Wunsch nach Schönheit

Schönheitsoperation: Ja oder nein?

Schön, schöner, am schönsten: Gesicht und Figur per Operation auf Idealmaße zu trimmen, boomt auch in Deutschland. Über eine Million deutsche beiden Geschlechts legen sich jedes Jahr unters Messer, um brüste zu vergrößern, Bauchdecken zu straffen, Krähenfüße und Falten zu eliminieren.

Frauen sind extrem kritisch, wenn es um den eigenen Körper geht. Doch nicht immer ist eine Schönheits-OP sinnvoll.
CHROMORANGE

Fast drei Viertel der Frauen machen sich jeden Tag Gedanken über ihr Gewicht und ihr Aussehen, sind mit ihrem eigenen Körper unzufrieden. Viele würden sich auch der plastischen Chirurgie bedienen, um dem Schönheitsideal näher zu kommen.

Das Interesse an Schönheitsoperationen ist offenbar eine Frage des Geschlechts und des Alters. Obwohl sich auch Männer heutzutage mit dem Thema befassen, sind Frauen eher bereit, sich einem Eingriff zu unterziehen. Dies bestätigen Zahlen der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC) aus dem Jahr 2014: Zu 84 Prozent waren die Teilnehmer einer Patientenbefragung weiblich. Der Großteil der Frauen scheint zwischen dem Druck der Gesellschaft, immer jugendlicher auszusehen, und dem eigenen Wunsch, natürlich älter zu werden zu schwanken.

Brustvergrößerung ist Eingriff Nummer 1 bei den Schönheits-OPs

Beliebteste und damit häufigste Schönheitsoperation ist bei den Frauen die Brustvergrößerung mit Silikon-Implantaten, gefolgt von Lidstraffungen und Botox-Behandlung. Bei den Männern sind Lidstraffung, Fettabsaugen und Botox-Behandlung auf den ersten drei Plätzen und damit besonders hoch im Kurs. 

Die Patientenumfrage räumt auch mit dem Vorurteil auf, dass sich immer Jugendliche für Schönheits-OPs interessieren und bereits im Kindesalter entsprechende Korrekturen durchgeführt werden. Ganz im Gegenteil: Die Patienten der ästhetisch-plastischen Chirurgie werden immer älter. Der Anteil minderjähriger Patienten lag 2014 bei 0,2 Prozent, die Gruppe der 18- bis 30-Jährigen nimmt leicht ab. Zuwächse bei den Patienten gab es dagegen vor allem in der Altersgruppe von 31 bis 40 sowie bei den über 60-Jährigen.

Auch nach den Beweggründen für eine Schönheitsoperation wurde gefragt. Mehr als drei Viertel der Befragten erhofft sich von der operativen Korrektur ein verbessertes Lebensgefühl. Nur eine Minderheit bezog die Erwartungen lediglich auf äußerliche Faktoren. Viele der Befragten gaben auch an, dass sie hoffen, der Eingriff werde sie von einer konkreten körperlichen Einschränkung befreien.

Problemzonen einfach wegschneiden?

Die meisten verzweifeln an ihren Problemzonen: Hüften und Oberschenkel, Po und Taille sowie Beine und Arme werden besonders oft als solche genannt. Kommen Betroffene mit Sport oder Diät ihren Zielen nicht näher, taucht schnell der Gedanke an eine Schönheitsoperation auf. Doch der Gang zum Chirurgen fällt vielen schwer, zu groß ist die Angst vor Risiken und Kosten.

Das Gespräch mit einem Spezialisten auf diesem Gebiet kann vieles klären. Und mithilfe des Computers kann der Arzt das spätere Aussehen sogar simulieren. Dazu werden Bilder in den Rechner geladen und per Mausklick modelliert. Vielleicht fällt die Entscheidung dann leichter, sich zu verändern oder einfach so zu bleiben wie man ist.

Autor: / Expertenteam
Letzte Aktualisierung: 14. September 2018
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