Was heißt es, bipolar zu sein?

Bipolare Störung: Berg- und Talfahrt der Gefühle

Sich für den glücklichsten Menschen der Welt zu halten, kann wunderbar sein. Doch wer manisch-depressiv ist, bei dem fühlt sich dieses Hochgefühl viel zu intensiv an – und danach folgt die Depression. Was Sie über die bipolare Störung wissen sollten.

Bipolare Störung
Die bipolare Störung ist eine Erkrankung mit zwei Gesichtern.
© iStock.com/sdominick

Jeder Mensch kennt Schwankungen der Gefühle. Mal ist die Stimmung gut, dann kippt sie und man fühlt sich matt und niedergeschlagen. Das ist normal. Menschen mit einer bipolaren Störung, häufig auch als manisch-depressive Erkrankung bezeichnet, leben jedoch mit extremen Emotionen und ihren Schwankungen. Heute liegt ihnen noch die Welt zu Füßen, morgen schon kann der totale Absturz in bodenlose Verzweiflung und Antriebslosigkeit folgen. Ein geregeltes Leben zwischen diesen Polen ist kaum möglich.

Artikelinhalte auf einen Blick:

Was ist eine bipolare Störung?

Mediziner bezeichnen die bipolare Störung auch als bipolare affektive Störung, weil sich hier zwei Krankheitsbilder mit starken Gefühlsregungen (Affekte) – die Depression und die Manie – abwechseln (bipolar). Die Betroffenen leiden unter ihren starken Stimmungsschwankungen, die ihren gesamten Alltag beeinflussen. Während in der depressiven Phase vor allem Antriebslosigkeit und Niedergeschlagenheit vorherrschen, ist die Manie von einem regelrechtem Hochgefühl gekennzeichnet. Nicht selten liegen gleichzeitig Symptome der Manie und der Depression vor. In diesem Fall sprechen Mediziner von "Mischzuständen" der Erkrankung.

Gehirn: Mythen und überraschende Fakten

Die Ausprägungen von bipolaren Störungen werden folgendermaßen unterteilt:

  • Bipolar-I-Störung: eine manische Episode von mindestens 14 Tagen und mindestens eine depressive Episode.

  • Bipolar-II-Störung: mindestens eine 14 Tage andauernde depressive Episode und mindestens eine hypomane Episode (leichte Manie).

  • Zyklothyme Störung: über einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren ständig leichte manische und depressive Stimmungsschwankungen. Es handelt sich dabei um eine andauernde Instabilität der Stimmung, bei der die zahlreichen, einzelnen Perioden aber nicht schwer und anhaltend genug ausgeprägt sind, um alle Kriterien zur Diagnose einer bipolaren Störung zu erfüllen. Diese Instabilität entwickelt sich in der Regel im frühen Erwachsenenalter und tritt häufig bei Verwandten von Patienten mit bipolarer Störung auf. Sie nimmt einen chronischen Verlauf, auch wenn die Stimmung gelegentlich normal und Monate lang stabil sein kann. Es ist möglich, dass sich daraus eine bipolare Störung entwickelt.

Verlauf der bipolaren Störung

Es gibt keinen einheitlichen Verlauf der bipolaren Störung, denn sie kann sich sehr unterschiedlich zeigen.

  • Der Beginn einer depressiven Phase kann sowohl schleichend als auch plötzlich einsetzen, während manische Episoden typischerweise rasch innerhalb von Stunden oder wenigen Tagen auftreten.

  • Die Dauer einzelner manischer und depressiver Episoden beträgt durchschnittlich vier bis zwölf Monate. Die Länge der Zyklen zwischen überbordender Begeisterung und abgrundtiefer Verzweiflung variiert von Patient zu Patient.

  • Zwischen den einzelnen Episoden können Zeiträume von mehreren Monaten oder Jahren liegen, in denen der Patient beschwerdefrei und voll leistungsfähig ist.

  • Die Anzahl der Krankheitsepisoden ist individuell verschieben. Während manche Patienten nur eine oder zwei Episoden haben, leiden andere Patienten jedes Jahr an einer Krankheitsepisode.

