Diagnose

Moderne Diagnosetechniken bei Lungenkrebs

Lungenkrebs ist eine der häufigsten Tumorerkrankungen in Deutschland. Zur sicheren Diagnose ist die Kombination zweier moderner bildgebender Verfahren, kurz PET/CT genannt, am besten geeignet. Doch die Kosten für die teure Diagnostik-Methode wurden bislang in Deutschland nur selten von den Kassen übernommen. Das könnte sich jetzt ändern.

Lungenkrebs mit CT sicher erkennen
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In einem Vorstoß hat die Techniker Krankenkasse mit zwei Fachzentren eine Initiative zur besseren Erkennung und Behandlung von Lungenkrebs gestartet. Spezialisten vom Diagnostisch Therapeutischen Zentrum (DTZ) Berlin und von der HELIOS Lungenklinik Heckeshorn in Berlin werden gemeinsam mit der Krankenkasse ihre Kräfte bündeln. Fachkompetenz auf der einen Seite Kostenübernahme auf der anderen.

Die TK erklärt sich in dem neuen Vertrag erstmalig bereit, auch ambulante Untersuchungen mit dem PET/CT-Verfahren (Positronen- Emissions- Tomographie/ Computertomographie) zu erstatten. Diese innovative Technik kann Krebsgewebe ab einer Größe von mehr als drei Millimetern sicher erkennen und genau lokalisieren. Auch Metastasen lassen sich damit am besten aufspüren. Eine Untersuchung von Kopf bis Fuß dauert etwa eine halbe Stunde. Sie erspart Patienten den mühsamen Lauf durch eine ganze Reihe alternativer Diagnose-Verfahren, die zudem viel weniger zuverlässige Aussagen erlauben. Nicht selten wird damit eine Operation auf Verdacht unnötig. „Die Ärzte sollen vorher wissen, was zu tun ist, so Dr. Frank Reibe von der Techniker Krankenkasse bei der Vorstellung des Vertrages in Berlin.

Auch Prof. Wolfgang Mohnike vom DTZ sieht in der neuen Zusammenarbeit große Vorteile: „Dieser Vertrag bedeutet für unsere Krebspatienten einen gewaltigen Fortschritt. Diagnostische Lücken können vermieden und Therapien durch ein schnelles und klares Bild der Krankheit optimiert werden.

Fachleute gehen davon aus, dass andere Krankenkassen bei der Finanzierung von ambulanter Diagnostik mittels PET/CT bald nachziehen werden. Und möglicherweise lassen sich vergleichbare Regelungen auch für weitere medizinische Anwendungsbereiche der Hightech-Methode finden.

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Letzte Aktualisierung: 10. April 2008
Quellen: Nach Informationen der Techniker Krankrankenkasse sowie der Ärztezeitung