Asiatischer Heilpflanzen-Klassiker

Ginseng: Wie wirken Kapseln und Tee?

Ginseng gehört in Teilen Asiens seit Jahrtausenden zu den wichtigsten und berühmtesten Heilpflanzen. Sein botanischer Name Panax Ginseng bedeutet so viel wie "Allheilmittel". Ob hier "Nomen est omen" gilt und wer auf Ginseng lieber verzichten sollte, erfahren Sie hier.

Ginsengwurzel
Die Ginsengwurzel soll stärken, vor Krankheiten schützen und das Liebesleben ankurbeln.
© iStock.com/Juergen Sack

In China und Korea, wo der Ginsengstrauch natürlich wächst, ist die "Menschenwurzel", wie er auch genannt wird, noch heute ein Sinnbild für ein gesundes und langes Leben. Im alten China wurde Ginseng sogar mit Gold aufgewogen! Heute wird die Heilpflanze auch in Europa angebaut. Die beste Qualität weist jedoch koreanischer Ginseng auf, der auch als Souvenir bei Touristen sehr beliebt ist.

Frühestens nach vier Jahren kann eine Ginsengwurzel geerntet werden – je länger mit dem Ausgraben gewartet wird, desto mehr wirksame Inhaltsstoffe enthält sie. Nach dem Trocknen wird Ginseng zu vielen verschiedenen Produkten weiterverarbeitet. Suppen, Tees, Bonbons, Sirup und Wein aus Ginseng gehören in Asien zum Alltag. Auch phytotherapeutische Präparate wie Tinkturen, Dragees, Tabletten oder Kapseln werden aus Ginseng-Extrakt hergestellt.

13 bewährte Heilpflanzen: Die helfen natürlich!

Was ist roter und weißer Ginseng?

Um die begehrten Wurzeln für den Transport haltbarer zu machen, entwickelte man in Korea ein Dämpfungsverfahren – der rote Ginseng war geboren. Allerdings gehen bei der Konservierung viele hitzeempfindliche Vitalstoffe verloren, weshalb Wurzeln, die später als roter Ginseng verkauft werden, mindestens sechs statt vier Jahre unter der Erde bleiben sollten.

Daher liegt der Preis für roten Ginseng auch höher: Während Sie für 100 Kapseln aus weißem Ginseng-Extrakt um die zehn Euro bezahlen, kostet die selbe Menge an rotem Ginseng im Online-Versand rund 15 Euro aufwärts.

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Wirkung des Ginseng-Extrakts: Kapseln und Co. sollen stärken und ausgleichen

Große, belastbare Studien zu Ginseng liegen nicht vor. Ihm wird jedoch vor allem eine stärkende und das Immunsystem stimulierende Wirkung zugeschrieben. So soll Ginseng die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit verbessern und die Abwehrkräfte stärken. Deshalb werden Ginseng-Produkte oft zur Vorbeugung vor Krankheiten, bei Stress, zur Regeneration nach Erkrankungen und zum Schutz vor altersbedingten Gebrechen eingenommen. Auch als Aphrodisiakum ist Ginseng berühmt, er soll Libido und Potenz steigern. Die positiven Effekte auf die allgemeine Gesundheit, die der Heilpflanze zugeschrieben werden, beruhen vermutlich in erster Linie auf den Saponinen, die in den Ginsengwurzeln schlummern.

Vorsicht mit Ginseng bei Bluthochdruck und Diabetes

Verschiedene Inhaltsstoffe könnten zudem ausgleichend wirken. Dies kann zum Beispiel bei niedrigem Blutdruck helfen. Nachgewiesen wurde, dass Ginseng den Blutzuckerspiegel, den Blutdruck und die Blutgerinnung beeinflusst. Wer regelmäßig Medikamente einnehmen muss, zum Beispiel gegen Diabetes, Bluthochdruck oder Arteriosklerose, sollte vor der Ginseng-Anwendung seinen Arzt informieren. Die Wirkung anderer Medikamente kann Ginseng ebenso verstärken oder aber herabsetzen. Doch auch wer gesund ist, sollte aufpassen: Die Wunderwurzel verstärkt das Koffein in Kaffee, Tee, Cola und ähnlichen Getränken.

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