Bipolare Störung: Ursachen

Es gibt verschiedene Theorien darüber, wie eine manische Depression entsteht. Als hauptsächliche Ursache gelten genetische Faktoren. Dabei sind verschiedene Genveränderungen mit Schuld daran, wenn sich eine bipolare Störung manifestiert. Es wird angenommen, dass belastende Ereignisse im Leben eines Menschen zum Ausbuch einer manisch-depressiven Erkrankung führen können, besonders wenn die genetische Vorbelastung besteht.

Einer der wichtigsten Risikofaktoren für die bipolare Störung ist eine familiäre Belastung bei Verwandten ersten Grades: Wenn ein Elternteil erkrankt ist, liegt die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung des Kindes bei zehn bis 20 Prozent. Ist ein eineiiger Zwilling an einer bipolaren Störung erkrankt, beträgt die entsprechende Wahrscheinlichkeit für den anderen Zwilling 65 Prozent.

Veränderungen im Gehirn-Stoffwechsel werden ebenfalls als Auslöser der Krankheit gesehen.

Diagnose bei bipolarer Störung besonders wichtig

Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Bipolare Störungen leiden schätzungsweise eineinhalb bis drei Prozent der Bevölkerung unter dem ständigen Auf und Ab der Emotionen. Obwohl sich Ärzte und Psychologen bereits seit Jahren mit den Erscheinungsformen der manisch-depressiven Erkrankung beschäftigen, wird sie häufig zu spät diagnostiziert und behandelt. Wenige Betroffene wissen um ihre Erkrankung – nur bei etwa fünf bis zehn Prozent findet eine Behandlung statt. Dabei kann eine frühzeitige Diagnose und gezielte Behandlung den Krankheitsverlauf deutlich verbessern.

Da es keine Laboruntersuchungen oder sonstige Tests gibt, die eine bipolare Störung nachweisen können, beruht die Diagnose auf Gesprächen mit dem Arzt – er versucht, charakteristische Symptome der Erkrankung ausfindig zu machen. Weil viele Betroffene ihre Symptome aber oft erst nach Jahren selbst erkennen oder sich lange vor einem Arztbesuch scheuen, kann vom ersten Auftreten der Anzeichen bis zur Diagnose lange Zeit vergehen. Die richtige Diagnose wird laut Angaben der Deutschen Gesellschaft für Bipolare Störungen oft erst nach mehreren Krankheitsphasen gestellt.

Tipps gegen Depressionen

Symptome einer bipolaren Störung: Manie erkennen

Die drei zentralen Merkmale einer Manie sind Hochgefühle, Hyperaktivität und Hemmungslosigkeit. Damit ist sie genau das Gegenteil einer Depression.

Die ersten Symptome einer bipolaren Störung treten meist zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr auf, seltener auch schon im Jugendalter. Sie unterscheiden sich, je nachdem in welcher Phase sich der Betroffene gerade befindet.

Die Manie – himmelhoch jauchzend: In der manischen Phase treten intensive Hochgefühle, starker Tatendrang und übersteigerte gute Laune ohne erkennbaren Grund auf. Die Betroffenen fühlen sich aufgedreht und unternehmungslustig und glauben, klarer als sonst denken zu können. Häufig sind sie auch gereizt, rastlos und enthemmt. Kauforgien, sexuelle Distanzlosigkeit und vermehrter Genuss von Alkohol sind nicht unüblich und zeugen von einem Verlust des Realitätsbezugs. In schweren Fällen kann es vorkommen, dass die Betroffenen Halluzinationen haben und etwa an Wahnvorstellungen leiden.

