Meist Frauen, aber auch Männer betroffen

Brustkrebs: Symptome, Therapie und Heilungschancen des Mammakarzinoms

Jährlich erhalten in Deutschland fast 70.000 Patientinnen erstmals die Diagnose Brustkrebs. Hierzulande wie in allen Industrieländern ist das Mammakarzinom damit die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Aber auch bei Männern kommt Brustkrebs vor. Wird die Krankheit an ihren typischen Anzeichen erkannt, greift ein umfangreiches Netz aus Therapiemöglichkeiten. Die meisten Brustkrebs-Erkrankungen sind heilbar. Haben sich Metastasen gebildet, ist die Prognose dagegen deutlich schlechter.

Brustkrebs
Die meisten Brusttumoren werden von den Betroffenen selbst entdeckt.
© iStock.com/deepspace

Unter der Bezeichnung Brustkrebs, Mediziner sprechen vom Mammakarzinom (von lateinisch mamma für Brust und griechisch karkinos für Krebs), werden bösartige Tumoren der Brustdrüse zusammengefasst. Fast alle gehen von den Milchgängen oder den Drüsenläppchen des Brustgewebes aus. Sie werden entsprechend duktale (von lateinisch ductus für Gang) oder lobuläre (von griechisch lobos für Lappen) Karzinome genannt.

Krebs natürlich bekämpfen: Die besten ergänzenden Therapien

Durch Mutationen werden normale Körperzellen zu Tumorzellen: Sie wachsen schnell, verändern sich ständig und teilen sich unkontrolliert. Dabei dringen sie in benachbartes Gewebe ein und zerstören es. Normalerweise führen zelleigene Prozesse in solchen Fällen zur Apoptose, zum Zelltod. Eine Tumorzelle – man spricht auch von einer entdifferenzierten Zelle – verliert diese Fähigkeit, gewinnt aber unter Umständen andere Eigenschaften hinzu.

Das Erkrankungsrisiko nimmt ab dem 40. Lebensjahr einer Frau jährlich zu und sinkt ab etwa 70 Jahren wieder. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei 63 Jahren. Dabei ist die Diagnose Brustkrebs keineswegs das Todesurteil einer Patientin, weil mehr als 87 Prozent der betroffenen Frauen fünf Jahre nach der Diagnose noch leben. Während die Zahl der Neuerkrankungen in Industrieländern steigt, sinkt die Zahl der Sterbefälle durch Brustkrebs. Die meisten Brustkrebserkrankungen sind bei fachgerechter Therapie und frühzeitiger Diagnose heilbar. Haben sich allerdings Metastasen gebildet, ist eine Heilung nach heutigem Erkenntnisstand nicht möglich. Der Krankheitsverlauf kann durch Therapien aber wesentlich verzögert werden.

Brustkrebs bei Männern

Brustkrebs trifft Männer nur selten. Obwohl auch bei ihnen eine Brustdrüse angelegt ist, ist nur jeder 100. Patient männlich. Aber genau darin liegt auch eine Gefahr: Laut Auskunft der Deutschen Krebshilfe wird Brustkrebs bei Männern oft zu spät erkannt. Ein Grund, warum die Sterberate betroffener Männer im Gegensatz zu der von Frauen in den vergangenen 25 Jahren nicht gesunken ist, obwohl die Heilungschancen für Männer grundsätzlich nicht schlechter sind.

Männer sollten mögliche Anzeichen nicht aus Scham ignorieren. Weil die Fachärzte für Brustkrebs aber häufig Gynäkologen seien, könnten sich Männer bei Zweifeln auch an ein Brustkrebszentrum oder spezielle Netzwerke für Brustkrebs bei Männern wenden, rät die Krebshilfe.

Die Symptome von Brustkrebs beim Mann ähneln denen bei Frauen. Dennoch bedeutet nicht jede Verhärtung gleich eine Krebserkrankung – bei beiden Geschlechtern ist die Ursache oft harmlos.

Symptome: Brustkrebs und seine typischen Anzeichen

Knoten in der Brust, Veränderungen an Haut und Brustwarze, Schmerzen und verdickte Achsellymphknoten können die ersten Anzeichen für ein Mammakarzinom sein.

Brustkrebs entsteht in mehreren Schritten. Daher kann es sechs oder auch zehn Jahre dauern, bis sich die ersten Krankheitszeichen bemerkbar machen. Bei Frauen vor den Wechseljahren ist aber durchaus ein schnelles, aggressives Tumorwachstum nachweisbar.

Krebs: 20 Zeichen, die Sie ernst nehmen sollten

In zwei Dritteln der Fälle entdecken Betroffene die Symptome als Erste, nur bis zu ein Drittel der Mammakarzinome wird durch den Arzt diagnostiziert, zum Beispiel durch Tastuntersuchung, Mammographie oder Ultraschall. Das ist ein Grund, warum diese nicht unumstritten sind.

