FAQ

Schimmel: Wegwerfen oder wegschneiden?

Wie Sie mit angeschimmelten Lebensmitteln verfahren sollten

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Was tun bei Schimmel auf Lebensmitteln?
Serghei Starus

Schimmel ist nicht gleich Schimmel. Manche Arten, wie zum Beispiel der Blauschimmel im Roquefort-Käse, geben erst die richtige Note. Schimmel auf Brot oder Nüssen hingegen ist gefährlich. Wegwerfen oder wegschneiden? Die wichtigsten Lebensmittel im Überblick.

Insgesamt gibt es mehrere tausend verschiedene Pilze, die Schimmel verursachen. 400 von ihnen enthalten Gifte, die für den menschlichen Körper ungesund sind. Besonders zwei dieser Substanzen sind in ihrer Langzeitwirkung gefährlich: Ochratoxin A und Aflatoxin.

Ochratoxin A ist vorwiegend in Getreide enthalten. Aflatoxine werden häufig in Marzipan, gemahlenen Haselnüssen, Trockenfeigen oder Pistazien nachgewiesen. Beide Substanzen können mitverantwortlich sein für die Entstehung von Krebs. Ochratoxin kann zudem Schäden am Immunsystem und den Nieren hervorrufen.

Brot mit Schimmel immer wegwerfen

Wenn auf Brot bereits kleine Anzeichen von Schimmelflecken zu sehen sind, sollten Sie das Brot besser wegwerfen. Der Schimmelpilze kann sich bereits im kompletten Brot ausgebreitet haben – auch wenn Sie dies mit dem bloßen Auge (noch) nicht erkennen. Damit sich Schimmel nicht auf andere Brote überträgt, ist es sinnvoll, den Brotkasten regelmäßig zu spülen und mit Essig auszureiben. 

Nüsse, die bitter schmecken oder pelzig sind in den Müll

Besonders Hasel- und Paranüsse sowie Pistazien sind häufig von Schimmel befallen. Nüsse, die bitter schmecken, sollten Sie sofort ausspucken und die komplette Packung entsorgen. Wenn Nuss-Sorten bereits einen pelzig-schimmeligen Überzug haben, sind sie auf jeden Fall von Aflatoxinen befallen. Deshalb gilt auch hier: ab in den Müll!

Obst und Gemüse: Schimmel großzügig abschneiden

Schneiden Sie verschimmelte Stellen an Obst und Gemüse immer großzügig ab. Fruchtig-fleischige Sorten wie Tomaten, Aprikosen, Pflaumen oder Nektarinen sollten Sie bei Schimmel komplett entsorgen. Hier lässt sich der Schimmelherd schwer entfernen und ist oft schon bis ins Innere gewandert. Schwimmt Schimmel auf Obstsaft, gießen Sie ihn komplett weg, denn er enthält unsichtbare Schimmelpilze.

Konfitüre: Der Zuckergehalt entscheidet

Zucker hat eine konservierende Wirkung. Je mehr Zucker eine Konfitüre enthält, umso weniger wird sie von Schimmel befallen. Wenn der süße Aufstrich mehr als 63 Prozent Zucker enthält, können Sie Schimmelspuren großzügig mit einem Löffel entfernen und die Konfitüre weiter verzehren. Bevorzugen Sie fruchtige Varianten mit weniger Zucker, sollten Sie diese bei Schimmelbefall komplett entsorgen.

Käse und Milchprodukte: Manchmal ist Schimmel erwünscht

Schimmel auf Camembert, Roquefort oder Limburger gehört dazu, er wird auch als Edelschimmel bezeichnet. Bildet sich Schimmel auf Hart- und Schnittkäse-Sorten kann er durch großzügiges Abschneiden entfernt werden. Von Schimmel befallener Frisch- und Weichkäse sollte jedoch weggeworfen werden.

Bei anderen Milchprodukten, wie zum Beispiel Joghurt, Quark und Butter, gilt generell: Wenn sie von Schimmel befallen sind, gehören sie in den Abfall. Durch die enthaltene Feuchtigkeit wandern Schimmelpilze schnell durch das ganze Produkt.

