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24 blähende Lebensmittel: Erdnüsse, Lauch, Eier & Co.
Bohnen, Zwiebeln, Kohl: Die üblichen Verdächtigen unter den blähenden Lebensmitteln kennen viele Menschen. Doch die Liste der Lebensmittel, die Blähungen fördern können, ist deutlich länger. Ob Hülsenfrüchte, tierische Produkte, bestimmte Getränke oder Süßungsmittel: Was im Darm zu Gärung und Gasbildung führt, ist individuell verschieden und oft überraschend.
Diese Galerie zeigt, welche Lebensmittel besonders häufig Blähungen auslösen, warum das so ist und was Sie dagegen tun können.
Hülsenfrüchte fördern Blähungen
Bohnen, Linsen, Kichererbsen und Co. gelten als die bekanntesten Blähauslöser. Sie enthalten Mehrfachzucker (Oligosaccharide) wie Raffinose und Stachyose. Diese Kohlenhydrate kann der Dünndarm nicht vollständig abbauen. Deshalb gelangen sie in den Dickdarm. Dort werden sie von Bakterien zersetzt, wobei Gase wie Methan, Wasserstoff und Kohlendioxid entstehen.
Blähend wirkende Bohnen
Der Spruch "Jedes Böhnchen gibt ein Tönchen" hat einen biologischen Hintergrund: Bohnen enthalten besonders viel Raffinose. Je nach Zubereitung kann die Blähwirkung stark variieren.
Tipp: Getrocknete Bohnen sind besser verträglich als Dosenware, wenn sie selbst eingeweicht und lang gegart werden. Dosen-Bohnen vor dem Kochen gründlich abspülen.
Linsen begünstigen Blähungen
Ob Beluga-, Berg- oder rote Linsen: Auch diese beliebte Eiweißquelle kann Blähungen fördern. Rote und gelbe Linsen sind dabei oft besser verträglich als grüne oder braune, da sie weniger Schale enthalten.
Linsen sollten gründlich gespült und weich gegart werden. Die Zugabe von Ingwer oder Kurkuma kann die Verdauung unterstützen.
Grüne Erbsen wirken blähend
Grüne Erbsen gehören ebenfalls zur Familie der Hülsenfrüchte und können Blähungen verursachen. Tiefgekühlte Erbsen sind meist besser verträglich als frische, da der Blanchiervorgang bereits Teile der blähenden Stoffe abbaut.
Tipp: Mit kleinen Mengen starten und regelmäßig essen. Der Darm gewöhnt sich mit der Zeit an Hülsenfrüchte.
Zu den blähenden Lebensmitteln zählen Erdnüsse
Erdnüsse gelten botanisch nicht als Nüsse, sondern als Hülsenfrüchte und bringen entsprechend blähende Eigenschaften mit. Dazu kommt ihr hoher Fettgehalt, der die Verdauung zusätzlich verlangsamt.
Naturbelassene Erdnüsse (ohne Salz und Öl geröstet) sind meist verträglicher als stark gewürzte Varianten.
Blähendes Gemüse: Kohl
Weißkohl, Rotkohl, Wirsing, Rosenkohl und Grünkohl: Die meisten Kohlsorten enthalten schwer verdauliche Faserstoffe und Schwefelverbindungen. Im Dickdarm entstehen dabei Gase, die den Bauch aufblähen können.
Auch Brokkoli und Blumenkohl können blähen. Denn sie enthalten Sorbit und bestimmte Ballaststoffe, die bei vielen Menschen Blähungen auslösen.
Zwiebeln und Knoblauch wirken blähend
Zwiebeln und Knoblauch gehören zur Familie der Lauchgewächse und enthalten Fructane. Diese Form von Mehrfachzuckern kann im Dünndarm nicht aufgespalten werden. In der Folge fermentieren Bakterien sie im Dickdarm, dabei entstehen blähende Gase.
Tipp: Gekochte Zwiebeln sind deutlich besser verträglich als rohe.
Rettich führt zu Blähungen
Die Senföle in Rettich und Radieschen regen die Verdauung an. Das kann nützlich sein, führt aber bei empfindlichen Menschen auch zur Gasbildung im Darm.
Tipp: Rettich in dünne Scheiben schneiden und leicht salzen, dann 10 Minuten ziehen lassen. Dadurch wird ein Teil des blähenden Safts entzogen.
Milch kann zu Blähungen führen
Wer nach dem Trinken von Milch unter Blähungen, Bauchschmerzen oder Durchfall leidet, hat womöglich eine Laktoseintoleranz. Dabei fehlt dem Körper das Enzym Laktase, das den Milchzucker (Laktose) aufschließt. Im Dickdarm wird die Laktose dann von Bakterien vergoren, in der Folge entstehen Gase.