Anzeichen des Mammakarzinoms im Überblick

  • Knoten in der Brust: Sie sind häufig das erste Krankheitszeichen. Je nach Größe der Brust sind Knoten erst ab einem Durchmesser von etwa zwei Zentimetern tastbar. Krebsknoten tun nicht weh. Sie fühlen sich meist fest und unregelmäßig begrenzt an. Manche lassen sich nicht verschieben. Durch Tasten kann man aber lediglich Verdacht auf Krebs schöpfen. Weitere Untersuchungen geben häufig Entwarnung.

  • Veränderung an der Brustwarze: Entzündungen, Hautveränderungen oder neu aufgetretene Einziehungen einer Brustwarze sowie blutige Absonderungen können ein Zeichen von Brustkrebs sein.

  • Veränderungen von Haut und Brust: Rötungen, Einziehungen und Vorwölbungen der Haut oder großporige Orangenhaut können auf Brustkrebs hinweisen. Manchmal verändern sich auch Größe und Form der ganzen Brust.

  • Schmerzen: Schmerzen sind selten ein Frühsymptom.

  • Schwellung in der Achselhöhle: Befallene Achsellymphknoten sind selten das erste Krankheitszeichen. Kleinere Absiedelungen von Tumorzellen in den Lymphknoten kann auch ein erfahrener Untersucher kaum tasten.

Ursachen für Brustkrebs: Risikofaktoren nicht überbewerten

Hormone und Gene, Umwelt und Lebensweise können das Brustkrebsrisiko beeinflussen. Im Gegensatz dazu vermindern zum Beispiel lange Stillzeiten und gesunde Ernährung diese Gefahr. Wer einen Risikofaktor trägt, hat aber meist keinen Grund, sich zu fürchten. Denn die Gefahr, an Brustkrebs zu erkranken, bleibt im Allgemeinen dennoch gering.

Wissenschaftler diskutieren eine ganze Reihe von Risikofaktoren für Brustkrebs. Allerdings sollte niemand die Risikofaktoren für Brustkrebs überbewerten und ihnen die Bedeutung einer Vorhersage zubilligen. Denn die Gefahr, an Krebs zu erkranken, nimmt meistens keine bedrohlichen Ausmaße an, selbst wenn jemand einen der Risikofaktoren in sich trägt.

Eine Frau ohne jeden Risikofaktor weist beispielsweise ein relatives Risiko von 1 auf. Mit einer Wahrscheinlichkeit von 1:2.500 erkrankt sie im Alter zwischen 30 und 40 Jahren an Brustkrebs. Ist ihre Mutter aber in jungen Jahren an Brustkrebs erkrankt, so erhöht sich ihr Risiko auf 1:1.000. Die Wahrscheinlichkeit, den 40. Geburtstag ohne Brustkrebs zu erleben, ist also sehr hoch.

Familiäre Belastung durch Brustkrebsgene

Man geht heute davon aus, dass zirka fünf Prozent aller Brustkrebsformen erblich bedingt sind. Hierfür sind vor allem krankmachende Veränderungen (Mutationen) der verantwortlich. Liegt eine solche Mutation vor, haben Frauen ein Risiko von 56 bis 84 Prozent, im Laufe ihres Lebens ein Mammakarzinom zu entwickeln, ebenfalls das Risiko für Eierstockkrebs steigt an.

Auch bei Männern mit BRCA-1- oder BRCA-2-Gen tritt häufiger Brustkrebs auf. Diese Mutationen können mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent an Nachkommen weitergegeben werden.

Neben den beiden erwähnten "Brustkrebsgenen" existieren auch Veränderungen anderer Gene, zum Beispiel p53, welche mit einer erhöhten Erkrankungswahrscheinlichkeit für Brustkrebs einhergehen, jedoch eine untergeordnete Rolle zu spielen scheinen. Ein Gentest zum Brustkrebsrisiko kann Aufschluss geben, ist aber nur unter bestimmten Umständen sinnvoll.

Risikofaktoren im Überblick:

  • Erbliche Faktoren: Wenn in der Familie Brustkrebs aufgetreten ist und/oder eine Mutation des BRCA1- oder BRCA2-Gens vorliegt, ist das Risiko für Brustkrebs erhöht.

  • Hormonelle Faktoren: Die weiblichen Geschlechtshormone Östrogen und Progesteron haben Einfluss auf die Entstehung von Brustkrebs. Was das für die Hormonersatztherapie während und nach den Wechseljahren bedeutet, wird widersprüchlich diskutiert. Nach neueren Studien scheint sich das Risiko bei einer Einnahmedauer von bis zu fünf Jahren nicht zu erhöhen. Bei längerer Verwendung steigt es leicht an. Frauen, in deren Familie Brustkrebs gehäuft vorkommt, scheinen durch Hormonersatzpräparate stärker gefährdet zu sein als andere. Bevor man sich für Hormonersatztherapie entscheidet, sollte man Nutzen und Risiko sorgfältig abwägen.

