Burnout-Kolumne (3)

Mit Achtsamkeit gegen Stress

Glück können wir nur im Jetzt erleben. Diese simple Weisheit der Buddhisten wird seit vielen Jahren auch zum besseren Umgang mit Stress gelehrt. Einfache Übungen helfen, konzentrierter zu werden, dem eigenen Körper und Fühlen mehr Achtsamkeit zu schenken.

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Mal ganz bewusst Luft holen: Regelmäßige, einfach Übungen helfen, besser mit Stress umzugehen.
Getty Images/iStockphoto

Im Stress werden wir von dem Druck getrieben, das wir alles Mögliche in der Vergangenheit noch nicht erledigt haben und der Angst, all das, was wir uns für die Zukunft vorgenommen haben, nicht schaffen zu können. Konzentrieren wir uns jedoch auf den gegenwärtigen Moment und arbeiten unsere Liste emotionsfrei ab, entsteht weniger Stress.

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Üben können Sie das Verweilen in der Gegenwart durch die Beobachtung einer Körperbewegung, wie zum Beispiel der Füße bei der Gehmeditation oder dem Zwerchfell-Muskel bei der Atmung. Das Beobachten nimmt die ganze Konzentration in Anspruch und macht dadurch den Kopf frei von vergangenem Kummer und ungewissen Zukunftssorgen.

So verhilft regelmäßiges Üben zu mehr Achtsamkeit

Der buddhistische Mönch Tich Nhat Hanh hat die Achtsamkeitspraxis sehr gut für die westliche Welt übersetzt. Neben der Gehmeditation betont er alltägliche Achtsamkeitsübungen, wie beispielsweise achtsam eine Suppe Essen oder drei achtsame Atemzüge bei jedem Telefonanruf am Schreibtisch vor dem Abheben. Durch das regelmäßige Üben der Achtsamkeit in alltäglichen wiederkehrenden Tätigkeiten soll diese konzentrierte Haltung ins Blut übergehen und sich auf unser ganzes Tun übertragen.

Der vietnamesische Buddhist schenkt besondere Aufmerksamkeit der Wahrnehmung der eigenen Gefühle. So können vor allem negative Gefühle durch eine aufmerksame Beobachtung bereits abgeschwächt werden und ihre Ursachen erkannt werden, bevor sie in Worten oder Taten explodieren. Positive Gefühle können auf die gleiche Art verstärkt werden.

Übung für Konzentration und Achtsamkeit

Sich auf den Moment zu konzentrieren und achtsam zu sein kann jeder mit einer einfachen Übung lernen - und so selbst  etwas ganz bewusst gegen den Druck im Alltag und Stress im Job entgegensetzen.

Machen Sie es sich in Ihrer jetzigen Position oder auf dem Boden bequem und achten Sie drei Minuten auf ihren Atem:

"Einatmend weiß ich, dass ich einatme, (kurz EIN) -

ausatmend weiß ich, dass ich ausatme. (kurz AUS)"

Mit dem Folgenden können Sie noch ein bisschen frische Energie tanken, konzentrieren Sie sich weitere 3 Minuten:

"Einatmend sehe ich mich als Blume, (kurz BLUME)

ausatmend fühle ich mich tau-frisch. (kurz FRISCH)"

 

Nächste Woche: Aktiv gegen den Winterblues

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