Tipp: Laktoseintoleranz kann durch einen ärztlichen Atemtest einfach festgestellt werden. Laktosefreie Milch oder pflanzliche Alternativen sind gut verträglich.
Käse wirkt blähend
Käse wird erst im Dickdarm vollständig verdaut, dabei produzieren Darmbakterien Gase. Besonders fettreiche oder sehr reife Sorten wie Camembert oder Blauschimmelkäse wirken stärker blähend. Wer laktoseintolerant ist, kann Hartkäse wie Parmesan essen, der meist laktosefrei ist.
Fettes Fleisch hat blähende Wirkung
Fettreiches Fleisch verlangsamt die Magenentleerung und die Darmpassage. Dabei haben Darmbakterien mehr Zeit, das Fleisch zu fermentieren. Ein Prozess, bei dem Gase entstehen können.
Tipp: Mageres Fleisch (Hähnchen ohne Haut, Pute, Rinderfilet) bevorzugen. Auch eine fettreduzierte Zubereitung wie grillen, dünsten oder dämpfen kann Blähungen reduzieren.
Wurst zählt zu blähenden Lebensmitteln
Je fettreicher Wurst oder Speck sind, desto mehr können sie zu Blähungen beitragen. Stark verarbeitete Wurstwaren enthalten zudem oft Zusatzstoffe, die die Darmflora belasten.
Magere Alternativen sind Kochschinken oder Putenbrust. Außerdem gilt es, stark gebratenen Speck (Bacon) besser zu meiden, denn die Röststoffe können zusätzlich zu den Fetten den Darm belasten.
Blähungen durch kohlensäurehaltige Getränke
Sprudelwasser, Limonaden und Saftschorlen enthalten Kohlendioxid (CO₂), das beim Trinken direkt in den Magen gelangt und das Volumen der Darmgase deutlich erhöhen kann. Besonders in Kombination mit einer großen Mahlzeit ist der Effekt spürbar.
Tipp: Stilles Wasser oder ungesüßten Kräutertee bevorzugen. Wer auf Sprudel nicht verzichten möchte, sollte ihn langsam trinken und gut entgasen lassen (kurz stehen lassen).
Blähende Zuckeraustauschstoffe
Sorbit, Xylit, Mannit und andere Zuckeraustauschstoffe (erkennbar an E-Nummern) kommen in Diätprodukten, zuckerfreiem Kaugummi und Light-Getränken vor. Sie werden im Dünndarm kaum aufgenommen und gelangen fast vollständig in den Dickdarm. Dort werden sie von Bakterien zu Gasen fermentiert.
Blähende Schokolade
Schokolade ist fettreich und enthält je nach Sorte auch Zuckeralkohole oder Milchbestandteile, die Blähungen begünstigen können. Dunkle Schokolade enthält zudem Koffein und Theobromin, die die Darmtätigkeit anregen können. Insgesamt gilt sie jedoch oft als besser verträglich als Milchschokolade, vor allem bei einem Kakaoanteil von über 70 Prozent.
Müsli fördert Blähungen
Müsli mit viel Hafer, Kleie oder Trockenfrüchten ist ballaststoffreich, was grundsätzlich gut für die Verdauung ist. Wer jedoch nicht regelmäßig viele Ballaststoffe isst, kann beim plötzlichen Einstieg starke Blähungen bekommen.
Tipp: Selbstgemachtes Müsli ist gesünder und oftmals bekömmlicher als Fertigprodukte mit viel Zucker.
Bohnen, Zwiebeln, Kohl: Die üblichen Verdächtigen unter den blähenden Lebensmitteln kennen viele Menschen. Doch die Liste der Lebensmittel, die Blähungen fördern können, ist deutlich länger. Ob Hülsenfrüchte, tierische Produkte, bestimmte Getränke oder Süßungsmittel: Was im Darm zu Gärung und Gasbildung führt, ist individuell verschieden und oft überraschend.
Diese Galerie zeigt, welche Lebensmittel besonders häufig Blähungen auslösen, warum das so ist und was Sie dagegen tun können.
- Online-Informationen des Deutschen Ärzteblatts: Meteorismus – Ursachen und gezielte Therapieansätze: magendarm-zentrum.de/images/dokumente/publikationen/reizmagendarmsyndrom/meteorismus.pdf (Abruf: 03/2026)
- Online-Informationen der Praxis für Innere Medizin - Gastroenterologie: Hinweise zur Ernährung bei Fruktosemalabsorption: www.gastroenterologie-ffm.de/patienteninformationen/fruktoseunvertraeglichkeit.pdf (Abruf: 03/2026)
- Online-Informationen der gastroenterologischen Praxis Rüsselsheim: https://gastroenterologie-ruesselsheim.de/files/uploads/pdfs/Ern%C3%A4hrungsempfehlung%20Bl%C3%A4hungen.pdf (Abruf: 03/2026)