  • Gutartige Brusterkrankungen: Proliferative Mastopathie, bei der es zu einer zunächst gutartigen Vermehrung von Brustgewebe mit beginnenden Zellveränderungen kommt, kann das Risiko für ein Mammakarzinom erhöhen.

  • Vorerkrankung: Wenn bereits einmal eine Brustkrebserkrankung vorlag, ist das Risiko, wieder daran zu erkranken, erhöht.

  • Alkohol: Alkohol regt die Vermehrung der Brustzellen an und erhöht die Konzentration von Östrogen im Blut. Außerdem belastet regelmäßiger Alkoholkonsum die Leber. So können krebserregende Substanzen nicht in ausreichendem Maße abgebaut werden.

  • Rauchen: Das Brustkrebsrisiko von Raucherinnen und Exraucherinnen ist 40 Prozent höher als das von Nichtraucherinnen. Es kommt dabei jedoch auch die Dauer des Rauchens und die Menge der konsumierten Zigaretten an. Starke Raucherinnen, die mehr als 15 Jahre ihrer Sucht nachkamen, haben sogar ein bis zu 60 Prozent höheres Brustkrebsrisiko, zeigte eine Studie des Fred Hutchinson Cancer Research Centers. Auch für Exraucherinnen gibt es in den ersten Jahren nach dem Rauchstopp keine Entwarnung. Erst zehn Jahre nach dem Aufhören sinkt ihr Brustkrebsrisiko wieder auf Normalniveau.

  • Übergewicht: Übergewichtige Frauen erkranken häufiger an Brustkrebs als schlanke. Dabei stellt nicht allein die Gewichtszunahme ein Risiko dar, sondern auch der Östrogenspiegel im Blut, der infolge der Fettzunahme ansteigt.

  • Zahl der Menstruationszyklen und Kinderlosigkeit: Viele Menstruationszyklen im Leben einer Frau erhöhen die Wahrscheinlichkeit, an Brustkrebs zu erkranken. Der Grund dafür ist unklar. Auch Kinderlosigkeit, frühe erste oder späte letzte Menstruation gelten als Risikofaktoren. Umgekehrt bieten Geburten und lange Stillzeiten einen gewissen Schutz (siehe auch "Brustkrebs vorbeugen"). Das gilt vor allem, wenn die Frauen ihr erstes Kind in jüngeren Jahren gebären. Werden sie jenseits der 30 zum ersten Mal Mutter, so kommen Untersuchungen zu unterschiedlichen Ergebnissen.

  • Antibabypille: Bei erwachsenen Frauen hat die Pille kaum einen Einfluss auf das Brustkrebsrisiko. Für sehr junge Frauen, die in den ersten Jahren nach der ersten Periodenblutung mit der Antibabypille verhüten, erhöht sich dagegen die Wahrscheinlichkeit, in jüngeren Jahren zu erkranken. Möglicherweise sind die Drüsenzellen in und kurz nach der Pubertät besonders empfindlich und ihr Erbgut kann in dieser Zeit leichter Schaden nehmen als später. Allerdings senkt die Antibabypille das Risiko, an Eierstockkrebs zu erkranken.

Entgegen vieler Gerüchte sind BHs nicht Schuld an der Entstehung von Brustkrebs und stehen in keinem Zusammenhang damit.

Krebs: Die größten Risikofaktoren

Diagnose: Brustkrebs erkennen

Nach Brustkrebs kann man mit bloßen Händen, aber auch mit großem technischem Aufwand suchen. Ob man eine vermutlich gesunde Frau untersucht oder eine Verdachtsdiagnose absichern will, ist für die Wahl des Verfahrens mit entscheidend. Durch die Kombination von Tastbefund, bildgebenden Verfahren und Biopsie lässt sich die Diagnose in den allermeisten Fällen mit Sicherheit stellen.

  • Selbstuntersuchung der Brust: Obwohl Knoten erst ab einer Größe von eineinhalb bis zwei Zentimetern eindeutig tastbar sind, ist die Selbstuntersuchung die wichtigste Methode, um Brustkrebs zu erkennen. In 60 bis 70 Prozent aller Fälle bemerkt zuerst die Patientin selbst erste Krankheitszeichen. Viele Frauen zögern dann einen Arztbesuch noch Wochen bis Monate hinaus. Dadurch verlieren sie wertvolle Zeit. Denn je früher der Brustkrebs entdeckt wird, desto besser sind die Aussichten auf eine erfolgreiche, heilende Behandlung. Falls Sie bei der Selbstuntersuchung etwas Verdächtiges bemerken, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen. Er wird nach weiteren Untersuchungen meistens Entwarnung geben.

