Behandlung der leichten Depression

Johanniskraut – ein pflanzliches Antidepressivum

Johanniskraut gilt als pflanzliche Alternative zu synthetischen Antidepressiva. Insbesondere bei leichten bis mittelschweren Depressionen kann Johanniskraut seine stimmungsaufhellende Wirkung entfalten. Empfohlen wird eine kurmäßige Anwendung über mehrere Wochen.

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Seit einigen Jahren werden Hypericum-Präparate auch bei leichten und mittelschweren Depressionen erfolgreich eingesetzt.
Getty Images/iStockphoto

Seit dem Altertum ist Johanniskraut (Hypericum perforatum) als Heilpflanze bei nervöser Unruhe und Übererregtheit bekannt. Seit einigen Jahren werden Hypericum-Präparate auch bei leichten und mittelschweren Depressionen erfolgreich eingesetzt. Klinische Studien belegen die Wirksamkeit.

Verantwortlich dafür scheint nicht die Leitsubstanz Hypericin zu sein, sondern das Hyperforin. Dieser Inhaltsstoff hemmt dosisabhängig die Wiederaufnahme von Serotonin, Noradrenalin und Dopamin wirkt also als eine Art „Breitband-Wiederaufnahmehemmer". Langfristig führt Hyperforin auch zu Veränderungen auf Ebene der Rezeptoren und entspricht damit in seiner Wirkweise der synthetischen Antidepressiva.

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Tägliche Einnahme von Johanniskraut – ausreichend hohe Dosierung

Entscheidend für die richtige Wirkung ist eine tägliche Einnahme von geeigneten Johanniskrautpräparaten in ausreichender Dosierung über einen gewissen Zeitraum. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.

Im Allgemeinen sind pflanzliche Präparate wie Johanniskraut gut verträglich und besitzen ein deutlich geringere Nebenwirkungen als synthetische Antidepressiva.

Allerdings sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass die Einnahme von Johanniskraut etwa mit einer erhöhten Lichtempfindlichkeit einhergehen kann und dass Wechselwirkungen mit bestimmten anderen Medikamenten auftreten können. So kann die Sicherheit der Anti-Baby-Pille herabgesetzt sein.

Es empfiehlt sich die Rücksprache mit dem behandelnden Arzt oder beratenden Apotheker über das Johanniskrautpräparat sowie die genaue Lektüre des Beipackzettels.

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Letzte Aktualisierung: 16. Januar 2014

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