Urlaub

Psoriasis - Sonne und Meerwasser können Beschwerden lindern

Urlaub ist bekanntlich die beste Jahreszeit. Vor allem im Sommer sind Psoriasis-Patienten gut dran: Dort, wo es viel Sonne und Salzwasser gibt, geht es ihnen, zumindest was die Haut betrifft, meist besonders gut.

Psoriasis - Sonne und Meerwasser können Beschwerden lindern
Sonne und Salzwasser wirken sich oftmals positiv aus und lindern die Beschwerden.
Copyright of this photograph owned by Alexander Bramwell.Please contact for usage information.

Strandurlaub an der Ostsee oder Sonne auf Mallorca, Wanderurlaub in den Bayrischen Alpen oder ein Trip durch die alte römische Kulturlandschaft? Es gibt viele Arten, seinen Urlaub zu verbringen und sich dabei ausgiebig zu erholen. Bei chronisch Kranken wie Psoriasis-Patienten gilt es, bei der Reiseplanung immer noch einen zusätzlichen Aspekt zu berücksichtigen: die Krankheit. Allerdings gibt es bei richtiger Vorbereitung kein Reiseziel, der Psoriasis-Patienten verwehrt bleiben müsste.

Sonne und Salzwasser wirken meistens wohltuend auf die Psoriasis

Die meisten Psoriasis-Patienten machen mit Sonne und Salzwasser im Urlaub gute Erfahrungen. Beide wirken sich positiv auf die Haut aus und bringen bei längerer Einwirkung die Beschwerden zum Abklingen. So werden unter der Einwirkung von UV-Licht Abwehrreaktionen des Immunsystems aktiviert, die sich unter anderm gegen Entzündungen richten, wie sie bei der Psoriasis vorkommen. Auch die lindernde Wirkung des Meerwassers mit einem hohen Salz- und Mineraliengehalt bei Schuppenflechte wurde in Untersuchungen nachgewiesen.

Urlaub am Meer, vor allem am Toten Meer, das für seinen hohen Salzgehalt berühmt ist, aber auch an die Ost- oder Nordsee und den Atlantik sind deshalb für Psoriasis-Patienten besonders zu empfehlen. Viele Kurorte auch jenseits der Touristenmeilen halten inzwischen attraktive Ferienangebote bereit, die neben der Unterbringung eine medizinische Betreuung und Wellness-Angebote für Hautpatienten mit einschließen und teilweise sogar von den Krankenkassen bezuschusst werden. Ausführliche Beratung dazu erhalten Psoriasis-Patienten bei ihrer Krankenkasse.

Doch auch wer Sonne und Meer oder Kurhotel mit Wellnesskursen nicht mag, muss auf den Urlaub deshalb nicht verzichten. Schließlich soll die Reise nicht zur Belastung werden. Denn Stress, so jedenfalls die Erfahrung vieler Psoriasis-Patienten, verstärkt die Symptome einer Schuppenflechte eher noch. Das Reiseziel sollte deshalb immer in erster Linie nach den individuellen Bedürfnissen und Vorlieben gewählt werden.

Reiseimpfungen können notwendig sein

Bei Auslandsreisen gehört es auch für Psoriasis-Patienten zur Reisevorbereitung, sich rechtzeitig über notwendige Impfungen für den Urlaub zu informieren. Dies ist in Zentren für Reisemedizin oder den Tropeninstituten, die es in vielen Städten Deutschlands gibt, möglich. Zudem sollte ein Beratungsgespräch mit dem Hautarzt erfolgen – auch bezüglich des richtigen Schutzes in der Sonne. Außerdem kann er feststellen, ob im Falle einer Impfung Wechselwirkungen zwischen dem Impfstoff und den Psoriasismedikamenten möglich sind oder nicht. Zudem sollte eine Auslandskrankenversicherung abgeschlossen werden. Hinweise dazu gibt die Krankenkasse.

An Medikamente denken

Medikamente sollten in ausreichender Menge grundsätzlich im Handgepäck mitgeführt werden, damit sie nicht verloren gehen. Gehören Spritzen dazu, ist bei Flugreisen die Fluggesellschaft vorab darüber zu informieren. Bei Urlaub im Ausland ist es zudem ratsam, sich ein ärztliches Attest beziehungsweise eine Zollbescheinigung über die mitgeführten Psoriasis-Medikamente ausstellen zu lassen. Damit können Missverständnisse bei Sicherheitskontrollen und Grenzübertritten vermieden werden.

Medikamente, die kühl gelagert werden müssen, sollten in einer Kühlbox transportiert werden, damit die Kühlkette nicht unterbrochen wird. Um bei weiten Reisen mit Zeitumstellung größere Verschiebungen bei der Medikamenteneinnahme zu vermeiden, lohnt es sich, vorab mit dem Hautarzt einen Einnahmeplan zu erstellen.

Autor:
Letzte Aktualisierung: 03. Juni 2010
Quellen: Sigmundsdottir, Hekla et al.: DCs metabolize sunligt-induced vitamin D3 to "program" T cell attraction to the epidermal chemokine CCL27. Nature Immunology 8 (3), (2007), S. 285-293; Schiener, R. et al.: Bath PUVA and Saltwater Baths Followed by UV-B Phototherapy as Treatments for Psoriasis. A Randomized Controlled Trial. Archives of Dermatology 143 (2007), S. 586-596; Burchard, G.-D., Fleischer, B.: Zertifizierte medizinische Fortbildung: Reisemedizin – Schwerpunkt häufige Tropenkrankheiten. Deutsches Ärzteblatt 102 (25), (2005), S. A1819-A1826

Reden Sie mit!

Sie möchten Informationen zu bestimmten Krankheitssymptomen oder wollen medizinischen Rat? Hier können Sie Ihre Fragen an unsere Experten oder andere Lifeline-Nutzer stellen!

Meistgeklickt zum Thema
Trotz Psoriasis beruflich aktiv
Leben mit Psoriasis

An Psoriasis erkrankte Personen können grundsätzlich jeden Beruf ausüben. In Einzelfällen können die Hautveränderungen allerdings zu beruflichen Einschränkungen führen. Jugendliche Psoriatiker sollten sich vor... mehr...

Psoriasis und Psyche
Einfluss von Stress und Konflikten

Psoriasis und Psyche gehören eng zusammen, denn psychische Faktoren spielen bei der Entstehung und im Verlauf einer Psoriasis eine wichtige Rolle. Anspannung, Stress, Ärger und seelische Konflikte sind beim... mehr...

Psoriasis und Schwangerschaft – Fragen und Antworten
Kinderwunsch

Eine Erkrankung an Psoriasis ist kein Grund, auf eine Schwangerschaft zu verzichten. Einige Vorsichtsmaßnahmen sollten jedoch getroffen werden, um Komplikationen zu vermeiden. mehr...

Fragen Sie unsere Experten!

Kostenlos. 24 Stunden täglich. Unsere Gesundheitsexperten beantworten Ihre Fragen.

mehr lesen...
Stichwortsuche in den Fragen und Antworten unserer Community

Durchstöbern Sie anhand der für Sie interessanten Begriffe die Beiträge und Foren in der Lifeline-Community.

Newsletter-Leser wissen mehr

Der kostenlose Gesundheits-Newsletter

Hier bestellen...

Zum Seitenanfang