Ursachen

Depressionen in den Wechseljahren

Die Wechseljahre markieren den Aufbruch in eine neue Lebensphase. Viele Frauen können diesen Wendepunkt im Leben allerdings nicht genießen. Hormonelle Dysbalancen und entsprechende Beschwerden sowie vielfältige psychosoziale Veränderungen können dazu führen, dass die Wechseljahre von einer depressiven Verstimmung oder gar einer Depression begleitet werden.

Depressive Verstimmung in neuer Lebensphase
Die Wechseljahre führen oft zu depressiven Verstimmungen.
(c) Stockbyte

Die Wechseljahre sind nach der Pubertät die zweite große Phase der körperlichen Veränderungen im Leben einer Frau. Die Produktion der Sexualhormone Östrogen und Progesteron geht zurück, der Wechsel zur biologischen Unfruchtbarkeit wird vollzogen. Der weibliche Körper kann darauf mit den typischen Symptomen wie Schlaflosigkeit und Hitzewallungen, aber eben auch mit depressiven Verstimmungen und Traurigkeit reagieren.

Allerdings: Die Schuld kann nicht nur den Hormonen gegeben werden. Vielmehr kommen auch weitere Faktoren aus dem Lebensumfeld sowie die bewusste Auseinandersetzung mit dem Älterwerden hinzu.

Auseinandersetzung mit dem Älterwerden

Viele Frauen fühlen sich beim Thema Wechseljahre unweigerlich mit dem Älterwerden konfrontiert, und reagieren mit depressiven Verstimmungen und melancholischen Stimmungszuständen.

Das „empty nest“-Syndrom

Plötzlich sind die Kinder aus dem Haus und gehen ihre eigenen Wege. Frauen fühlen sich dann häufig um die Daseinsberechtigung in der Rolle als Mutter beraubt. Experten sprechen vom „empty nest"-Syndrom: Die Kinder sind flügge geworden, und besonders Frauen müssen ihren Lebenssinn neu definieren. Standen die Kinder zuvor im Mittelpunkt des familiären Lebens, werden nun häufig Partnerschaft und Lebensumstände kritisch hinterfragt. Es kann zur Sinnkrise kommen, in der die Lebensrichtung neu angepeilt werden muss.

Tipps für mehr Wohlbefinden in den Wechseljahren

Frauen mit starkem Übergewicht neigen ebenfalls öfters und stärker zu wechseljahresbedingten Verstimmungen und sind zudem noch einem starken Krankheitsrisiko ausgesetzt. Es gilt deshalb, allgemein auf fett- und fleischarme Ernährung zu achten und dabei für ausreichend Bewegung zu sorgen. Sport hebt bekanntlich die Stimmung und ist eine wirksame Vorbeugung gegen Osteoporose.

Grundsätzlich gilt: Sollten Traurigkeit, Niedergeschlagenheit und Antriebslosigkeit über einen längeren Zeitraum anhalten, ist es ratsam, das Gespräch mit einem Experten zu suchen.

Sind das die Wechseljahre? Symptome im Überblick

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Letzte Aktualisierung: 24. Januar 2015
Quellen: Stand: 20.12.2011

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