  • Tastuntersuchung durch den Arzt: Ab dem 30. Lebensjahr hat eine gesetzlich Krankenversicherte jedes Jahr Anspruch auf eine klinische Untersuchung zur Früherkennung von Brustkrebs. Dabei tastet der Arzt die Brüste und Achselhöhlen ab und sucht nach Knoten. Er achtet auch auf Größe und Form der Brüste sowie auf Veränderungen an Haut und Brustwarze. Die Chance, dadurch ein Mammakarzinom früh zu erkennen, ist aber gering. Erscheint dem Arzt der Tastbefund auffällig, so wird er weitere Untersuchungen veranlassen.

  • Brustkrebs Mammographie Röntgenbild
    Die Mammographie kommt entweder zur Brustkrebsfrüherkennung oder bei der Verdachtsdiagnose eines Mammakarzinoms zum Einsatz.
    iStock

    Mammographie (Röntgen): Mammographie und Mammasonographie sind die wichtigsten bildgebenden Verfahren zur Diagnose von Brustkrebs. Sie werden als erster Schritt zur weiteren Untersuchung von tastbaren Knoten eingesetzt. Außerdem dienen sie zur Früherkennung, weil sie auch nicht tastbare Veränderungen des Brustgewebes zeigen. Sie weisen aber nur mit mehr oder weniger großer Sicherheit darauf hin, ob die Veränderungen gut- oder bösartig sind. Den endgültigen Beweis muss immer eine Gewebeprobe (Biopsie) liefern. Bei der Mammographie, einer Röntgenaufnahme der Brust, werden zwei Bilder aufgenommen – von oben und von seitlich schräg oben. Dazu drücken zwei Plexiglasscheiben die Brust zusammen, was viele Frauen als unangenehm empfinden. Die Mammographie ist vor allem für ältere Frauen ab etwa 50 Jahren geeignet. Bei jüngeren Frauen ist die Wahrscheinlichkeit, mit der Mammographie einen bösartigen Tumor zu entdecken, eingeschränkt. Ihr Brustgewebe ist meist noch zu dicht und zudem empfindlicher gegen Strahlen.

    Mammografische Befunde werden relativ oft fälschlicherweise als bösartig eingestuft. Und die Qualität der Untersuchung ist stark vom Röntgeninstitut abhängig.

  • Mammasonographie (Ultraschall): Die Ultraschalluntersuchung liefert ein Schnittbild durch die Brust. Bei gezielter Fragestellung aufgrund eines auffälligen Tastbefunds oder einer verdächtigen Mammographie ist die Aussagekraft dieser Methode hoch. Je nach Untersucher schwankt die Qualität allerdings stark. Wegen des hohen Zeitaufwands eignet sich das Verfahren auch nicht als Suchmethode bei vermutlich gesunden Frauen. Die Mammasonographie gilt als Ergänzung zur Mammographie. Bei jungen Frauen mit dichtem Brustgewebe ist sie meist aussagekräftiger als die Mammographie und kommt dann vor dieser zum Einsatz. Zudem bringt sie keine Strahlenbelastung mit sich.

  • Magnetresonanztomographie (MRT): Das MRT, auch Kernspintomographie genannt, ist besonders geeignet, um Weichteile – Fett-, Binde- und Drüsengewebe der Brust – mit großer Schärfe darzustellen. Es erzeugt Bilder, die Röntgenbildern ähneln. Für die Brustkrebserkennung hat diese Untersuchung aber den Nachteil, dass sich gutartige und bösartige Veränderungen nicht immer unterscheiden lassen. Deshalb wird das MRT vor allem als Zusatzverfahren verwendet, wenn

  • Patientinnen mit Implantaten untersucht werden sollen.

  • der Brustkrebsverlauf während einer Therapie (zum Beispiel Chemotherapie) kontrolliert werden soll.

  • bei bekanntem Brustkrebs ausgeschlossen werden soll, dass weitere Herde vorliegen.

  • an der Narbe einer voroperierten Brust zwischen ungefährlichem Narbengewebe und einem erneuten Auftreten von Karzinomgewebe unterschieden werden soll.

  • Biopsie: Bilder allein reichen nicht, um Brustkrebs sicher zu diagnostizieren. Daher ist es nötig, mit einer Hohlnadel eine Gewebeprobe aus dem betroffenen Bereich der Brust zu entnehmen und zu untersuchen. Das Verfahren wird bei örtlicher Betäubung durchgeführt und dauert etwa 30 bis 45 Minuten. Im Wesentlichen werden heute zwei Methoden angewendet: die Hochgeschwindigkeits-Stanzbiopsie und die Vakuum-Stanzbiopsie. Wenn ein bösartiger Befund vorliegt, bestimmt der Pathologe die genauen Eigenschaften des Mammakarzinoms.

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Therapie: Wie wird Brustkrebs behandelt?

Die Operation ist meist die erste Maßnahme zur Behandlung von Brustkrebs. Je nach Ausbreitung des Tumors, Brustkrebsart, Hormonrezeptoren am Tumorgewebe und Alter der Patientin schließen sich andere Verfahren an: Bestrahlung, Chemo-, Hormon- und/oder zielgerichtete Therapien.

