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Insektenstiche an Bildern erkennen
Insektenstiche können ganz unterschiedlich aussehen, je nachdem wer zugestochen hat. Außerdem reagieren die Menschen unterschiedlich, manchmal gibt es allergische Reaktionen mit großflächiger Schwellung nach einem Insektenstich oder Entzündungen. Wir zeigen Ihnen hier Bilder unterschiedlicher Stiche und Reaktionen und wann Sie in die hausärztliche Praxis sollten.
Entzündung nach Mückenstich
Entzündung nach Mückenstich
Beim Stich der Mücke können Keime in die Wund gelangen und sich entzünden. Dasselbe kann durch Kratzen passieren. Bei einer Entzündung nach einem Mückenstich kommt es zu einer heißen Rötung, einer stärkeren Schwellung, die auch hart sein kann und ziehenden Schmerzen. Wenn sogar Eiter zu sehen ist, sollte die Entzündung ärztlich behandelt werden. Sind die anderen Symptome nach drei bis vier Tagen nicht abgeklungen und es fühlt sich anders an als normal, sollte ebenfalls ein*e Arzt*Ärztin aufgesucht werden.
Allergische Reaktion nach Mückenstich
Allergische Reaktion nach Mückenstich
Allergische Reaktionen auf Mückenstiche sind seltener als eine Allergie auf Bienen- oder Wespenstiche. Dennoch kann es zu Hautirritationen rund um die Einstichstelle kommen und sich eine allergische Reaktion wie im Bild zeigen. Ein Verdacht auf eine allergische Reaktion auf einen Insektenstich muss unbedingt ärztlich abgeklärt werden.
Starke Schwellung nach Insektenstich
Starke Schwellung nach Insektenstich
Tritt an dieser Stelle nach dem Mückenstich jedoch eine so starke Schwellung auf, dass der Fuß dick ist und das Fußgelenk zugeschwollen ist, muss der Stich Fachleuten gezeigt werden. Als Erste-Hilfe-Maßnahme kann die Schwellung mit Eiswürfeln oder Coolpacks behandelt und der Fuß hochgelegt werden.
Asiatische Tigermücke
Asiatische Tigermücke
Die asiatische Tigermücke ist 2007 in Deutschland angekommen. Sie kann auch tropische Krankheiten übertragen, die bisher nicht hier vorkamen. Im Herbst 2019 haben sich zwei Menschen in Südfrankreich erstmals mit dem Zika-Virus angesteckt, auch vom West-Nil-Fieber wurden erstmals drei Fälle in Deutschland bekannt. Bei ungewöhnlichen Symptomen nach einem Mückenstich wie Fieber unbedingt in die Arztpraxis gehen!
Typischer Bienenstich
Typischer Bienenstich
Nach einem Bienenstich kann es zu einer großflächigen Schwellung kommen, die ein bis zwei Tage anhält. Bienen stechen in der Regel nur, wenn sie sich bedroht fühlen, also wenn jemand beispielsweise in die Nähe ihres Bienenstocks kommt. Nach dem Stich stirbt die Biene. Kommt es zu einer ungewöhnlich großflächigen Schwellung oder ist der Stich im Gesichtsbereich, sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Extreme Flohbisse
Kriebelmücken
Kriebelmücken
Kriebelmücken, die wie kleine Fliegen aussehen, stechen nicht, sondern beißen in die Haut, wobei sie ein Betäubungsmittel injizieren, und saugen dann die Blutlache aus. Den Biss spürt man wegen der Betäubung erst hinterher. Durch ihren Speichel können nach einem Biss durch die Kriebelmücke allergische Reaktionen wie Rötungen, Schwellungen und manchmal auch Blutergüsse auftreten. Der starke Juckreiz kann sogar Wochen anhalten.
Wespenstich
Wespenstich
Wenn eine Wespe zusticht, injiziert sie ein Gift. Dennoch sollte man nach einem Wespenstich die Wunde nicht aussagen, da so das Gift oft erst verteilt wird. Besser ist es, einen heißen Waschlappen aufzulegen, denn Wärme zerstört die Eiweiße im Gift. Anschließend kühlen, um eine zu starke Schwellung zu verhindern.
Schwellung nach Wespenstich
Schwellung nach Wespenstich
Eine Schwellung entsteht nach einem Wespenstich durch das Gift. Meistens juckt der Stich auch stark. Typisch für Wespenstiche sind auch Quaddeln im Stichbereich, wie hier im Bild. Nach drei bis vier Tagen sollten die Beschwerden abgeklungen sein, ansonsten ab zur Arztpraxis.
Typischer Zeckenbiss (Zeckenstich)
Typischer Zeckenbiss (Zeckenstich)
Ein Zeckenbiss, bei dem es sich eigentlich um einen Stich handelt, wird oft erst bemerkt, wenn es zu spät ist. Wichtig ist, die Zecke richtig zu entfernen. Die Stichstelle rötet sich meist leicht und juckt. Es ist sinnvoll, die Stelle mit einem Stift einzukreisen, um beurteilen zu können, ob sie sich verändert. Wenn sich die Rötung ausweitet und die Größe einer 2-Euro-Münze erreicht, sollte ärztliche Hilfe aufgesucht werden, um eine Borreliose auszuschließen.
