Lebensmittel wirken Verstopfung entgegen, indem sie die Darmtätigkeit sanft anregen. Wir stellen natürliche Abführmittel vor mehr...

Kalorienrechner

Wie viele Kalorien brauchen Sie am Tag? Die Antwort liefert der kostenlose Rechner

mehr...
Expertenrat: Gesunde Ernährung

Stellen Sie uns Ihre Fragen zur gesunden Ernährung

Zum Expertenrat
Stichwortsuche in den Fragen und Antworten unserer Community

Durchstöbern Sie anhand der für Sie interessanten Begriffe die Beiträge und Foren in der Lifeline-Community.

Zum Seitenanfang