Triggerfaktoren

Auslöser für Migräneattacken

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Stress gilt bei Migräne als häufiger Triggerfaktor.
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Migräneattacken können durch unterschiedlichste Einflüsse wie Stress oder auch hormonelle Veränderungen ausgelöst werden. Experten sprechen dabei von sogenannten Triggerfaktoren. Auch wenn diese von Patient zu Patient sehr unterschiedlich sind, gibt es einige Faktoren, die bei Migräne als typisch gelten.

Bei manchen Patienten kommt die Migräneattacke wie aus heiterem Himmel, ein konkreter Auslöser kann nicht identifiziert werden. Relativ häufig allerdings gehen den Anfällen bestimmte Auslöser voraus, die auch als Triggerfaktoren bezeichnet werden. Triggerfaktoren können sowohl Umwelteinflüsse als auch biologische Faktoren sein, die – bei entsprechender genetischer Veranlagung – Migräneattacken bedingen können.

Folgende Triggerfaktoren werden relativ häufig als Auslöser von Migräneattacken genannt:

Stress und Psyche

Migräneattacken treten typischerweise nicht dann auf, wenn der Stress am größten, sondern wenn nach einer stressigen Phase Entspannung angesagt ist. Dies erklärt die so genannte Wochenendmigräne nach einer nervenaufreibenden Woche. Auch Depressionen, Angst und Ärger oder die Erwartung von Stress können Anfälle auslösen.

Hormonelle Einflüsse

Bei Frauen zeigt sich häufig ein Zusammenhang mit der hormonellen Situation. Man findet eine Häufung von Migräneattacken während der Menstruation oder auch bei der Ersteinnahme von Hormonpräparaten zur Empfängnisverhütung. In der Schwangerschaft oder nach der Menopause geht die Häufigkeit der Anfälle aufgrund der veränderten, hormonellen Situation meist zurück.

Veränderter Schlaf-Wach-Rhythmus

Ein stark verkürzter Nachtschlaf, ein längeres Ausschlafen am Wochenende oder sogar ein ungewohntes Mittagsschläfchen können bei Patienten mit entsprechender Veranlagung Migräneattacken auslösen.

Genussmittel

Alkohol (insbesondere Rotwein) und Nikotin können Migräneattacken auslösen und sollten entsprechend gemieden werden.

Nahrungsmittel

Als Auslöser werden häufig bestimmte Käsesorten (reifer Käse, Schimmelkäse), Geschmacksverstärker (Glutamat), nitrithaltige Nahrungsmittel zum Beispiel Speck, Fischkonserven, Räucherlachs, Hot Dogs) genannt. Hier scheint die individuelle Verträglichkeit eine entscheidende Rolle zu spielen. Auch Süßigkeiten und Schokolade stehen in Verdacht, Migräneattacken auszulösen oder zu verschlimmern - jedoch ist dies nicht bei jedem Migränebetroffenen der Fall.

Migränepatienten sollten wissen, dass Nahrungsmittel nur dann eine Migräne auslösen können, wenn sie regelhaft sind und im direkten zeitlichen Zusammenhang mit den Essattacken stehen. I

Es gibt Fachleuten zufolge kaum ein Lebensmittel, das bei Migräne grundsätzlich vermieden werden sollte. Übermäßiger Kaffeegenuss kann genauso wie der Verzicht auf die gewohnte Koffeindosis Attacken auslösen. Auch unregelmäßige Mahlzeiten können Anfälle auslösen, ebenso wie eine zu geringe Flüssigkeitszufuhr.

Wetter

Ein plötzlicher Wetterumschwung, Luftdruckabfall oder Föhn wird häufig als Auslöser angegeben.

Umweltfaktoren

Hierzu gehören zum Beispiel Flackerlicht, Lärm, Aufenthalt in großen Höhen, in Kälte oder in Räumen, in denen viel geraucht wird.

Medikamente

Auch von verschiedenen Medikamenten wie zum Beispiel der Antibabypille, Mitteln gegen Bluthochdruck oder Nitropräparaten ist bekannt, dass sie Migräneanfälle auslösen können.

Was bei Ihnen persönlich die Kopfschmerzen auslöst, können Sie herausfinden, indem Sie über eine gewisse Zeit ein Migränetagebuch führen, in das sie die einzelnen Attacken sowie vorausgegangene besondere Ereignisse, Nahrungs- und Genussmittel oder Abweichungen vom normalen Alltag eintragen.

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Letzte Aktualisierung: 18. Januar 2012
Quellen: DVGE Verlag für Gesundheit und Ernährung

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