Gesunder Muntermacher

Kaffee senkt das Risiko für Mund- und Rachenkrebs

Wer mindestens vier Tassen Kaffee pro Tag trinkt, reduziert sein Risiko, an Mundhöhlen- oder Rachenkrebs zu erkranken um knapp 50 Prozent. Eine US-Studie zeigt damit einen weiteren gesundheitlichen Vorteil des Kaffees.

Frau trinkt Kaffee oder Tee
Kaffee schmeckt nicht nur gut, sondern ist auch gesund.
Getty Images/Design Pics RF

Die Liste der positiven Effekte von Kaffee für die Gesundheit ist lang: Der schwarze Muntermacher stärkt die Konzentrationskraft, aber auch die Leber, schützt vor Gallensteinen und hilft gegen Kopfschmerzen. Jetzt haben amerikanische Wissenschaftler noch einen weiteren zusätzlichen Nutzen dieses Getränks entdeckt: Mit jeder Tasse Kaffee sinkt das Risiko, Mundhöhlen- und Rachenkrebs zu bekommen.

Schutzeffekt trotz Rauchen und Alkohol

Die Ärzte nutzten dazu die Daten der Cancer Prevention Study II, einer großangelegten Langzeitstudie, an der rund 950.000 Männer und Frauen teilnahmen. Keiner von ihnen hatte zu Beginn der Untersuchung Krebs. Während der Studie wurden Krebserkrankungen, aber auch Lebensgewohnheiten wie Ernährung, Rauchen und Alkoholkonsum erfasst.   Im Verlauf von mehr als 20 Jahren starben 868 der Probanden an Krebs im Mund- oder Rachenraum. Die Experten analysierten nun die über den langen Zeitraum gesammelten Daten. Dabei stellte sich heraus, dass diejenigen, die mindestens vier Tassen Kaffee pro Tag über die Jahre hinweg getrunken hatten, ein 49 Prozent geringeres Risiko für Mundhöhlen- oder Rachenkrebs aufwiesen. Überraschend: Dieser Zusammenhang zeigte sich unabhängig vom Geschlecht, ob jemand rauchte oder nicht, Alkohol trank oder abstinent lebte. Etwas weniger wirksam zeigte sich entkoffeinierter Kaffee. Tee hatte keinen Effekt.

Kaffee zu Therapie bei Mundhöhlenkrebs

„Kaffee ist eines der am häufigsten konsumierten Getränke der Welt, und enthält eine Vielzahl von Antioxidantien, Polyphenolen und anderen biologisch aktiven Verbindungen, die gegen die Entwicklung oder das Fortschreiten von Krebserkrankungen schützen können", sagt Janet Hildebrand, Autorin der Studie. Nun sei es interessant zu prüfen, ob Kaffee auch zu einer besseren Prognose nach der Diagnose Mund- oder Rachenkrebs führe.

Sieben neue Fakten über Kaffee

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Letzte Aktualisierung: 13. Dezember 2012
Quellen: American Journal of Epidemiology

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