Hornissenstich
Grasmilben
Grasmilben
Grasmilben selbst sind harmlos, aber ihre 0,2 Millimeter kleinen Larven sind sehr aggressiv und beißen, meist zwischen Juli und Oktober. Die Larven der Grasmilbe bevorzugen feuchtwarme Stellen mit dünner Haut wie Kniekehlen, Leisten, Achseln oder den Intimbreich. Oft zeigen sich mehrere Bisse, die allerdings oft erst nach 24 Stunden Quaddeln bilden und jucken. Hilfreich sind dann Hitze (warmes Messer oder Hitzestifte gegen Stiche) und leichte Kortisonsalben, um den Juckreiz zu lindern.
Bisse von Bettwanzen
Bisse von Bettwanzen
Bettwanzen sind äußerst unangenehme Mitbewohner, die sich mit ihren Eiern in kleinsten Ritzen verbergen können. Die Bisse zeigen meist eine "Wanzenstraße" und sind in einer Reihe. Sie ähneln Flohbissen. Leichter Juckreiz, Quaddeln und Rötungen sind typisch für Bisse von Bettwanzen. Hinweise auf Bettwanzen liefern kleine, schwarze Punkte (Kot) oder Blutspuren auf den Bettlaken. Sind Bettwanzen im Haus, ist das ein Fall für Expert*innen.
Biss der Feuerameise
Biss der Feuerameise
Ameisenbisse sind harmlos und zeigen sich mit kleinen roten Stichen, die leicht brennen. Allerdings lebt in Deutschland inzwischen auch die rote Feuerameise, deren Bisse deutlich unangenehmer sind. Sie versprühen ein Gift, das allergische Reaktionen auslösen kann. Nach einem Biss brennt es schmerzhaft und es entstehen typische kleine Eiterpickelchen. Ärztlicher Rat sollte dann gesucht werden.
Hirschlausfliege: Biss der "fliegenden Zecke"
Hirschlausfliege: Biss der "fliegenden Zecke"
Die Hirschlausfliege breitet sich auch in Deutschland immer weiter aus. In der Regel bevorzugen die Parasiten Wildtiere, aber auch Menschen werden manchmal gebissen. Die Stiche kommen dann häufig am Kopf und Nacken vor. Sie jucken oftmals und können sich entzünden. Dann treten zudem Quaddeln und Hautausschlag auf, Fachleute sprechen auch von einer Hirschlausfliegen-Dermatitis.
Violinspinne: Wie gefährlich ist ihr Biss?
Violinspinne: Wie gefährlich ist ihr Biss?
Die Violinspinne (Loxosceles rufescens) kommt vor allem im Mittelmeerraum vor. Sie erreicht eine Körpergröße von etwa sieben bis neun Millimetern. Zunächst bleibt ihr Biss oft unbemerkt, doch mit der Zeit können Symptome wie Juckreiz, Schmerzen, Rötungen oder Pusteln um die Bissstelle auftreten. In seltenen Fällen führt der Biss zu einer Hautnekrose, bei der das umliegende Gewebe abstirbt. Eine schwere Blutvergiftung kann die Folge sein.
Insektenstiche können ganz unterschiedlich aussehen, je nachdem wer zugestochen hat. Außerdem reagieren die Menschen unterschiedlich, manchmal gibt es allergische Reaktionen mit großflächiger Schwellung nach einem Insektenstich oder Entzündungen. Wir zeigen Ihnen hier Bilder unterschiedlicher Stiche und Reaktionen und wann Sie in die hausärztliche Praxis sollten.
Letzte Aktualisierung: 05.09.2024
Autor*in
Quellen
- Online-Informationen des WDR: www1.wdr.de/wissen/mensch/kriebelmuecken-102.html (Abruf: 09/2024)
- Online-Informationen vom Bayerischen Rundfunk: Wie Sie Bisse der Kriebelmücke erkennen und behandeln: www.br.de/radio/bayern1/kriebelmuecke-110.html (Abruf: 09/2024)
- Online-Informationen vom Bayerischen Rundfunk: Tropische Stechmücken erobern Deutschland: www.br.de/wissen/asiatische-tigermuecke-buschmuecke-muecke-100.html (Abruf: 09/2024)
- Online-Informationen des Parasitenportals: Achtung „Fliegende Zecke“: Wie die Hirschlausfliege Pferd, Hund und Mensch attackiert: https://parasitenportal.de/parasiten/hirschlausfliege-hund/ (Abruf: 03/2026)
- Online-Informationen des Norddeutschen Rundfunks: So gefährlich ist die Violinspinne wirklich: www.tagesschau.de/wissen/violinspinne-104.html (Abruf: 09/2024)
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