Hausmittel und Tipps zur Behandlung

Cellulite bekämpfen: Was tun gegen unschöne Dellen?

Die Maßnahmen zur Bekämpfung von Cellulite reichen von Massage und speziellen Cremes bis hin zu Abnehmen durch Sport und eine gezielte Ernährung. Doch was hilft wirklich gegen die Dellen an den Oberschenkeln? Die besten Anti-Cellulite-Tipps bekommen Sie hier.

Spezielle Cremes und Masken gegen Cellulite halten nicht immer, was sie versprechen. Am besten wirken Gewichtsreduktion, gezielte Übungen und Durchblutungsförderung gegen Orangenhaut.
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Bei Cellulite, die umgangssprachlich als "Orangenhaut" bezeichnet wird, drücken sich Fettzellen durch das Netz des Bindegewebes und werden nach außen hin durch Dellen sichtbar. Eine Erkrankung ist Cellulite oder Dermopanniculosis deformans nicht, sondern lediglich eine biologische Veränderung.

Lysinhaltiges Essen für ein starkes Bindegewebe und gegen Cellulite

Viele Frauen empfinden sie jedoch als ästhetisches Problem, in ausgeprägten Fällen kann das Symptom bei den betroffenen Frauen durchaus zu psychischen Problemen führen. Mit verschiedenen Anti-Cellulite-Maßnahmen wird versucht, sie zu bekämpfen.

Überblick: Alle Informationen rund um Cellulite

Dellen zeigen sich an Po und Oberschenkel

Bei Orangenhaut sind deutliche Grübchen und Einziehungen auf der Haut zu erkennen. Diese bilden sich dort, wo sich das Körperfett durch das Bindegewebe drückt. Meist sind das die "Problemzonen" Oberschenkel und Gesäß, manchmal sind die Dellen auch an Bauch und Oberarmen zu sehen.
Je nach Ausprägung werden drei Stadien unterschieden:

  1. Die Grübchen an der Hautoberfläche sind nur durch den sogenannten Kneiftest sichtbar zu machen: Man bildet künstlich einen Hautwulst, indem man die Haut zwischen zwei Fingern zusammenschiebt.
  2. Später lassen sich die Veränderungen bei Muskelanspannung und im Stehen erkennen, sie verschwinden aber im Liegen.
  3. Schließlich werden die Hautveränderungen auch im entspannten Zustand und im Liegen deutlich

Cellulite: Was hilft wirklich?

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Ursachen von Cellulite im Überblick

In erster Linie sind die Hautdellen genetisch bedingt, ein schwaches Bidnegewebe fördert sie. Prinzipiell kann jede Frau betroffen sein: dick oder dünn, sportlich oder unsportlich, Raucherin oder Nichtraucherin. Bis zu 80 Prozent der Frauen über 20 Jahre sind betroffen, die Angaben dazu schwanken jedoch. Es gibt bestimmte Risikofaktoren, die die Entstehung der Hautveränderungen fördern.

Warum Männer kaum betroffen sind

Im männlichen Unterhautgewebe sind die parallel zur Hautoberfläche verlaufenden Bindegewebesepten stärker ausgeprägt und halten die Konturen nach außen auch gegen einen zunehmenden Gewebedruck glatt und gestrafft. Dazu kommt, dass Männer insgesamt etwa zehn Prozent weniger Körperfett und hierbei vor allem weniger Unterhautfettgewebe besitzen. Deshalb sind bei Männern so gut wie nie die für Cellulite typischen Hautveränderungen zu finden.

Entzündung der Unterhaut: Cellulitis vs. Cellulite

Häufig wird Cellulite mit Cellulitis verwechselt. Letztere bezeichnet eine Entzündung des Unterhautgewebes, die ärztlicher Behandlung bedarf. Der im Englischen gebräuchlichere Begriff der "Cellulitis" ist im Grunde ein Oberbegriff für zwei Krankheitserscheinungen, die im Deutschen als Phlegma und Erysipel bekannt sind. Beides sind potenziell gefährliche, durch Bakterien verursachte Entzündungen, die unbedingt mit Antibiotika, manchmal auch chirurgisch behandelt werden müssen.

Beide krankhafte Formen sind immer mit Schwellung, Rötung und Schmerzen verbunden. Außerdem entwickeln sich beide Formen sehr viel schneller und bieten charakteristischerweise nicht das cellulitetypische Aussehen.

Unabhängig vom Aussehen gilt aber als Faustregel: Sobald Schmerzen auftreten, auf jeden Fall den Arzt aufsuchen, damit er eine genaue Diagnose stellt.

Behandlung: Was hilft bei Cellulite?

Eine langfristig wirksame medizinische Behandlung gegen Cellulite gibt es nicht. Lediglich der kosmetische Eingriff des Fettabsaugens (Liposuktion) kann in einem gewissen Rahmen die Symptome verringern. Da das Fettgewebe für die Unebenheiten der Haut verantwortlich sind, reduziert das Entfernen von Fett auch die Ausprägung der Hautunebenheiten.