Manische Episoden können unbehandelt bis zu drei Monate dauern. Die zentralen Merkmale einer Manie – Hochgefühle, Hyperaktivität, Hemmungslosigkeit – verändern sich mit dem Schweregrad. Das Stimmungshoch wird oft von Reizbarkeit und Feindseligkeit begleitet, dann folgt eine depressive Episode. Je nach Intensität und Dauer, vor allem aber dem Grad der sozialen Beeinträchtigung, werden bestimmte Formen der Manie unterschieden:

  • Hypomanie: Geringere Intensität der Symptome und Beeinträchtigung der Lebensführung,
  • Manie: Deutlich abnormes Ausmaß der Symptomatik und schwere Störung der Lebensführung,
  • Manie mit psychotischen Symptomen: Das Selbstvertrauen steigert sich zum Größenwahn.

Auch Kinder und Jugendliche können unter einer Manie leiden. In der Vorpubertät sind allerdings Irritierbarkeit, emotionale Labilität, gesteigerte Aktivität und gefährliche Verhaltensweisen häufiger als eine gehobene Stimmung. In der Pubertät gleicht sich die Symptomatik dann der des Erwachsenen an. Jugendliche mit Manie präsentieren aber häufiger psychotische Symptome und zeigen schwere Beeinträchtigungen im Sozialverhalten.

Wenn drei bis vier der folgenden Symptome in ausgeprägtem Maß vorhanden sind, kann eine Manie ohne psychotische Symptome als bipolare Störung vorliegen:

  • gesteigertes Selbstwertgefühl oder Größenideen
  • vermindertes Schlafbedürfnis (zum Beispiel nur noch drei Stunden)
  • ungewöhnlich redselig bis unaufhörlich plappernd
  • Ideenflucht oder die subjektive Erfahrung des Gedankenjagens
  • Ablenkbarkeit durch alle Dinge der Umgebung
  • Steigerung zielgerichteter Aktivität oder psychomotorische Unruhe
  • exzessive Beschäftigung mit angenehmen Aktivitäten, die mit großer Wahrscheinlichkeit unangenehme Konsequenzen haben werden.

Ist die abnorm veränderte Stimmungslage so schwer ausgeprägt, dass sie die berufliche Leistungsfähigkeit deutlich beeinträchtigt, kann das ein weiterer Hinweis auf eine manische Episode sein.

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Achtung: Der Test liefert nur Hinweise und ersetzt nicht den Besuch beim Arzt oder Psychiater!

Wenn drei der folgenden Merkmale vorliegen (oder vier, wenn die Stimmung nur gereizt ist) und die persönliche Lebensführung dadurch stark gestört ist, kann eine Manie mit psychotischen Symptomen vorliegen:

  • gesteigerte Aktivität oder motorische Ruhelosigkeit
  • gesteigerte Gesprächigkeit ("Rededrang")
  • Ideenflucht oder subjektives Gefühl von Gedankenrasen
  • Verlust normaler sozialer Hemmungen, was zu einem den Umständen unangemessenen Verhalten führt
  • vermindertes Schlafbedürfnis
  • überhöhte Selbsteinschätzung oder Größenwahn
  • Ablenkbarkeit oder andauernder Wechsel von Aktivitäten oder Plänen
  • tollkühnes oder leichtsinniges Verhalten, dessen Risiken die Betroffenen nicht erkennen, zum Beispiel rücksichtsloses Autofahren, verrückte Geschäftsinvestitionen, weit übertriebenen Ausgaben für Großeinkäufe
  • gesteigerte Libido oder sexuelle Praktiken, die für diese Person ungewöhnlich sind.

Ein weiterer Hinweis auf diese Form der Manie liegt vor, wenn die Episode wenigstens eine Woche dauert und schwer genug ist, um die berufliche und soziale Funktionsfähigkeit mehr oder weniger vollständig zu unterbrechen.

Hypomanie – eine abgeschwächte Form der Manie: Mindestens drei der folgenden Symptome müssen zur Diagnose einer Hypomanie vorhanden sein und die persönliche Lebensführung beeinträchtigen:

  • gesteigerte Aktivität oder motorische Ruhelosigkeit
  • gesteigerte Gesprächigkeit
  • Konzentrationsschwierigkeiten oder Ablenkbarkeit
  • vermindertes Schlafbedürfnis
  • gesteigerte Libido
  • übertriebene Einkäufe oder andere Arten von leichtsinnigem oder verantwortungslosem Verhalten
  • gesteigerte Geselligkeit oder übermäßige Vertraulichkeit.

