Computer & TV

Damit Kinder nicht fernsehsüchtig werden

Wenn Kinder fernsehsüchtig sind, dann hat das mit der Flimmerkiste selbst meist gar nichts zu tun. Es ist eher die Frage, wie Mutter und Vater mit dem Fernseher umgehen. Schließlich färbt ihr Verhalten auf die Kleinen ab. Manche Eltern finden es allerdings schwer, ihren eigenen Umgang mit dem Gerät zu beurteilen. Doch einige Regeln können ihnen helfen, TV-Sucht beim Nachwuchs zu vermeiden.

Damit Kinder nicht fernsehsuechtig werden
Kinder sollten nicht wahllos fernsehen
(c) Flying Colours Ltd

Machen Sie den Fernseher nicht zum Zentrum des Familienlebens. Lassen Sie das Gerät nicht wahllos laufen, sondern schalten Sie Sendungen gezielt ein – und anschließend auch wieder aus. Je bewusster und konsequenter Sie mit der Flimmerkiste umgehen, desto weniger Probleme werden Sie mit fernsehsüchtigen Kindern haben.

Das Fernsehen nicht als Babysitter einsetzen

Fernsehen sollte nie Ersatzfunktion haben. Wer Konflikte, Langeweile und Ruhebedürfnisse mit der Mattscheibe auflöst und stillt, sorgt so erst dafür, dass Kinder fernsehsüchtig werden. Deshalb sollte Fernsehen auch nie als Belohnung oder Strafe dienen. Anderenfalls bekäme die Flimmerkiste einen noch höheren Stellenwert. Klein- und Vorschulkinder sollten nie allein fernsehen. Kleine Kinder reagieren sehr emotional und leben den Film förmlich mit. Verbieten Sie nicht lebhafte Reaktionen, mit denen die Kleinen das Gesehene verarbeiten. Regen Sie Ihr Kind an, besonders beeindruckende Inhalte anschließend nachzuspielen.

Feste Fernsehzeiten machen Kinder nicht fernsehsüchtig

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung empfiehlt folgende Höchstdosis an täglichen Fernsehminuten für Kinder, damit diese nicht fernsehsüchtig werden:

  •     Drei- bis Fünfjährige: 30 Minuten
  •     Sechs- bis Neunjährige: 60 Minuten
  •     Zehn- bis 13-Jährige: 90 Minuten

Seien Sie konsequent bei den vereinbarten Zeiten und stellen Sie Regeln auf, zum Beispiel: Kein Fernsehen vor dem Schlafengehen oder wahlloses Schauen aus Langeweile.

Sendungen zum Thema machen

Wählen Sie mit Ihren Kindern die Fernsehsendungen gemeinsam aus, so vermeiden Sie, dass Kinder wahllos gucken und fernsehsüchtig werden. Ältere Kinder sollten sich auch mal für Sendungen entscheiden dürfen, die ihren Eltern nicht gefallen. Wichtig ist das anschließende Gespräch über den Film. Kritisieren Sie nicht sofort, sondern hören Sie aufmerksam zu, welche Themen Ihr Kind besonders bewegen. Über einen Film lassen sich oft persönliche Probleme und Ängste viel einfacher besprechen.

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Letzte Aktualisierung: 04. Juni 2007

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