Verzicht auf Kohlenhydrate

Atkins-Diät

Schlank werden, ohne auf Fleisch und fette Kost zu verzichten: Das verspricht die Atkins-Diät. Dabei ist alles tabu, was viele Kohlenhydrate hat, wie Brot, Kartoffeln oder Nudeln. Doch dass Kohlenhydrate nur dick machen, gilt inzwischen als überholt. Im Gegenteil: Wer darauf verzichtet und stattdessen Fleisch und Fett isst, geht sogar Risiken ein.

Atkins-Diät
Die Atkins-Diät ist ein überholtes Konzept.
(c) Jupiterimages

Schnell schlank werden, ohne zu hungern. Diesen Wunschtraum zu erfüllen, verspricht die Atkins-Diät durch Beschränkung auf Fleisch und Fett. Dick machen vor allem Kohlenhydrate, so die veraltete Vorstellung, die bei der Entwicklung Pate stand. Tabu sind Brot, Kartoffeln, Nudeln, Reis - alle Lebensmittel mit vielen Kohlenhydraten, sogar manche Obstsorten. Nur pflanzliche Fette sind erlaubt. Fast ganz verboten sind Milchprodukte außer Käse. Zusätzliche Vitamine und Mineralien sollen Mangelerscheinungen verhindern.

Das Ziel der Diät: Der Stoffwechsel soll sich umstellen, damit der Körper insgesamt weniger Energie aufnimmt. Der Erfolg wird an der Menge bestimmter Stoffwechselprodukte im Urin, sogenannter Ketonkörper gemessen. Statt Kalorien werden bei der Atkins-Diät Kohlenhydrate gezählt. Doch medizinisch gesehen ist die Diät nicht ungefährlich.

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    Während sich manche Abnehmstrategien für die einen prima eignen, sind sie für andere überhaupt nicht ideal. Ermitteln Sie, zu welchem Diät-Typ Sie gehören.

Schneller Erfolg der Atkins-Diät täuscht

Ernährungswissenschaftler widersprechen den Empfehlungen der Atkins-Diät:

  • Schneller Erfolg stellt sich demnach bei der Atkins-Diät vor allem durch Wasserverlust ein.
  • Kohlenhydrate werden bei dieser Diät zu wenig gegessen. Heute gilt: Auch bei Übergewicht sollten Vollkornprodukte, Obst und Hülsenfrüchte den größten Teil der Nahrung ausmachen.
  • Bei einseitiger Ernährung droht trotz Zusatzpräparaten Vitamin- und Mineralstoffmangel.
  • Cholesterin und gesättigte Fettsäuren werden in gefährlichen Mengen gegessen. Das fördert Fettstoffwechselstörungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Herzinfarkt).
  • Die Nieren müssen Ketonkörper ausscheiden, zulasten der Harnsäureausscheidung. Deren Konzentration im Blut steigt, Gicht wird dadurch begünstigt. Das gilt auch für andere Inhaltsstoffe von Fleisch.
  • Ein Mangel an Ballaststoffen verursacht schlechte Verdauung. Darmerkrankungen, Fettsucht, Diabetes mellitus, Herzinfarkt und Hämorrhoiden werden begünstigt.
  • Eiweißreiche Nahrung belastet die Nieren.

Wissenschaftler raten zu Vorsicht

Die Atkins-Diät gilt als langfristig schädlich. Besonders Schwangeren, Nieren- und Leberkranken ist sie nicht zu raten. Wer die Atkins-Diät dennoch probiert, sollte in jedem Fall viel trinken!

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Autor:
Letzte Aktualisierung: 03. September 2014

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