Ernährung, Bewegung, Entspannung

Mit gesundem Lifestyle durch die Wechseljahre

Eine ausgewogene Ernährung und viel Bewegung unterstützen den weiblichen Körper und können während der Wechseljahre Beschwerden erleichtern. Sie lindern Hitzewallungen, Gereiztheit und Schlafstörungen und sind ein wirksamer Schutz gegen Osteoporose.

Fueße unter fliessendem Wasser
Kneippsche Wasseranwendungen und Wechselduschen trainieren den Körper, extreme Temperaturen gut zu verkraften.
© iStock.com/kzenon

Leichte Kost gegen Hitzewallungen und Erschöpfung

Um während der Wechseljahre Beschwerden zu lindern, haben Frauen verschiedene Möglichkeiten. Wer es noch nicht getan hat, sollte spätestens im Klimakterium auf ausgewogene, vollwertige Kost umstellen. Das hilft Kaloriensparen und hält drohende Gewichtsprobleme im Zaum. Vorsicht vor zu vielen und falschen Fetten. Prima sind pflanzliche Fette mit viel ungesättigten Fettsäuren in Öl aus Sonnenblumen, Disteln oder Oliven – sie schützen vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Zwölf unterschätzte Schlafräuber

Lifeline/Wochit

Zudem freut sich der Körper während der Hormonumstellung über reichlich Vitamine und Mineralstoffe – am besten aus frischem oder schonend zubereitetem Obst und Gemüse. Leichtes Essen am Abend beugt Problemen beim Ein- und Durchschlafen vor. Aber auch am Tag wirkt es als Muntermacher.

Frauen müssen während der Wechseljahre unbedingt auf ausreichend Kalzium achten, um Beschwerden durch Osteoporose vorzubeugen. Den Knochen zuliebe also öfter mal Milch, Quark, Joghurt und Hartkäse auf den Speiseplan setzen. Weglassen sollten Frauen hingegen Nahrungsmittel, die wärmend wirken und Hitzewallungen verstärken können. Dazu gehören stark gesalzene und scharfe Speisen sowie Koffein und Alkohol.

Bewegung macht fit und fröhlich - auch jenseits der 40

Sportlich aktive Frauen erleben während der Wechseljahre weniger Beschwerden. Wer sich regelmäßig bewegt, trainiert seinen Kreislauf. Dabei sollte man ruhig mal ins Schwitzen kommen, denn das übt den Körper darin, extreme Temperaturen leichter zu verkraften und schneller wieder abzukühlen. So ist er gegen Hitzewallungen besser gewappnet. Den gleichen Effekt haben Kneippsche Wasseranwendungen: Wechselduschen beispielsweise lassen sich problemlos zu Hause durchführen.

Grundsätzlich gilt: Jede Bewegung ist eine Wohltat für Körper und Geist – wenn sie Spaß macht. Wem es zu eintönig ist, einsame Laufrunden zu drehen oder mit Stöcken durch den Park zu walken, sollte es mal mit Tanzen, Badminton oder einem Kurs im Fitnessstudio probieren. Oder möglichst viel Bewegung in seinen Alltag einbauen: Radfahren, öfter mal Treppensteigen und zu Fuß gehen. Sport stärkt die Knochen, hält die Haut länger straff und festigt das Bindegewebe.

Spezielle Übungen für den Beckenboden können Blasenschwäche vorbeugen und bessern. Anleitungen zu gezielten Übungen liegen in vielen Frauenarztpraxen aus. Außerdem regt regelmäßige Bewegung den Stoffwechsel und die Kalorienverbrennung an. Das kommt der Figur doppelt zugute. Sie bleibt schlank und behält ihre jugendliche Form, da Muskelmasse nicht abgebaut, sondern neu gebildet wird. Und Sport macht gute Laune! Der Körper setzt dabei Endorphine frei – die killen Stresshormone im Blut, fördern so Ausgeglichenheit und einen tiefen Schlaf.

Entspannt durch die Wechseljahre mit wenig Beschwerden

Leicht reizbar? Ständig am Grübeln? Schlaflos in der Nacht? Bewusste Entspannung wirkt Wunder! Kleine Auszeiten sind daher äußerst empfehlenswert: ein wohliges Bad nehmen, in einem spannenden Buch versinken, sich von einer Masseurin verwöhnen lassen – Möglichkeiten, während der Wechseljahre Beschwerden zu lindern, gibt es unzählige. Vielen Frauen fällt Abschalten jedoch schwer. In solchen Fällen haben sich autogenes Training, progressive Muskelentspannung und Meditation bewährt. Sie lindern Nervosität und Schlafstörungen und verhelfen dauerhaft zu mehr Gelassenheit und innerer Ruhe. Ähnlich positiv auf die Psyche wirken asiatische Techniken wie Yoga, Thai Chi oder Qi Gong . Überdies halten sie den Körper beweglich und fördern die Konzentration.

Sie leiden unter Wechseljahresbeschwerden und möchten sich über die Möglichkeiten zur Behandlung informieren? Dann klicken Sie hier.

Falls Sie sich nicht sicher sind, ob Ihre Beschwerden mit den Wechseljahren zusammenhängen könnten, kann Ihnen der

Selbsttest
Bin ich in den Wechseljahren?

Während der Wechseljahre verändert sich das Hormonsystem in einem langsamen, wechselhaften Prozess, der von einer Reihe typischer körperlicher und psychischer Anzeichen und Symptome begleitet wird. Ausmaß und Ausprägung der Symptome variieren von Frau zu Frau teilweise erheblich und gerade zu Beginn der hormonellen Umstellung sind die Anzeichen oft unspezifisch und diffus. Dieser Test kann erste Hinweise auf das Vorhandensein und die Schwere einer möglichen Wechseljahrssymptomatik geben.

bei der Einschätzung helfen.

Die typischen Fettnäpfchen von Frauen um die 50
Wie gut ist Ihr Medizinwissen?
Wie lautet der Fachbegriff für die Wechseljahre der Frau?
Newsletter-Leser wissen mehr über Gesundheit

Aktuelle Themen rund um Ihre Gesundheit kostenlos per Mail.

Abonnieren

Zum Seitenanfang