Operation

In einem Fünftel der Fälle gilt die Operation allein oder in Kombination mit der Bestrahlung als ausreichend, um Brustkrebs zu behandeln. Wenn das Tumorgewebe sicher oder auch nur vermutlich Tochterzellen ausgesandt hat, dann wird sich der Operation eine systemische Behandlung mit Medikamenten anschließen.

Brusterhaltende Operation

Primäre Therapie eines Mammakarzinoms ist nach Möglichkeit die Entfernung des Tumors durch einen operativen Eingriff. Diese Operation hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten sehr gewandelt: Entfernte man früher bei Brustkrebs meist das gesamte Brustgewebe, so hat sich heute die Erkenntnis durchgesetzt, dass eine radikale Brustoperation das Behandlungsergebnis längst nicht in allen Fällen verbessert. So können heute etwa zwei von drei Operationen brusterhaltend durchgeführt werden. Eine Entfernung der Brust (Mastektomie) ist nur dann nötig, wenn sich der Tumor bereits in einem fortgeschrittenen Stadium befindet und große Teile der Brust befallen hat.

Während der Brustkrebs-Operation muss der Operateur darauf achten, den Tumor mit so viel umgebendem Gewebe zu entfernen, dass bei der feingeweblichen Untersuchung der Schnittränder keine Tumorzellen mehr zu finden sind. Das heißt es wird bei jeder Tumorentfernung auch immer gesundes Gewebe mit entfernt. Handelt es sich um einen großen Tumor, der viel Gewebeentnahme erfordert, kann trotz der schonenden Operationstechnik ein Größenunterschied zwischen beiden Brüsten entstehen. Dieser lässt sich jedoch gut durch plastisch-chirurgische Maßnahmen ausgleichen: Man kann entweder Drüsengewebe aus der Brust selbst oder bei größeren Defekten Teile von Muskeln in den entstandenen Hohlraum verlegen.

In den meisten Fälle erfolgt bei Brustkrebs – gerade auch nach brusterhaltender Operation – eine Bestrahlung der betroffenen Brust einschließlich der Wand des Brustkorbs. Dadurch werden eventuell in diesem Bereich verbliebene Tumorzellen zerstört und das Risiko für ein Wiederauftreten der Krankheit wird auf etwa ein Viertel bis ein Sechstel gesenkt.

Immer häufiger setzen Ärzte heute auch bereits vor der Brustkrebs-Operation eine Chemo- oder Hormontherapie ein. Spricht der Tumor darauf an und verkleinert er sich, so kann die Operation kleiner ausfallen; in manchen Fällen wird hierdurch eine brusterhaltende Operation möglich.

Brustentfernung (Mastektomie)

In manchen Fällen raten die Ärzte zur Mastektomie. Brustdrüsengewebe, Haut mit Burstwarze sowie die Faszie des Brustmuskels werden dabei entfernt, wobei der Brustmuskel selbst – im Gegensatz zur früher durchgeführten radikalen Brustamputation – erhalten bleibt.

Wenn der gesunde Gewebesaum zu klein wird, der Tumor an verschiedenen Stellen gleichzeitig wächst oder an Haut oder Muskel anhaftet, erscheint dieses Vorgehen als das sicherere Verfahren. Manchmal ist auch das Größenverhältnis zwischen Brust und Tumor nachteilig. Das Ergebnis einer brusterhaltenden Operation wäre dann kosmetisch ungünstiger als nach einem plastischen Wiederaufbau zu einem späteren Zeitpunkt.

Entnahme von Achsellymphknoten

Während der Operation entnimmt der Chirurg über einen separaten Einschnitt zusätzlich einige Lymphknoten aus der angrenzenden Achselregion. Deren Untersuchung gibt weiteren Aufschluss über das Tumorstadium und die Ausbreitung des Tumors. Sind Tumorzellen in den Lymphknoten enthalten, steigt das Risiko, dass sich die Erkrankung auf andere Teile des Körpers ausgebreitet hat (Metastasierung). In solchen Fällen erfolgt im Anschluss an die Operation eine adjuvante (begleitende) Chemo- oder Hormontherapie, die bereits abgewanderte Tumorzellen abtöten kann.

Chemotherapie

Bei der Chemotherapie werden Zytostatika, die als Zellgifte wirken, eingesetzt. Sie stören die Zellen vor allem während ihrer empfindlichsten Phase: der Zellteilung. Da Tumoren rasch wachsen, befinden sich viele Zellen im Teilungsstadium. Deshalb ist die Wirkung der Chemotherapie auf Krebszellen stärker als auf gesundes Gewebe. Gegen ruhende Krebszellen können die starken Medikamente allerdings nichts ausrichten.

Die Chemotherapie kommt heute zu drei verschiedenen Zeitpunkten zum Einsatz.

