Studienergebnisse

Hoffnung schützt vor Depression

Zwei aktuelle Studien zeigen, dass Menschen voller Hoffnung weit besser gegen Trauer und Depressionen gewappnet sind und ihr Leben leichter in den Griff bekommen.

Hoffnung schützt vor Depression
Eine Studie zeigt, dass Hoffnung Depressionen vorbeugen kann.
(c) Design Pics / David Ponton

Eine Studie an unheilbar kranken Menschen und ihren Pflegern zeigt, dass Hoffnung Depressionen vorbeugen kann. "Wir konnten nachweisen, dass Menschen, die voller Hoffnung sind, weniger Symptome für Depressionen aufweisen. Und die gute Nachricht: Hoffen ist eine Fähigkeit ist, die jeder lernen kann", erläutert Jennifer Cheavens, Psychologin von der Ohio-Universität.

Jennifer Cheavens und ihre Kollegin Laura Dreer von der University of Alabama in Birmingham präsentierten ihre Untersuchung auf dem Symposium der American Psychological Association in Boston.

Die Forscherinnen befragten 97 kranke Testpersonen und ihre Pfleger nach dem Ausmaß ihrer Hoffnung und Depressionen als Folge ihrer Krankheit. Die Auswertung ergab, dass Pfleger im Schnitt häufiger Symptome von Depressionen zeigten, wenn die Patienten selbst von Symptomen geplagt wurden. Jene Betreuer, die über ein hohes Maß an Hoffnung verfügten, hatten hingegen weniger Symptome von Depressionen und fühlten sich zufriedener mit ihrem Leben, selbst wenn ihre Patienten depressiv waren.

Hoffnung ist nicht gleich Optimismus

Wichtig ist, dass Hoffnung immer mit Wünschen und konkreten Zielen verbunden ist. Im Gegensatz zum Optimismus, der eher das generelle Gefühl beschreibt, dass alles gut wird, bedeutet Hoffnung, dass man plant, seine Wünsche und Ziele zu erreichen. "Wer weiß, was er vom Leben erwartet und sich bemüht, es wahr zu machen, der hat Hoffnung", erklärt Cheavens. Die Psychologin erklärt weiter, dass jeder zum hoffnungsvollen Menschen werden kann. Diese Annahme beruht auf den Ergebnissen einer vorangegangenen Studie.

An der Studie, die im Fachmagazin "Social Indicators Research" veröffentlicht wurde, hatten Menschen teilgenommen, die mit ihrem Leben unzufrieden waren. Die Hälfte der Teilnehmer nahm an einem achtteiligen Seminar teil, das ihnen ermöglichen sollte, Ziele zu definieren und Wege wie Hoffnung zu finden, um diese Ziele zu realisieren. Die übrigen Teilnehmer erhielten keinen Unterricht. Die Teilnehmer des Seminars zeigten anschließend weniger Symptome für Depressionen als die übrigen Studienteilnehmer.

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Letzte Aktualisierung: 27. Januar 2012
Quellen: Nach Informationen der Ohio State University

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