Nicht nur Ältere

Osteoporose-Risiko ärztlich abklären

Menschen ab einem bestimmten Lebensalter und Personen, die Risikofaktoren aufweisen, sollten ihr Osteoporose-Risiko von einem Arzt abklären lassen, damit gegebenenfalls rechtzeitig eine Behandlung eingeleitet wird.

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Ältere Menschen, Frauen wie Männer, sollten ihr Osteoporose-Risiko ärztlich abklären lassen.
Thinkstock LLC

Der Dachverband Osteologie ist eine länderübergreifende Vereinigung der wissenschaftlichen Fachgesellschaften im deutschsprachigen Raum, die sich überwiegend mit Knochenerkrankungen beschäftigen. Nach Auffassung dieses Verbandes sollten folgende Personen ihr Osteoporose-Risiko ärztlich diagnostizieren lassen:

  • Frauen ab 70 und Männer ab 80
  • Frauen und Männer, die sich im Rahmen einer alltäglichen Situation einen oder mehrere Wirbelkörper gebrochen haben.
  • Frauen ab 60 und Männer ab 70

Daneben sollten sich Personen checken lassen...

  1. ...die untergewichtig sind mit einem Body Mass Index unter 20.
  2. ...die rauchen oder Schnupftabak verwenden.
  3. ...die sich Arm, Fuß, Bein, Rippen oder Becken gebrochen haben.
  4. ...deren Vater oder Mutter einen Oberschenkelhalsbruch hatte.
  5. ...die mehr als zweimal in einem Jahr ohne äußeren Anlass gestürzt sind und/oder die weniger als hundert Meter gehen können.
  • Frauen und Männer, die bestimmte Krankheiten haben oder längerfristig bestimmte Medikamente nehmen:
  1. Alle Erwachsenen, die länger als drei Monate hoch dosiert kortisonhaltige Tabletten nehmen, die eine Überfunktion der Nebenniere oder eine Überfunktion der Nebenschilddrüse haben.
  2. Frauen ab 50 und Männer ab 60, die niedrig dosiert kortisonhaltige Tabletten nehmen, die wegen einer Erkrankung der Hirnanhangdrüse einen Mangel an Wachstumshormonen aufweisen oder wegen eines Diabetes mellitus mit sogenannten Glitazonen behandelt werden.
  3. Frauen ab 60 und Männer ab 70 mit einem weitgehend oder komplett entfernten Magen, mit rheumatoider Arthritis, Epilepsie, Diabetes mellitus Typ 1, einer Schilddrüsenüberfunktion sowie jene, die mit Medikamenten behandelt werden, die Stürze begünstigen, z.B. Schlafmittel und Antidepressiva, die eine Brustkrebstherapie mit sogenannten Aromatasehemmern oder eine antihormonelle Therapie bei Prostatakrebs erhalten.

Bei diesen Personen sollte zunächst das absolute Risiko, in den nächsten zehn Jahren eine Fraktur zu erleiden, berechnet und dann eine Abklärungsuntersuchung eingeleitet werden. Denn heute wird diesen Risikofaktoren mehr Bedeutung beigemessen.

Eine Knochendichtemessung für sich genommen reicht nicht aus, um die Notwendigkeit einer Osteoporose-Therapie einzuschätzen. Denn bei der gleichen Knochendichte hat eine 80-jährige Frau ein zehnfach höheres Risiko, sich einen Knochen zu brechen, als eine 50-Jährige.

Essen gegen Osteoporose

Autor:
Letzte Aktualisierung: 01. Februar 2012
Quellen: Osteoporose-Leitlinie des Dachverbandes Osteologie (2009), Patientenversion vom 15.2.2010: http://www.dv-osteologie.org/uploads/leitlinien/Patienten-Version_Druck.pdf

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