  • Die adjuvante Chemotherapie ist die häufigste Form der Chemotherapie. Sie wird eingesetzt, wenn der Tumor zwar schon umliegendes Gewebe infiltriert (invasiv), aber noch keine Tochtergeschwülste nachweisbar sind. Die adjuvante Chemotherapie beginnt in den ersten Wochen nach der Operation und soll der Tumorstreuung vorbeugen sowie die Überlebenschance verbessern. Durchschnittlich reduziert sie die Sterblichkeit um 25 bis 35 Prozent.

  • Die neoadjuvante Chemotherapie findet vor der Operation statt, etwa wenn der Tumor relativ groß ist. Sie schafft günstige Vorbedingungen für den Eingriff, indem sie das Krebsgewebe verkleinert.

  • Die palliative Chemotherapie lindert im fortgeschrittenen Stadium der Krankheit zum Beispiel Schmerzen, die von Metastasen verursacht werden.

Bereits in sehr frühen Stadien können sich Krebszellen im Organismus ausbreiten und winzige, auch mit modernen bildgebenden Verfahren nicht zu entdeckende Absiedelungen (Mikrometastasen) bilden. Daher kann sich der Einsatz unter Umständen auch bei Frauen mit noch auf die Brust begrenzten Karzinomen lohnen. Auch wenn man davon ausgehen muss, dass durch die Operation nicht sämtliche Krebszellen aus dem Körper entfernt wurden, ist eine Chemotherapie angebracht.

Es gibt etliche Zytostatika, die in verschiedenen Kombinationen angewendet werden. Welche im Einzelfall zum Einsatz kommen, entscheidet der Arzt zum Beispiel anhand der individuellen Charakteristika des Tumors und auch unter Berücksichtigung bereits vorangegangener Therapien.

Die wichtigsten Vorsorgeuntersuchungen für Frauen

(Anti-)Hormontherapie

Ein großer Teil der Brusttumoren wird durch Östrogene und Progesteron gefördert. Sogenannte hormonrezeptorpositiven Tumoren verfügen auf ihrer Oberfläche über Bindungsstellen (Rezeptoren). Docken dort Hormone an, werden Wachstum und Vermehrung der Tumorzellen angeregt. Da die Produktion der weiblichen Geschlechtshormone in den Wechseljahren nachlässt, nehmen hormonempfindliche Brusttumoren bei Frauen vor der Menopause – angeregt durch die Hormonwirkung – meist einen rascheren Verlauf als bei Frauen nach der Menopause.

Bei hormonrezeptorpositiven Tumoren gilt die als Standardtherapie – zumal sie besser verträglich ist als die Chemotherapie. Sie hemmt die Hormone, die das Tumorwachstum begünstigen, und wird daher auch Antihormontherapie genannt. Das Rückfallrisiko kann dadurch deutlich gesenkt werden.

Vor der Menopause kommen in erster Linie Antiöstrogene, zum Beispiel der Wirkstoff Tamoxifen, und GnRH-Analoga, nach der Menopause Antiöstrogene und Aromatasehemmer zum Einsatz. Nebenwirkungen ähneln typischen Wechseljahrsbeschwerden wie Ausbleiben der Monatsblutung, Schweißausbrüche, Hitzewallungen, Austrocknung und Entzündung der Scheidenschleimhaut, Kopfschmerzen, Schlafstörungen und depressive Verstimmungen.

Es gibt drei Wege, auf denen man während der Brustkrebstherapie in den Hormonhaushalt eingreift:

  • Entfernung hormonproduzierender Organe
  • Hemmung der Hormonwirkung mit Medikamenten
  • zusätzliche Gabe von Hormonen

Zwar werden bis heute alle drei Wege beschritten, die medikamentösen Verfahren stehen aber weit im Vordergrund. Wie gut die Tumorzellen auf die jeweilige Therapie ansprechen, kann man allerdings nicht vorhersagen.

Strahlentherapie

Durch die Bestrahlung kann das Risiko eines Wiederauftretens des Tumors (Rezidiv) nach brusterhaltender Operation stark reduziert werden. Daneben kommt die Strahlentherapie unter anderem bei der Behandlung von Tochtergeschwülsten oder unter Umständen nach einer Brustentfernung zum Einsatz.

Die Bestrahlung beginnt nach kompletter Heilung der Operationswunden, in der Regel etwa vier bis acht Wochen nach dem Eingriff, und dauert sechs Wochen. Wird eine Chemotherapie durchgeführt, schließt sich die Bestrahlung daran an. Eine antihormonelle Therapie kann neben einer Bestrahlung stattfinden.