Schimmel

Der Schimmel ist die ganze Zeit um uns herum, doch erst die richtigen Wachstumsbedingungen machen ihn sichtbar.

Die zehn gängigsten Ernährungsirrtümer
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    Mythen rund ums Essen

    Kartoffeln sollen dick machen und Nudeln glücklich: Rund um Ernährung und Abnehmen kursieren unzählige Halbwahrheiten.

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    Gerücht 1: Realistische Ziele setzen

    Dieser Mythos hält sich hartnäckig: Wer sich zu ehrgeizige Ziele setzt, ist von vornherein zum Scheitern verurteilt. Stimmt so aber nicht: In Studien nahmen Probanden mit toughen Zielen bisweilen mehr ab als die vorsichtigeren Realisten.

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    Gerücht 2: Motivation ist alles

    Nur wer die Sache hochmotiviert angeht, nimmt ab? Ein Mythos: In einer Studie hing der Motivationsgrad Fettsüchtiger nicht mit ihrem Durchhaltevermögen und dem Gewichtsverlust zusammen.

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    Gerücht 3: Der Jojo-Effekt schadet der Gesundheit

    Diätveteranen sind oft anfällig für den gefürchteten Jojo-Effekt - und tun ihrer Gesundheit damit nichts Gutes, behauptet ein Mythos. Stimmt nicht, sagen Wissenschaftler: Sie fanden kein erhöhtes Sterberisiko der Jojo-Kandidaten.

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    Gerücht 4: Frühstücken hält schlank

    Leider nein. Was dagegen stimmt: Eier zum Frühstück sättigen länger als Brötchen und senken so die durchschnittlich aufgenommene Kalorienmenge.

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    Gerücht 5: Naschen macht dick

    Sicher, wer ständig vor sich hin knabbert, legt eher an Gewicht zu. Wissenschaftlern zufolge wird der Einfluss des Naschens auf den BMI aber im Allgemeinen als zu groß eingestuft.

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    Gerücht 6: Mehr Obst und Gemüse senken Körpergewicht

    Grünzeug allein ist nicht alles: Eine Umstellung hin zu mehr Obst und Gemüse ist zwar generell gesund, ein positiver Effekt aufs Gewicht stellt sich aber erst in Kombination mit Sport oder weniger Süßkram ein.

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    Gerücht 7: Stillen gegen Übergewicht

    Stillen mag viele Vorteile für Mutter und Kind haben, diesen aber nicht: Lange Muttermilch zu füttern, ist keine Garantie dafür, dass das Kind später schlank bleibt.

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    Gerücht 8: Kinder sind so dick wie ihre Eltern

    Die (Ernährungs-)Erziehung entscheidet darüber, ob ein Kind übergewichtig wird oder nicht? Nein - einen größeren Einfluss haben wissenschaftlichen Untersuchungen nach die Gene der Kleinen.

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    Gerücht 9: Schlank im Schlaf

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    Gerücht 10: Spätes Essen macht dick

    Die Erfahrung mancher Abnehmkandidaten sagt, dass die abendliche Pizza besonders anschlägt - sie schwören auf das sogenannte Dinner Cancelling zur mühelosen Gewichtsreduktion. Viele Ernährungsexperten raten denn auch, Kohlenhydratreiches eher früh am Tag zu sich zu nehmen. Der Grund: Nachts wird nur Fett verbrannt, wenn der Insulinspiegel niedrig ist - was erst nach einigen Stunden ohne Nahrungszufuhr der Fall ist.

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    Gerücht 11: Wer viel Wasser trinkt, nimmt schneller ab

    Stimmt nur teilweise: Literweise Wasser in sich hineinzuschütten, spült Mineralstoffe aus dem Körper. So etwas wie Schlacken gibt es im menschlichen Körper nicht, ein bis zwei Liter Wasser pro Tag genügen. Wer gezielt vor den Mahlzeiten ein oder zwei kleine Gläser trinkt, fühlt sich schneller satt - gut für die schlanke Linie.

