Leben mit der Diagnose

Lungenkrebs-Nachsorge ist besonders wichtig

Die Lungenkrebs-Nachsorge beginnt nach der eigentlichen Behandlung. Sie soll dazu beitragen, ein Wiederaufflammen (Rezidiv) der Krebserkrankung oder andere begleitende Krankheiten frühzeitig festzustellen und zu therapieren sowie den Betroffenen in körperlichen, seelischen und sozialen Belangen zu unterstützen.

Lungenkrebs-Nachsorge ist besonders wichtig
Röntgenaufnahmen sind Teil der Lungenkrebs-Nachsorge.
Getty Images/iStockphoto

Die Lungenkrebs-Nachsorge gehört zur Behandlung dazu. Bei vollständiger Entfernung des Tumors erhalten die Patienten in der Regel Termine zur Wiedervorstellung bei den Fachärzten im Abstand von einem Vierteljahr. Nach zwei Jahren ohne besondere Vorkommnisse erhöhen sich die Zwischenräume auf ein halbes Jahr. Letztlich hängt die Frequenz der Termine von den spezifischen Voraussetzungen des Patienten und vom Krankheitsverlauf ab. Bei Tumoren mit einer hohen Rezidivwahrscheinlichkeit, zum Beispiel bei kleinzelligem Lungenkrebs, findet Nachuntersuchungen in schnellerer Reihenfolge statt.

Folgende Untersuchungen sind in der Regel Teil der Lungenkrebs Nachsorge: eine ausführliche körperliche Untersuchung, Blutanalysen und Röntgenaufnahmen des Brustkorbes. Auch Computertomografien, Ultraschalluntersuchungen der Leber oder die Spiegelung der Atemwege kommen, abhängig vom jeweiligen Krankheitsbild, infrage. Dabei spielt das Auffinden von Tochtergeschwülsten in anderen Organen (Fernmetastasen) eine bedeutende Rolle. Da sich diese besonders in Gehirn, Leber, Knochen und Nebennieren herausbilden, richtet sich das Augenmerk der Mediziner neben der Lunge speziell auf diese Organe. Von großer Bedeutung sind dabei auch die Aussagen der Patienten über ihre Beschwerden. Sie liefern wichtige Hinweise darüber, ob möglicherweise ein oder mehrere der genannten Organe befallen sind.

Starke physische und psychische Anspannung bewältigen

Ein weiterer nicht zu unterschätzender Aspekt der Nachsorge ist das Gespräch zwischen Arzt und Patient. Die Betroffenen stehen durch ihre Erkrankung und die Behandlung, die zum Teil mit beträchtlichen Nebenwirkungen verbunden ist, unter einer starken physischen und psychischen Anspannung. Im Rahmen der Lungenkrebs-Nachsorge finden sie Unterstützung und Hilfe.

Schon im Krankenhaus kann die psychische Betreuung der Patienten einsetzen. Viele Kliniken bieten eine psychologische Beratung an. Auch gibt es in den meisten Einrichtungen Sozialdienste, die kompetente Hilfe leisten können. Weiterhin besteht für Betroffene während der Lungenkrebs-Nachsorge die Möglichkeit, sich einer Selbsthilfegruppe anzuschließen oder sich an eine Beratungsstelle zu wenden.

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Letzte Aktualisierung: 06. Februar 2008

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