Die Bestrahlungsgeräte und -techniken sind heute weit entwickelt und die Strahlentherapie insgesamt sehr schonend: Es wird nur der Bereich bestrahlt, der auch betroffen ist. Dadurch kommt es seltener zu Nebenwirkungen. Diese können grundsätzlich während, aber auch erst nach der Bestrahlung auftreten. Viele verschwinden wieder, doch einige sind bleibender Natur. Häufig sind Hautreaktionen wie Rötungen, Lösung oberflächlicher Hautschichten (Epitheliolyse), Schuppungen. Gelegentlich kommt es zur Schädigung der Schweißdrüsen eventuell mit der Folge dauerhaft trockener Haut. Möglich sind auch bleibende Überpigmentierungen der Haut oder erweiterte oder geplatzte Gefäße. Weitere Nebenwirkungen wie Übelkeit kommen heutzutage nur noch selten vor. Mögliche bleibende Schäden sind Vernarbungen (Fibrosen) von Lunge und Brust. Selten kann bei Bestrahlung von Lymphgefäßen ein Lymphstau in den Armen oder der Brust auftreten.

Zielgerichtete Krebstherapien

Tumorzellen reagieren anders als normale Körperzellen. Genau diese Eigenschaften nehmen zielgerichtete Therapien ins Visier. Hier gibt es etliche Medikamente mit unterschiedlichen Funktionen. Tyrosinkinasehemmer und monoklonale Antikörper beispielsweise hemmen die Signalübertragung und damit "Wachstumsbefehle" an die Krebszellen. Angiogenesehemmer sorgen für ungenügende Versorgung des Tumorgewebes mit Sauerstoff und Nährstoffen.

Alternative Therapien bei Krebs

Alternative Behandlungsmethoden und Präparate werden in der Regel zur Stärkung der Immunabwehr angeboten. Ihre Wirksamkeit ist jedoch meist nicht wissenschaftlich-klinisch geprüft. Der Krebsinformationsdienst rät daher zu Vorsicht, weil auch unerwünschte Effekte nicht auszuschließen sind. Patientinnen sollten vor einer alternativen Behandlung ihren behandelnden Arzt dazu befragen. Alternative Heilmethoden sollten höchstens zusätzlich, also komplementär, zur konventionell-medizinischen erfolgen und keinesfalls statt dieser!

Verlauf: Metastasen verschlechtern Heilungschancen von Brustkrebs enorm

Auch wenn der Brustkrebs nach erfolgter Operation und anderen Therapien zunächst besiegt scheint, sind die Rückfallquoten nach wie vor hoch. Besonders gefürchtet sind Fernmetastasen: Tumorzellen, die in andere, teils weit entfernte Organe und Gewebe streuen und hier zu einer Tochtergeschwulst führen.

Die Prognose bei Brustkrebs hängt – wie bei vielen anderen Krebsarten auch – von verschiedenen Faktoren ab:

  • Größe des Tumors bei der Erstdiagnose
  • Ausbreitung des Tumors (Lymphknotenbefall, Metastasen)
  • Differenzierungsgrad der Tumorzellen: Wie stark weichen Tumorzellen von normalen Brustzellen ab?
  • Hormonrezeptorstatus
  • HER-2-Status
  • Anwesenheit zirkulierender Tumorzellen in Blut und Knochenmark
  • Lebensalter der Patientin

Im Einzelfall treffen meist verschiedene Einflussfaktoren aufeinander, die sich in ihrer Auswirkung auf die Prognose gegenseitig beeinflussen. Statistische Werte zur Prognose sind deshalb immer nur als eine grobe Orientierungshilfe zu verstehen.

Für alle Brustkrebspatientinnen und Stadien zusammen liegt die relative Fünf-Jahres-Überlebensrate bei etwa 81 Prozent. Das bedeutet, dass im Verlauf von fünf Jahren nach Diagnosestellung noch mehr als vier Fünftel der erkrankten Frauen leben. Damit hat sich die Prognose bei Brustkrebs in den zurückliegenden Jahrzehnten deutlich verbessert, was unter anderem auf die Einführung neuer Therapien zurückgeführt wird.

Treten Fernmetastasen auf, sinken die Überlebenschancen drastisch. In solchen Fällen besteht laut Krebsgesellschaft "mit den heute bekannten Behandlungsmethoden keine Aussicht auf vollständige Heilung, das heißt auf dauerhafte Entfernung aller Tumorzellen aus dem Körper".

Deshalb ist es neben der vollständigen Entfernung des Brusttumors oberstes Ziel, einer Streuung von Krebszellen möglichst frühzeitig entgegenzuwirken. Sind bereits Metastasen vorhanden, wird das Fortschreiten der Krankheit so lange wie möglich hinausgezögert und die Symptome gelindert.

Der weitere Verlauf hängt laut Krebsgesellschaft stark davon ab, wo die Metastasen auftreten: In Knochen und Haut können sie relativ gut in Schach gehalten werden, während sie in Lunge, Hirn und Leber für eine rasche Verschlechterung des Zustands sorgen. Bei Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittenem Brustkrebs liegt die Lebenserwartung laut Krebsgesellschaft bei durchschnittlich zwei Jahren nach Auftreten der ersten Metastasen. Ein Viertel der Betroffenen lebt noch fünf Jahre. Diese Prognosen beziehen auch Fälle aus vergangenen Jahrzehnten mit ein und dürften sich mit der fortschreitenden Entwicklung moderner Therapien weiter verbessern.

