Fragen und Antworten zur Postmenopause

Lokale Hormontherapie mit niedrig dosiertem Estriol

Für viele Frauen ist die lokale Hormontherapie die richtige Wahl, wenn der Östrogenmangel nach den Wechseljahren - in der „Postmenopause“ - zu Juckreiz, Brennen und Trockenheit im Bereich der Scheide führt.

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Eine lokale Hormontherapie kann vielen Frauen wieder zu mehr Lebenslust verhelfen.
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Die einfache Anwendung und die Vorteile der lokalen Behandlung sprechen für sich. Wir haben die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema für Sie zusammengestellt. 

Im Klimakterium nimmt die Produktion der weiblichen Geschlechtshormone ab. Und das bleibt nicht ohne Folgen. Während in der Zeit des „Wechsels“ typische Symptome wie Hitzewallungen oder Schlafstörungen vorherrschen, kann es einige Jahre nach der letzten Regelblutung – Experten sprechen von der Postmenopause - zu lokalen Beschwerden im Bereich der Scheide kommen: Scheidentrockenheit, Juckreiz und Brennen, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr (Dyspareunie) sowie wiederholt auftretende Entzündungen sind typische Symptome. Ursache hierfür ist die durch den Östrogenmangel bedingte Rückbildung der Scheidenwand (vaginale Atrophie).

Der Östrogenmangel kann sich darüber hinaus auch auf die Harnwege auswirken. Das Spektrum der möglichen Beschwerden reicht von schmerzhaftem Wasserlassen (Dysurie) über häufige Toilettengänge mit kleinen Urinmengen (Pollakisurie), die besonders in der Nacht sehr störend sind, bis hin zu oft wiederkehrenden Harnwegsinfektionen und ausgeprägteren Formen der Blasenschwäche (Harninkontinenz).

Welche Therapiemöglichkeiten stehen bei der vaginalen Atrophie zur Verfügung?

Um lokale Beschwerden wie Scheidentrockenheit, Juckreiz und Brennen sowie Schmerzen beim Geschlechtsverkehr nach den Wechseljahren zu lindern, bietet sich eine Hormontherapie an. Hier sind vor allem die Östrogene gefragt, die die genannten Symptome günstig beeinflussen können. Insbesondere Frauen über 60 Jahren empfehlen Experten eine effektive und zugleich verträgliche lokale Hormontherapie mit niedrig dosiertem Estriol.

Bei Harnwegsbeschwerden, die durch den Östrogenmangel in den Wechseljahren hervorgerufen werden, kann die lokale Hormontherapie mit Östrogenen ebenfalls positive Effekte haben.

Wie kann eine lokale Hormonbehandlung heute durchgeführt werden?

Für eine lokale Behandlung von durch Östrogenmangel bedingten Beschwerden im Bereich der Scheide (vaginale Atrophie) stehen verschiedene Östrogene zur Verfügung. Dazu gehören insbesondere Estriol und Estradiol. Sie können unter anderem in Form von Vaginalcremes, Vaginalzäpfchen, Vaginaltabletten oder Vaginalringen verabreicht werden. Bezüglich der Verträglichkeit verweisen Experten auf die Vorzüge einer lokalen Hormontherapie mit Estriol.

Was ist Estriol?

Estriol gehört zu den Östrogenen. Es handelt sich um ein natürliches Stoffwechselprodukt des Estradiols, des wesentlichen Östrogens der Frau. Estriol wird in Form von Vaginalzäpfchen oder als Vaginalcreme zur lokalen Hormontherapie bei durch Östrogenmangel verursachten Beschwerden im Bereich der Scheide angewendet.

Welche Vorteile bietet eine lokale Hormonbehandlung?

Durch Östrogenmangel bedingte Beschwerden im Bereich der Scheide wie Scheidentrockenheit, Juckreiz oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr lassen sich durch eine lokale Östrogentherapie deutlich lindern. Aufgrund der örtlichen Anwendung ist eine - im Vergleich zur oralen Therapie - niedrigere Dosierung des Östrogens möglich, wodurch eine bessere Verträglichkeit gewährleistet wird.

Für wen kommt eine lokale Hormonbehandlung auch mit niedrig dosiertem Estriol besonders in Frage?

Eine lokale Hormonbehandlung auch mit niedrig dosiertem Estriol bietet sich besonders bei Frauen an, die Beschwerden im Bereich der Scheide wie Scheidentrockenheit, Juckreiz und Brennen sowie Schmerzen beim Geschlechtsverkehr als Folge eines Östrogenmangels aufweisen. Insbesondere bei Frauen im Alter über 60 Jahren sollte laut Experten die lokale Therapie gegenüber einer systemischen Therapie bevorzugt werden.

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