Wie effektiv das passiert, ist jedoch individuell sehr unterschiedlich, da durch die Absaugung in erster Linie die Silhouette verändert wird. Bei einer erneuten Gewichtszunahme vergrößern sich die noch vorhandenen Zellen erneut und treten stärker hervor.

Laser und Infrarot

Neben der Behandlung mit äußerlich anwendbaren Kosmetikprodukten gibt es auch andere Verfahren, die eine Reduktion oder Beseitigung der Cellulite versprechen. Zu nennen wären Methoden, die mit Laser- oder Infrarotlicht in Kombination mit Massagetechniken arbeiten und das Fett aus den Depots an Gesäß, Oberschenkeln und Hüften mobilisieren sollen. Erste Ergebnisse zeigten hier durchaus vielversprechende Ansätze – allerdings in Studien mit sehr kleiner Fallzahl, ohne Vergleichsgruppen und ohne Langzeitverläufe, was im Verhältnis zu den sehr hohen Kosten auch hier zur Vorsicht raten lässt. Pro Sitzung zahlt man etwa 200 Euro.

Spezialmassage

In eine ähnliche Kategorie lässt sich das Verfahren der sogenannten Endermologie einordnen, eine spezielle Art der Massage für die tieferen Gewebeschichten, die die Durchblutung anregen, das Bindegewebe straffen und zur Reduktion des Fettgewebes führen soll. Das kann kurzfristig helfen. Auch hier fallen für die Nutzerin hohe Kosten pro Sitzung an und der Effekt  lässt nach, sobald mit den Behandlungen aufgehört wird.

Wechselstrom und Wickeltechniken

Weitere Behandlungmöglichkeiten sind  Wechselstrom, Kompressionsstrümpfe, Anti-Cellulite-Trainings- oder Strumpfhosen, Wickeltechniken oder Wechselbäder. Schon schon die Vielzahl der Empfehlungen zeigt letztendlich, dass es eine wirklich wirksame Methode, die Hautveränderungen wieder ganz loszuwerden, bisher nicht gibt.

Die besten Anti-Cellulite-Hausmittel und -Tipps

Wirksame Anti-Cellulite-Tipps: Das können Sie selbst tun

Bekommt man Cellulite weg? Leider nicht komplett. Orangenhaut ist auch eine Alterserscheinung und nicht heilbar. Es gibt jedoch einige Maßnahmen, die das Hautbild verbessern und das Bindegewebe stärken. Das sind vor allem Gewichtsabnahme, Sport und Massagen.

Helfen Koffein-Cremes und Co.?

Trotz großer Versprechen: Es ist noch in keiner wissenschaftlichen Studie gelungen, die Wirksamkeit von "Anti-Cellulite-Cremes" ausreichend nachzuweisen. Zu diesem Ergebnis kommt auch die Stiftung Warentest.

Zwar berichten viele Probanden von einem leicht verbesserten Hautbild. Wissenschaftler führen diesen Effekt aber nicht auf die Inhaltsstoffe der Produkte zurück, sondern auf die Wirkung der Massage beim sorgfältigen Eincremen. Lymphe und Wassereinlagerungen werden dabei abtransportiert. An dem Grundproblem ändern Cremes jedoch nichts.

Die besten Tipps zur Vorbeugung

Wer die Veranlagung hat oder sich bereits die erste, kleinen Dellen zeigen, kann versuchen, mit ein paar Maßnahmen der Hautveränderung vorzubeugen oder wenigstens ihr Fortschreiten abzubremsen.

Machen sie sich aber klar, dass Cellulite letztlich eine normale Alterserscheinung insbesondere der weiblichen Haut ist und in vergangenen Zeiten sogar als Merkmal weiblicher Schönheit und Anmut galt. Muten Sie Ihrer Haut also keine Gewaltkuren zu. So können starke Bürstenmassagen das Bindegewebe so stark überlasten, dass winzige Geweberisse entstehen und sich der Zustand sogar verschlechtert.

Folgende Tipps sind jedoch völlig risikolos und eignen sich, Cellulite vorzubeugen:

Anti-Cellulite-Workout: Die besten Übungen gegen Dellen!

 

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Letzte Aktualisierung: 07. November 2016
Letzte Änderung durch: es / sw

Quellen: Avram, M.: Cellulite: a review of its physiology and treatment. Journal of Cosmetic and Laser Therapy, Vol. 6, Nr. 4, pp. 181-185, 2004 Berman, K.: Cellulite. U.S. National Library of Medicine. Online-Publikation, 10/2010 Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): 10 Regeln der DGE, Online Veröffentlichung, 07/2010 Ökotest: Cellulitemittel – Eben!, Jahrbuch Kosmetik für 2011, Online-Veröffentlichung, 05. November 2010 Rawlings, A. V.: Cellulite and its treatment. International Journal of Cosmetic Science. No. 28, pp. 175–190, 02/2006 Rossi, A. B., Vergnanini, A. L.: Cellulite: a review. Journal of European Acadamy of Dermatology and Venereology No. 14, pp. 251–262, 2000 Stiftung Warentest: Cellulite – Auch teure Mittel helfen nicht, test, 05/2009