Dem Mammakarzinom vorbeugen

Nach Aussage von Experten lassen sich etwa 30 Prozent aller Brustkrebsfälle durch einen gesunden Lebensstil und einen wohlüberlegten, sparsamen Einsatz von Hormonersatzpräparaten während der Wechseljahre sowie danach vermeiden.

Frauen können ihr Brustkrebsrisiko entscheidend beeinflussen, indem sie die größten vermeidbaren Risikofaktoren aus ihrem Leben streichen. Dazu gehören laut Studienergebnissen vor allem Bewegungsmangel, Übergewicht, Alkoholkonsum und Rauchen. Andere Faktoren wie Stillen spielen eine positive Rolle bei der Vorbeugung von Brustkrebs.

Sport

Mehrere Studien haben in der Vergangenheit bereits Hinweise darauf geliefert, dass regelmäßige körperliche Aktivität das Brustkrebs-Risiko senken kann. Ein internationales Forscherteam wertete dazu die Ergebnisse von 62 Untersuchungen zu diesem Thema aus.

Insgesamt war das Erkrankungsrisiko bei Frauen, die sich regelmäßig bewegten, im Vergleich zu ihren weniger aktiven Geschlechtsgenossinnen um 25 bis 30 Prozent niedriger. Freizeitsport wirkte sich dabei positiver aus als körperliche Anstrengungen am Arbeitsplatz oder im Haushalt. Mittelmäßige und starke Belastung hatte denselben Effekt auf das Brustkrebs-Risiko.

Das niedrigste Risiko für Brustkrebs wiesen laut der Untersuchung Frauen auf, die ihr ganzes Leben lang aktiv gewesen waren. Darüber hinaus bewirkte Sport nach den Wechseljahren eine stärkere Risikosenkung als Sport in jungen Jahren. Dünne Frauen und Mütter profitierten mehr von der sportlichen Betätigung als dickere oder kinderlose Frauen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rät zu mindestens 150 Minuten moderater körperlicher Aktivität oder 75 Minuten anstrengenden Trainings pro Woche.

Gesunde Ernährung

Neben ausreichender Bewegung sollten Frauen wenig Alkohol trinken und kein Übergewicht ansetzen, um ihr Krebsrisiko zu mindern. Bei der Ernährung sollte insbesondere auf nährstoffreiche Lebensmittel und gesunde Fette (vor allem Omega-3-Fettsäuren etwa in Fisch, Walnüssen oder Leinsamen) geachtet werden und darauf, dass nicht zu viele Kalorien zugeführt werden. Alkohol sollte man höchstens in Maßen konsumieren und mehrere abstinente Tage in der Woche einhalten.

Nichtrauchen

Wissenschaftler der Universität Granada in Spanien analysierten die Daten von mehr als 500 Patientinnen im Alter von 19 bis 91 Jahren. Bei jeder von ihnen war zwischen 2004 und 2009 Brustkrebs diagnostiziert worden. Dabei zeigte sich, dass Raucherinnen, die zu familiärem Krebs neigten, rund zehn Jahre früher erkrankten als Nichtraucherinnen mit erblichen Risikofaktoren.

Stillen

Die spanische Studie untersuchte auch die Effekte des Stillens auf das Brustkrebsrisiko: Besteht kein familiäres Risiko, erkrankten Frauen, die mindestens sechs Monate lang stillten, signifikant seltener am Mammakarzinom. Bei Frauen, die länger gestillt hatten, erhöhte sich die vorbeugende Wirkung. Bei Raucherinnen blieb ein schützender Effekt jedoch aus. Die Forscher gehen davon aus, dass monatelanges Stillen die Ausschüttung bestimmter Hormone fördert, die Krebszellen direkt bekämpfen könnten.

Früherkennung von Brustkrebs

Brustknoten ertasten
Die Selbstuntersuchung der Brust wird einmal monatlich empfohlen.
FRANCK CAMHI

Vorsorgeuntersuchungen sind zwar keine Möglichkeit, Brustkrebs vorzubeugen. Jedoch lassen sich durch sie Tumore mitunter früh erkennen. Ab dem 30. Lebensjahr hat jede gesetzlich krankenversicherte Frau Anspruch auf eine klinische Untersuchung zur Früherkennung von Brustkrebs (Anschauen und Abtasten der Brüste und Achselhöhlen) durch den Frauenarzt. Die Kasse übernimmt die Kosten dafür.

Einmal jährlich ist nicht allzu oft. Deshalb sollte jede Frau einmal im Monat eine Selbstuntersuchung durchführen. Frauen zwischen 50 und 69 Jahren haben zudem die Möglichkeit des Mammographie-Screenings. Experten sind sich jedoch noch uneinig, ob der Nutzen dieser Früherkennungsmethode die Risiken, zum Beispiel durch Strahlenbelastung, überwiegt.

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