Kuraufenthalt

Bei der Eltern-Kind-Kur neue Kraft tanken

Die Eltern-Kind-Kur ist heute eine Pflichtleistunge der gesetzlichen Krankenkassen. Davon sollte man Gebrauch machen, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen, ist oftmals gar nicht so einfach. Kommen dann noch gesundheitliche Beschwerden bei einem Elternteil oder beim Kind hinzu, empfiehlt sich ein Kuraufenthalt zur Stabilisierung der Gesundheit.

Bei der Eltern-Kind-Kur neue Kraft tanken
Eine Eltern-Kind-Kur kann Krankheiten vorbeugen.
Getty Images/Hemera

Mit Eltern-Kind-Kur Krankheiten vorbeugen

Eltern zu sein, war noch nie besonders einfach. Auch in der heutigen Zeit, in der immer wieder von der Entlastung von Müttern und Vätern gesprochen wird, ist es für die meisten alles andere als leicht, die Verantwortung zu meistern und die zeitlichen und organisatorischen Herausforderungen von Job und Familie in den Griff zu bekommen. Wenn die Kraft zu Ende geht, kann ein Kuraufenthalt eine sinnvolle Maßnahme sein, um Krankheiten vorzubeugen oder bereits entstandene Leiden bei Erwachsenen oder beim Kind zu mildern. Schon seit eineinhalb Jahren gehört die Eltern-Kind-Kur zu den Pflichtleistungen der Krankenkassen. Nicht nur Mütter, sondern auch Väter können diese Leistung gemeinsam mit dem Nachwuchs in Anspruch nehmen. Die Angebotspalette bietet für nahezu jedes gesundheitliche Problem eine Lösung.

Ambulant vor stationär gilt nicht mehr für die Eltern-Kind-Kur

Vor dem 1. April 2007 lag es noch im Ermessen der Krankenkassen, eine Mutter- oder Vater-Kind-Kur zu bewilligen. Oft wurden Bewerber auf ambulante Einrichtungen vor Ort verwiesen und die Anträge einfach abgelehnt. Mit der Einführung der Eltern-Kind-Kur als Pflichtleistung hat sich dies grundlegend geändert. Jetzt haben alle Mütter und Väter grundsätzlich einen Anspruch auf diese Vorsorge- oder Rehabilitationsmaßnahme. Einzige Voraussetzung ist, dass ein medizinischer Grund vorliegt und vom Arzt attestiert wird.

Für jedes Leiden gibt es ein passendes Kurangebot

Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um ein körperliches Leiden oder eine psychische Erschöpfung handelt. Auch gesundheitliche Probleme beim Kind sind eine gute Begründung für eine gemeinsame Kur von Mutter bzw. Vater und Kind, beispielsweise wenn das Kind unter einer chronischen Erkrankung wie Asthma oder Neurodermitis leidet. Ein Kuraufenthalt dauert in der Regel drei Wochen, wobei sowohl auf die körperlichen Symptome eingegangen wird, als auch auf die seelischen und psychischen Probleme der Eltern, die der erhöhte Betreuungsaufwand möglicherweise mit sich bringt. Aus der Kur und dem entsprechenden Kurangebot sollen Erwachsene und Kinder körperlich und psychisch gestärkt hervorgehen und neue Kraft für die Anforderungen zu Hause tanken. Damit sinkt auch das Risiko, dass sich chronische Krankheitssymptome weiter verschlechtern oder Krankheiten erneut auftreten. Insofern stellt die Eltern-Kind-Kur auch eine wichtige Präventionsmaßnahme dar.

Der Weg zur Kur

Wer eine Kur beantragen möchte, füllt mit seinem behandelnden Arzt oder seiner Ärztin ein entsprechendes Formular aus. Je nachdem, welche gesundheitlichen Probleme vorliegen, kommen verschiedene Kureinrichtungen infrage. Der Arzt wird Sie darin beraten, welche Kureinrichtungen für Sie geeignet sind. Die Krankenkassen bewilligen einen solchen Antrag in der Regel ohne Probleme und übernehmen damit automatisch alle Kuranwendungen. Mütter oder Väter müssen lediglich 10 Euro pro Tag zuzahlen, Kinder sind vollständig befreit. Wichtig zu wissen: Versicherte können unter Berücksichtigung des vorliegenden Gesundheitsproblems frei wählen, wo die Kur durchgeführt werden soll. Sie haben das sogenannte Wunsch- und Wahlrecht, das von den Kassen nicht angetastet werden darf.

An- und Abreise sind auch Teil der Eltern-Kind-Kur

Schließlich sollten auch An- und Abreise gut geplant werden, wenn man mit der Familie unterwegs ist. Bei langen An- und Abfahrten zum und vom Urlaubsort mit dem Auto sollten Familien mit Kindern etwa alle zwei Stunden eine Pause einlegen. Kinder haben im Vergleich zu Erwachsenen einen viel größeren Bewegungsdrang, auch ist ihre Energie schneller aufgebraucht. Erkundigen Sie sich am besten im Vorfeld des Urlaubs nach Raststätten entlang der Autobahn, die genügend Möglichkeiten zum Toben und vielleicht sogar einen Spielplatz bieten. Auf Zugfahrten sollten Sie unbedingt Sitzplätze reservieren, am besten im Kinderabteil. Großraumwagen bieten Tischplätze, an denen gespielt und gebastelt werden kann. So wird die Eltern-Kind-Kur von Anfang bis Ende ein entspanntes Erlebnis.

Autor:
Letzte Aktualisierung:21. April 2009
Quellen: Nach Informationen von Bundesministerium für Gesundheit (BMG) und Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

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