Einige der genannten Merkmale sollen an mindestens zwei bis vier aufeinanderfolgenden Tagen deutlich und durchgehend vorhanden sein. Außerdem müssen die gesteigerte Aktivität, Ruhelosigkeit und der häufige Gewichtsverlust als bipolare Störung von ähnlichen Symptomen bei einer Schilddrüsenüberfunktion und Magersucht unterschieden werden.

Die depressive Phase – zu Tode betrübt: Eine depressive Episode äußert sich zum Beispiel durch Gefühle der Wertlosigkeit, Angst, Schuld, Traurigkeit und Pessimismus. Die Betroffenen sind häufig hochgradig unkonzentriert, ziehen sich aus dem sozialen Leben zurück und verfallen in Lethargie. Selbst kleine Erledigungen im Haushalt werden plötzlich zur ungeheuren Last. Sehr häufig kommt es zur Gefühlskälte oder innerer Leere.

Auch körperliche Symptome wie Erschöpfung, Schlafstörungen, ein verminderter Sexualtrieb und Gewichtsverlust gehören zum Krankheitsbild bei manisch-depressiven Menschen in der depressiven Phase. Das schwerwiegendste Anzeichen für eine depressive Episode sind Selbstmordgedanken. Doch auch ohne so gravierende Symptome erzeugt die Erkrankung einen starken Leidensdruck und sollte unbedingt mithilfe von Akut- und Erhaltungstherapien behandelt werden.

Behandlung: Ist eine bipolare Störung heilbar?

Bislang verabreichen Mediziner je nach akuter Phase Medikamente wie zum Beispiel Antiepileptika. Wirkstoffe wie Lithium oder Valporonsäure erhöhten die Chance auf ein ausgeglichenes Leben nach der manischen Depression. Gesprächstherapien begleiten die Behandlung. Eine endgültige Heilung von der manischen Depression gibt es bisher nicht.

Unter geeigneter Behandlung können manische Episoden aber kontrolliert werden: Bei über 70 Prozent der Patienten kann die Anzahl der Episoden und ihre Intensität deutlich reduziert werden oder verschwinden.

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Die richtige Diagnose und die Einleitung einer Behandlung ist besonders wichtig, um Suizidversuche, Alkohol-, Drogen- und Medikamentenmissbrauch sowie Beziehungskonflikte und falsche Behandlungsmethoden zu vermeiden.

Die Behandlung von bipolaren Störungen verfolgt drei Ziele:

  • Akutbehandlung: den Betroffenen bei einer Akutbehandlung aus seiner Krankheitsepisode herausholen

  • Erhaltungstherapie: die Situation des Patienten durch Medikamente und Psychotherapie stabilisieren

  • Rückfallvorbeugung: einen Rückfall durch eine reduzierte medikamentöse Therapie und eine Psychotherapie verindern

Medikamente bei bipolarer Störung

Zu den wichtigsten Medikamenten zur Behandlung der bipolaren Störung zählen je nach vorherrschendem Zustand Stimmungsstabilisierer, Neuroleptika sowie Antidepressiva.

Ziel ist es, einen stabileren Gesundheitszustand herzustellen, der die Aufnahme einer längerfristigen psychosozialen Therapie erleichtert oder überhaupt erst ermöglicht.

  • Stimmungsstabilisierer: Lithiumsalze werden bei manisch-depressiven Psychosen als sogenannte Phasenprophylaxe eingesetzt. Es geht also darum, die Stimmung zu stabilisieren und sowohl depressiven Phasen als auch manischen Phasen vorzubeugen – daher auch die Bezeichnung als Stimmungsstabilisierer. Lithium verändert zum Beispiel auf verschiedenen Ebenen das Dopamin-, Noradrenalin-, Serotoninsystem. Lithium wirkt frühestens nach ein bis zwei Wochen. Zu den möglichen Nebenwirkungen zählen Gewichtszunahme, feines Zittern (Tremor), Konzentrationsmangel und Schilddrüsenfunktionsstörungen. Lithium sollte grundsätzlich genau nach Anweisung des Arztes eingenommen werden, eine ärztliche Begleitung der Behandlung ist notwendig. Als Alternative werden Substanzen wie Carbamazepin und Valproinsäure verschrieben.

