Nährstoffe trennen und abnehmen

KFZ-Diät

Frau isst Müsli
Die KFZ-Diät trennt streng zwischen fett- und kohlenhydrathaltigen Lebensmitteln.
Getty Images/iStockphoto

Bestimmte Nahrungsmittel nur zu festgelegten Tageszeiten essen – so funktioniert die KFZ-Diät. Dabei handelt es sich um eine Kombination aus Trennkost und Low-Fat-Diät. Die KFZ-Diät kann dabei Übergewicht abbauen, ohne dass der Abnehmwillige hungern muss.

Die KFZ-Diät ist als Abnehmprogramm noch relativ jung. Entwickelt hat es im Jahr 1994 der Internist und Ernährungsmediziner Olaf Adam von der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München. Dabei steht „KFZ“ nicht für Kraftfahrzeug, sondern für Kohlenhydrate, Fett und Zwischenmahlzeiten. Das nämlich sind die drei Säulen der KFZ-Diät. Adam geht davon aus, dass Übergewicht entsteht, wenn Kohlenhydrate und Fett gemeinsam verzehrt werden. Zuerst nutzt der Körper dann die Kohlenhydrate, das Fett verbrennt er nicht und speichert es als Speckröllchen.

Verstreichen jedoch ausreichend Zeit zwischen dem Konsum von Kohlenhydraten und Fett, wird diese Stoffwechselregel durchbrochen und Übergewicht hat keine Chance - die KFZ-Diät benutzt also das Grundprinzip der Trennkost. Ebenso funktioniert das bei einer fettreichen Mahlzeit: Stehen kaum Kohlenhydrate zur Verfügung, muss der Körper zuerst das Fett verarbeiten und kann es deshalb nicht als Reserve anlegen. Zusätzlich zu dieser Ernährungsänderung wird bei der KFZ-Diät ein Bewegungsprogramm vorgeschlagen. Mit der KFZ-Diät lassen sich in vier Wochen bis zu acht Kilogramm Übergewicht abbauen.

Wie die KFZ-Diät funktioniert

Vorgesehen war die KFZ-Diät zuerst nur als Gruppenprogramm unter ärztlicher Aufsicht (Kurskosten rund 250 Euro). Inzwischen hat die Ernährungsform zahlreiche Anhänger gefunden, die sich am Buch orientieren (KFZ-Diät, Professor Olaf Adam, Hädecke Verlag). Der Tagesplan der KFZ-Diät ist einfach: Bis Mittag gibt es nur kohlenhydratreiche Lebensmittel und sehr wenig Fett – Obst, Gemüse, Vollkornprodukte. Davon dürfen sie sich satt essen.

Abends kommen dann Gerichte auf den Tisch, die mehr Fett und Eiweiß, aber kaum Kohlenhydrate enthalten, beispielsweise Fisch oder Fleisch mit etwas Salat. Vormittags und nachmittags sollen Zwischengerichte Hunger verhindern. Dabei empfiehlt KFZ-Diät-Erfinder Adam sogenannte neutrale Lebensmittel, also beispielsweise Magermilch und Gemüse.

Ein Tagesplan der KFZ-Diät

Der Speiseplan der KFZ-Diät ist abwechslungsreich und könnte so aussehen – selbstverständlich sind die Mahlzeiten bis mittags reich an Kohlenhydraten:

Morgens gibt es Kaffee oder Tee, am besten ungesüßt, dazu ein Vollkornbrötchen mit fettreduziertem Frischkäse, Tomaten und Gurken oder Müsli mit frischen Früchten.

Als Zwischenmahlzeit Buttermilch mit saisonalem Obst. Dazu die Früchte pürieren und unter die Buttermilch rühren. Zwei Esslöffel Getreideflocken unterrühren. Mit etwas Vanillezucker abschmecken.

Mittags vertragen sich etwa Kartoffelgnocchi mit Frischkäse und Tomaten mit dem KFZ-Diätprogramm. Die Gnocchi können sie selbst aus Kartoffeln, etwas Mehl, Eiweiß, Salz und Pfeffer zubereiten oder Fertigware aus dem Kühlregal verwenden. Für die Soße werden Tomaten kleingeschnitten, mit Frischkäse verrührt, aufgewärmt und mit Gewürzen abgeschmeckt.

Zwischenmahlzeit nachmittags Quarkcreme mit Zimt, gesüßt mit etwas Vanillezucker oder Süßstoff.

Abends geräucherte Forelle mit selbstgemachtem Meerrettich-Dip und Salat. Für den Dip frischen Meerrettich reiben und mit Joghurt verrühren. Mit Salz und etwas Süßstoff abschmecken.

Pro und Contra KFZ-Diät

Ernährungswissenschaftler sind sich einig: Die KFZ-Diät ist nach neuesten Erkenntnissen aufgebaut und wirkt. Mühsames Kalorienzählen entfällt und die Diät ist durchaus alltagstauglich. Mangelzustände sind ausgeschlossen. Einziger Nachteil der KFZ-Diät: Die strikte Trennung von Fett und Kohlenhydraten muss eingehalten werden, sonst funktioniert sie nicht. Steak mit Kartoffeln, Lasagne oder ein Schinkensandwich sind also verboten.

Fazit: Die KFZ-Diät ist empfehlenswert, wenn Sie bereit dazu sind, Ihre Ernährung grundsätzlich umzustellen und das für mindestens acht Wochen durchzuhalten. Dann ist Erfolg garantiert.

Autor: Monika Preuk / Lifeline
Letzte Aktualisierung: 22. Januar 2013

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