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    Gerücht 12: Kartoffeln machen dick

    Eine Portion von 150 Gramm gekochten Kartoffeln hat gerade mal 103 Kalorien. Alls Pellkartoffeln sind die heimischen Knollen ideal zum Abnehmen, zum Beispiel mit Quark zubereitet. Und der Körper liebt Kartoffeln, denn er verstoffwechselt sie basisch.

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    Gerücht 13: Die Poren beim Fleisch müssen sich schließen

    Das stimmt so nicht, denn Fleisch hat keine Poren, sondern Muskelfasern. Es soll dennoch heiß angebraten werden, damit die Oberfläche verschmort und sich dabei die Aminosäuren mit den Zuckermolekülen verbinden. Dabei entstehen ein paar hundert verschiedene Geschmacksmoleküle, die so genannten Röstaromen.

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    Gerücht 14: Zucker raubt uns Vitamin C

    Das stimmt so nicht. Lediglich das Vitamin B1 wird vom menschlichen Stoffwechsel benötigt, um den Zucker in Energie zu verwandeln.

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    Gerücht 15: Rohkost enthält viele Vitamine

    Das ist eine Pauschalisierung, die ebenfalls so nicht ganz stimmt. Erst wenn Sie Rohkost und Salat mit einem Dressing beispielsweise "anmachen", erhält der Körper das Komplettpaket, mit dem er die in dem rohen Gemüse die für ihn notwendigen Nährstoffe für sich aufsplitten kann. Wird die Rohkost erhitzt, kann das bei manchen Gemüsen sogar besser für den Menschen sein, weil die Zellwände aufbrechen und er die Nährstoffe besser verarbeiten kann. Es kommt also ganz darauf an - wie meistens.

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    Gerücht 16: Olivenöl darf nicht erhitzt werden

    Genau das Gegenteil ist der Fall: natives Olivenöl kann Temperaturen von bis zu 180 Grad vertragen. Sofern es raffiniertes Öl der Olive ist, dann hält es sogar bis 230 Grad stand. Oder irrt ganz Italien?

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    Gerücht 17: Nudeln machen happy

    Es sind nicht die Nudeln selbst, sondern die darin enthaltenen Kohlenhydrate. Die sind aber auch in Brot und Kartoffeln enthalten oder Süßkram. Was beim Verzehr von Kohlenhydraten glücklich macht, ist der Botenstoff Serotonin, der im Gehirn entsteht.

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    Gerücht 18: Milch verschleimt

    Es hält sich hartnäckig das Gerücht, dass Milch unsere Atemwege verschleimt. Dafür gibt es jedoch wissenschaftliche keinerlei Beweise. Wer sie also verträgt, der kann sich ruhig sein Glas Milch am Tag oder den Schluck im Kaffee gönnen!

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    Gerücht 19: Salz ist ein Gewürz

    Von wegen! Salz ist ein Mineral, das in großen Mengen genossen das Risiko für Schlanganfall und Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht. Wirklich würzen sollte der Koch mit Kräutern - und erst am Tisch darf der Esser wenig nachsalzen. Das wäre ideal.

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    Gerücht 20: Käse schließt den Magen

    In Frankreich wird er zum Abschluss eines Mahls in kleinen Stücken gegessen - womöglich rührt daher sein Ruf. Da Käse oftmals sehr fett ist, sorgt er für ein ordentliches Sättigungsgefühl. Da der Magen fetthaltige Speisen langsamer an den Darm "abgibt", ist der Esser länger satt. Und würde der Franzose nun den fetten Käse schon zu Beginn verspeisen, dann bliebe kein Appetit mehr für die restlichen leckeren Schmankerl der französischen Küche. Schlau, unsere Nachbarn!

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    Gerücht 21: Nahrung hat heute weniger Nährwert

    Es wurden aktuelle Mittelwerte mit den Angaben früherer Nährwerttabellen verglichen. Dabei kam zutage, dass es über die vergangenen 50 Jahre nur geringe Schwankungen im durchschnittlichen Nährwertgehalt gab.

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Autor: Lifeline
Letzte Aktualisierung: 25. August 2010

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