Ratgeber Pharmazie und Gesundheit

Vergiftungen/Verätzungen

Häufig sind kleine Kinder von Vergiftungen und Verätzungen betroffen – meist dann, wenn sie Zugang zu Haushaltsreinigern, Pflanzenschutzmitteln, Medikamenten oder giftigen Pflanzen haben.

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Vergiftungen: Vor allem Kinder betroffen
(c) Stockbyte

Häufig sind kleine Kinder die Betroffenen, wenn diese Zugang zu Haushaltsreinigern, Pflanzenschutzmit­teln, Medikamenten oder giftigen Pflanzen haben.

Erste Hilfe

Haut: Kleidung entfernen und die betroffene Stelle mit reichlich fließendem Wasser spülen. Augen: Das betroffene Auge sofort unter fließendem Wasser spülen; dabei die Augenlider mit der Hand offen halten. Atemwege: An der frischen Luft tief durch­atmen. Magen-Darm-Trakt: Viel Tee, Saft oder Leitungswasser trinken lassen; keine(!) kohlensäurehaltigen Getränke. Milch nur nach Anweisung eines Arztes/Giftnotrufs verabreichen. Erbrechen nur nach Anweisung eines Arztes/Giftnotrufs auslösen. Gegebenenfalls sind weitere Erste-Hilfe-Maßnahmen erforderlich (z. B. stabile Seitenlage, Mund-zu-Mund-Beatmung).

Wann zum Arzt?

Umgehend sollten der Haus- oder Kinderarzt zu weiteren Maßnahmen telefonisch befragt werden. Bei Schäden am Auge ist nach den Erste-Hilfe-Maßnahmen ein Augenarzt aufzusuchen. Der Notarzt ist bei Bewusstlosigkeit, Krämpfen und Atemstillstand zu rufen.

Zum Notarzt!

Bei Bewusstlosigkeit, Krämpfen und Atemstillstand ist umgehend ein Notarzt zu rufen. Dabei ist dringend darauf hinzuweisen, dass es sich umeine Vergiftung handelt.

Hilfe aus der Apotheke

Für die Erstbehandlung von Vergiftungen (nur nach Anweisung eines Arztes oder eines Giftinformationszentrums!) sollte jeder Haushalt mit Kleinkindern einen Vorrat an Kohletabletten und einer Emulsion mit Simeticon besitzen. Medizinische Kohle bindet Giftstoffe. Simeticon wirkt als Entschäumer, wenn seifenhaltige Produkte (z. B. Spülmittel) verschluckt worden sind.

Wissenswertes

Giftinformationszentrum (Giftnotruf): Telefonische Auskunft zu Erste-Hilfe-Maßnahmen geben Informationszentralen für Vergiftungsfälle (Giftnotruf). Diese sind bundesweit rund um die Uhr erreichbar.

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