Hilft nicht nur bei Erkältung

Eukalyptusöl: Wirkung und Anwendung

Eukalyptusöl hat eine antiseptische Wirkung, deshalb hilft es bei typischen Symptomen einer Erkältung. Es löst Schleim bei Husten und befreit eine verstopfte Nase. Doch das ätherische Öl kann noch mehr. Wie wirkt es und worauf sollte bei der Anwendung geachtet werden?

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© Getty Images/Anastasiia Krivenok

Artikelinhalte im Überblick:

Eukalyptusöl: Wirkung

Eukalyptusöl und seine Wirkung kennen alle, die schon einmal erkältet waren. Das kräftig duftende Öl leistest Abhilfe bei Atemwegserkrankungen: Es löst Schleim bei Husten und befreit eine verstopfte Nase. Gewonnen wird das Öl aus den Blättern des Eukalyptusbaums.

Eukalyptusöl steckt etwa als Zutat in Hustenbonbons, Salben und Badezusätzen. Seine Wirkung verdankt Eukalyptusöl dem Inhaltsstoff Cineol, aus dem es hauptsächlich besteht. Cineol hat eine antibakterielle und antivirale Wirkung. Bei Anwendung bekämpft es Krankheitserreger und verhindert, dass sie sich weiter im Körper verbreiten können. Aufgrund seiner Inhaltsstoffe lindert Eukalyptus nicht nur Beschwerden einer Erkältung, sondern auch einer Bronchitis.

Aber nicht nur bei verschleimten Husten und Schnupfen hilft Eukalyptus, in der traditionellen Medizin ist seine Anwendung noch umfassender. Auch in der Aromatherapie und Phytotherapie spielt es eine wesentliche Rolle.

Eukalyptusöl …

  • lindert Ohrenschmerzen: Verstopft bei einer Erkältung die Nase, ist häufig auch die Luftzufuhr zum Ohr unterbrochen und es kommt zu einem Druckgefühl im Ohr. Das Inhalieren mit Eukalyptusöl kann Abhilfe schaffen. Wenn sich der Schleim aus der Nase löst, wird auch das Ohr besser belüftet. Das kann einer Mittelohrentzündung vorbeugen.

  • wirkt bei Kopfschmerzen: Pfefferminzöl ist als Hausmittel bei Kopfschmerzen vielen geläufig. Dank seiner kühlenden Inhaltsstoffe wirkt auch Eukalyptusöl, in die Schläfen einmassiert, gegen Spannungskopfschmerzen und bringt Linderung.

  • fördert die Durchblutung: Eukalyptusöl hat eine durchblutungsfördernde und entkrampfende Wirkung. Deswegen kann es bei Muskel- und Gliederschmerzen helfen. Auch bei der Autoimmunerkrankung Rheuma kann das Öl die Schmerzen von Betroffenen dank seiner durchblutungsfördernden Wirkung lindern.

  • pflegt die Haut: Aufgrund seiner entzündungshemmenden und antiseptischen Wirkung soll Eukalyptusöl auch die Symptome von Akne und Ekzemen reduzieren. Auch soll es bei kleineren Wunden, Schnitten und Insektenstichen die Heilung unterstützen. Allerdings gibt es bislang nur wenige repräsentative Studien, die die Wirkung von Eukalyptusöl in diesem Bereich belegen.

  • für gesunde Zähne: Die antibakterielle Wirkung von Eukalyptusöl spielt auch in der Zahnmedizin eine Rolle. Es bekämpft zum Beispiel Bakterien, die zu Karies, Zahnfleischentzündungen (Gingivitis) und Parodontitis führen. Häufig findet sich Eukalyptusöl deswegen auch als Zutat in Zahnpasten.

  • wirkt beruhigend: Eukalyptusöl scheint auch eine Wirkung auf die Psyche zu haben: In Untersuchungen senkte es den Blutdruck der Studienteilnehmenden, verringerte Angstzustände und förderte die Entspannung.

Eukalyptusöl: Anwendung

Eukalyptusöl kann innerlich und äußerlich angewendet werden. Das ätherische Öl aus Eukalyptus kann etwa als Bonbon gelutscht oder als Zutat in einer Salbe auf die Haut aufgetragen werden. Die Blätter der Pflanze können zudem als Tee aufgebrüht oder äußerlich angewendet werden. In konzentrierter Form wird Eukalyptusöl in Tropfflaschen angeboten. Dieses sollte generell nur stark verdünnt angewendet werden, da es ansonsten die Schleimhäute reizen kann. Anwendende sollten am besten auf naturreines Bio-Öl zurückgreifen.

  • Inhalieren: lindert die Beschwerden einer Erkältung beziehungsweise von Atemwegserkrankungen. Um die wohltuenden ätherischen Öle richtig zu inhalieren, einige Tropfen (Packungsbeilage beachten) in eine Schüssel mit heißem Wasser (rund 70 Grad) geben. Ein Handtuch über den Hinterkopf legen und mit dem Gesicht so nah an die Wasseroberfläche bewegen, wie es sich angenehm anfühlt. Den Dampf ruhig durch die Nase ein- und durch den Mund ausatmen. So gelangt der Wasserdampf in die Bronchien und zur Nasenschleimhaut. Auch wenige Tropfen im Badewasser (Erkältungsbad), auf einem Taschentuch, an dem gelegentlich gerochen wird oder in einer Duftlampe befreien die Atemwege.

  • Eukalyptustee: Erkrankte haben die Auswahl zwischen fertigem Arzneitee aus der Apotheke oder frischen/getrockneten Eukalyptusblättern. Hierfür ungefähr einen Teelöffel der Blätter mit 150 Milliliter Wasser übergießen und abgedeckt zehn Minuten ziehen lassen.

  • Spülen/Gurgeln: Hilft bei Zahnfleischentzündungen und Entzündungen des Mundraumes. Dazu drei bis fünf Tropfen in ein halbes Glas lauwarmes Wasser geben und den Mund ein bis zwei Minuten spülen.

Eukalyptusöl: Nebenwirkungen & Risiken

Wer unter Asthma leidet, sollte vor der Anwendung mit Eukalyptusöl ärztlichen Rat einholen, da die Gefahr eines Asthmaanfalls besteht. Auch Menschen mit entzündlichen Magen-Darm-Erkrankungen (Morbus Crohn), Beschwerden der Leber oder Gallenleiden sollten das ätherische Öl nicht ohne ärztliche Rücksprache anwenden.

Während einer Schwangerschaft sollte die Verwendung von konzentriertem Eukalyptusöl ebenfalls ärztlich abgeklärt werden.

Zusammenfassung


Wie wirkt Eukalyptusöl? Das ätherische Öl wirkt vor allem bei Symptomen einer Erkältung, es löst Schleim im Hals und macht eine verstopfte Nase wieder frei. Auch verschafft es Linderung bei Ohren- und Kopfschmerzen, fördert die Durchblutung und wirkt beruhigend. Außerdem spielt es in der Zahnmedizin eine Rolle.

Wie wird Eukalyptusöl angewendet? Die Essenz findet sich als Zutat in Hustenbonbons, Badezusätzen oder Salben. Das Öl kann außerdem inhaliert oder in eine Duftlampe gegeben und über die Raumluft eingeatmet werden.

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