Die richtige Ernährung bei Rheuma
Von: Sarah Baumann
(Medizinredakteurin), Dagmar Schüller
(Medizinredakteurin und Dipl.-Trophologin)
Letzte Aktualisierung: 27.07.2022
Mit einer klug gewählten Ernährung können Menschen mit Rheuma ihre Schmerzen lindern und den Entzündungsprozess bremsen – eine medikamentöse Rheuma-Therapie kann sie jedoch nur ergänzen, nicht ersetzen. Welche Lebensmittel sich bei Rheuma eignen, auf welche man besser verzichten sollte und weitere Ernährungstipps.
Vegetarische Ernährung bei Rheuma
Vegetarische Ernährung bei Rheuma
Eine vegetarische Ernährung ist ideal bei Rheuma. Sie kann die Symptome deutlich lindern und kann möglicherweise helfen, die medikamentöse Behandlung mit ärztlicher Rücksprache etwas zu reduzieren. Menschen mit Rheuma sollten demnach viele pflanzliche Lebensmittel auf ihren Speiseplan setzen, dafür tierische Produkte reduzieren.
Obst und Gemüse satt
Obst und Gemüse satt
Wer unter Rheuma leidet, sollte reichlich Obst und Gemüse verzehren. Sie liefern wichtige Vitamine, dazu viele Mineralstoffe und Antioxidantien (sekundäre Pflanzenstoffe). Bei Obst sollten möglichst zuckerarme Sorten gewählt werden, zum Beispiel Äpfel, Beeren oder Orangen.
Rheuma: Bio-Lebensmittel bevorzugen
Zwischendurch ungesalzene Nüsse snacken
Zwischendurch ungesalzene Nüsse snacken
Nüsse und Kerne enthalten viele Nährstoffe, aber auch reichlich Fett. Sie zählen deswegen zu den verbotenen Lebensmitteln bei einer Bauchspeicheldrüsenentzündung.
Rheuma: Nur wenig Fleisch essen
Rheuma: Nur wenig Fleisch essen
... auf möglichst wenig Fleisch und Wurst in der Ernährung zu achten. Fettreiche Tierprodukte enthalten viele entzündungsfördernde Substanzen (wie Arachidonsäure) – das gilt besonders für Schweinefleisch. Besser geeignet für Menschen mit Rheuma ist Putenbrust und mageres Hühnerfleisch.
Besser Fisch bei Rheuma essen
Ernährung bei Rheuma: Käse und Milch in Maßen
Ernährung bei Rheuma: Käse und Milch in Maßen
Auch Milch enthält Arachidonsäure – die Halbfettvariante aber weniger als Vollmilch. Menschen mit Rheuma sollten deshalb besser zu fettarmen Milchprodukten (zum Beispiel Joghurt und Käse) greifen und nicht gänzlich verzichten, denn Milchprodukte liefern viel gesundes Kalzium.
Rheuma: Die richtigen Getränke
Rheuma: Die richtigen Getränke
Was statt Alkohol ins Glas kommen sollte: Mineralwasser sowie entwässernde Kräutertee-Sorten. Auch mit Brottrunk (zum Beispiel aus dem Reformhaus) machen viele Rheumatiker*innen gute Erfahrungen. Wer mag, kann sich zudem ab und zu einen frischen Smoothie aus Obst oder grünem Gemüse mixen.
Mit einer klug gewählten Ernährung können Menschen mit Rheuma ihre Schmerzen lindern und den Entzündungsprozess bremsen – eine medikamentöse Rheuma-Therapie kann sie jedoch nur ergänzen, nicht ersetzen. Welche Lebensmittel sich bei Rheuma eignen, auf welche man besser verzichten sollte und weitere Ernährungstipps.
Letzte Aktualisierung: 27.07.2022
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Quellen
- Online-Informationen der Deutschen Rheuma-Liga: Was ist Rheuma? www.rheuma-liga.de/hilfe-bei-rheuma/ist-es-rheuma/ (Abruf: 03/2022)
- Hettenkofer, H.-J., Schneider, M., Braun, J. (Hrsg.) Rheumatologie: Diagnostik - Klinik - Therapie. Georg Thieme Verlag, Stuttgart 2014
- Bischoff, H.-P. Praxis der konservativen Orthopädie, Georg Thieme Verlag, Stuttgart 2009
- Herold, G. Innere Medizin, Eigenverlag, Köln 2014
- Manger, B., Schulze-Koops, H. Checkliste Rheumatologie, Georg Thieme Verlag, Stuttgart, 2012