Therapie

Psoriasis pustulosa palmoplantaris - Behandlung

Die Möglichkeiten einer Behandlung der Psoriasis pustulosa palmoplantaris gestaltet sich oft schwierig. Viele Therapieformen wurden in der Vergangenheit getestet, wobei sich bisher jedoch kein einheitlicher Standard herausgebildet hat.

Psoriasis pustulosa palmoplantaris - Behandlung
Großflächige Veränderungen werden in der Regel mit Tabletten therapiert.
© iStock.com/FotoDuets

Bei der Behandlung der Psoriasis pustulosa palmoplantaris lassen sich einzelne Pustelherde häufig gut lokal mit Salben, Gels oder Cremes behandeln, während großflächige Veränderungen mit hartnäckigen Rissbildungen in der Regel durch die Einnahme von Tabletten therapiert werden. Eine vollständige Heilung ist derzeit noch nicht möglich.

Der Vergleich zahlreicher Studien, die allesamt die Untersuchung von Behandlungsmöglichkeiten einer Psoriasis pustulosa palmoplantaris zum Ziel hatten, ergab eine deutliche Überlegenheit der beiden folgenden Therapieverfahren:

Systemische Retinoide

Retinoide sind Abkömmlinge des Vitamin A. Bei einer Behandlung hemmen sie die bei Psoriasis auftretende übermäßige Teilung der Hautzellen und wirken antientzündlich. In Studien wurde festgestellt, dass die Einnahme von Retinoiden die Symptome einer Psoriasis pustulosa palmoplantaris erheblich verbessern kann.

Orale Photochemotherapie - PUVA

PUVA steht für Psoralen plus ultraviolette Strahlung vom Typ A (UVA). Bei der oralen PUVA-Therapie wird der Wirkstoff Psoralen in Tablettenform eingenommen. Er sorgt dafür, dass die Haut empfindlicher für die anschließende Bestrahlung mit dem langwelligen UV-Licht wird. Die charakteristischen Hautveränderungen lassen sich durch die orale PUVA oft deutlich reduzieren, wie verschiedene Studien belegten. Die Anwendung einer lokalen PUVA, bei der das Psoralen vor der UV-Bestrahlung in Form von Salben oder Cremes auf die betroffenen Hautareale aufgetragen wurde, erwies sich dagegen als unwirksam.

Eine Kombination von systemischen Retinoiden und oraler PUVA scheint besonders wirksam zu sein. Sie führte in Studien bei zwei Dritteln der Patienten zu einem Verschwinden der akuten Symptome.

Weitere therapeutische Möglichkeiten

Auch die Einnahme von Ciclosporin, einem das Immunsystem beeinflussenden Medikaments, kann helfen. Es hemmt die Aktivierung von T-Zellen und verringert die Freisetzung entzündungsfördernder Stoffe aus Mastzellen. Dadurch werden die Entzündungsprozesse an der Haut gestoppt. Ciclosporin wird bei der Psoriasis palmoplantaris in niedriger Dosierung gegeben. Unklar ist allerdings, ob Ciclosporin auch bei längerer Anwendung vorteilhaft auf die Erkrankung wirkt.

Eine gute Wirksamkeit in der Behandlung von Psoriasis pustulosa palmoplantaris wurde mittelstarken kortikoidhaltigen Salben unter einem hydrokolloidalen Verband (spezielle Wundabdeckung) bescheinigt.

Geringere Behandlungserfolge wurden bei der Einnahme von Tetrazyclin-Antibiotika sowie durch Bestrahlung mit Grenz-Strahlen (sogenannte Weich- oder Niedrigspannungsstrahlung) erreicht.

Ungünstig bei der Behandlung von Psoriasis pustulosa palmoplantaris scheint dagegen die Einnahme von Colchizin zu sein, einem Alkaloid aus der Pflanze Herbstzeitlose. Zwar wurde in Untersuchungen eine gewisse Besserung der Symptome beobachtet, doch litten die Patienten unter erheblichen Nebenwirkungen der Therapie wie Durchfall, Kopfschmerzen und Erbrechen. Über die kurzzeitige Anwendung des Zellgifts Hydroxycarbamid (Hydroxyharnstoff) liegen derzeit noch keine verlässlichen Daten vor.

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