  • Neuroleptika bei starken Manien: Handelt es sich um eine bipolare Depression mit Symptomen einer Psychose, dann werden auch Neuroleptika eingesetzt. Sie lassen Wahnideen und Halluzinationen abklingen. Allerdings rechtfertigen nur wenige Studien ihren Einsatz bei Depression. Neuroleptika wirken biochemisch, indem sie die Rezeptoren für den Botenstoff Dopamin blockieren. Der therapeutische Effekt beruht unter anderem auf ihrer dämpfenden Wirkung bei psychomotorischer Erregtheit, Aggressionen, Wahndenken und Sinnestäuschungen. Zu den unerwünschten Nebenwirkungen gehören Antriebsarmut und emotionale Verflachung. Seit einigen Jahren sind so genannte atypische Neuroleptika auf dem Markt, die neben dem Dopamin auch die Rezeptoren für den Botenstoff Serotonin blockieren. Die typischen Nebenwirkungen treten dabei nur in geringem Umfang oder gar nicht auf. Damit gehen ein deutlich besseres Allgemeinbefinden, eine gesteigerte intellektuelle Leistungsfähigkeit und größere Erfolge bei der Behandlung von Wahrnehmungsstörungen einher.

  • Antidepressiva in depressiver Phase: Bei einer akuten depressiven Phase kann die Verordnung eines Antidepressivums sinnvoll sein. Allerdings ist aufgrund der bestehenden "Switch-Gefahr" hin zu einer Manie bei der Auswahl Achtsamkeit geboten. Gemeinsam mit dem Therapeuten gilt es hier die richtige Behandlungsstrategie einzuschlagen.

Bipolare Störung: Hilfe für Angehörige

Von den Stimmungsschwankungen der Erkrankten sind nicht nur sie selbst betroffen – auch das Umfeld muss mit den verschiedenen Phasen der Krankheit umgehen. Das ist eine große Herausforderung für Angehörige: Auf der einen Seite brauchen manisch-depressive Menschen ihre Vertrauenspersonen, auf der anderen Seite sollten die Angehörigen ihre eigenen Belastungsgrenzen nicht überschreiten. Alle Informationen und Angebote für Angehörige finden Sie bei der Deutschen Gesellschaft für Bipolare Störungen: www.dgbs.de. Zögern Sie nicht, sich Rat einzuholen! Auch wer den Verdacht hegt, ein geliebter Mensch könnte an einer bipolaren Störung leiden, sollte eine Beratung in Anspruch nehmen.

17 rätselhafte Fälle der Medizin

Zusammenfassung

Bei der bipolaren Störung (auch: manische Depression) handelt es sich um eine Erkrankung mit mehreren Gesichtern: zwei Krankheitsbilder mit starken Gefühlsregungen (Affekten) – die Depression und die Manie – wechseln sich ab. Die Betroffenen leiden in den verschiedenen Krankheitsepisoden unter Stimmungsschwankungen, die ihren Alltag beeinflussen: von himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt. Typische Symptome einer Manie sind intensive Hochgefühle und ein starker Tatendrang, Anzeichen einer depressiven Phase sind Lethargie und ausgeprägte Gefühle von Trauer und Wertlosigkeit. Als Ursache werden vor allem genetische Faktoren angenommen. Der Verlauf einer bipolaren Störung fällt bei jedem Patienten unterschiedlich aus. Eine Diagnose erfolgt meist erst nach Jahren, weil Betroffene ihre Symptome nicht erkennen oder sich scheuen, zum Arzt zu gehen. Dabei kann die Krankheit mit einer frühzeitigen Behandlung durch Medikamente und eine Psychotherapie in den meisten Fällen gut kontrolliert werden. Heilbar ist eine bipolare Störung nicht.

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