In der kalten Jahreszeit

Asthma: Kalte Luft im Winter kann Probleme machen

Asthmatiker können im Winter "aufatmen": endlich Pause von Pollenflug und lästigen Asthmasymptomen. Doch auch die kalte Jahreszeit und Anstrengung bei Wintersportaktivitäten ist nicht ganz ungefährlich. Vor allem Kinder sollten im Winter geschützt werden, denn Schnupfen und Husten können zu einer Verschlechterung des Asthmas führen.

Sportliche Betätigung im Winter kann bei Asthmatikern kälteinduziertes Asthma oder Anstrengungsasthma auslösen.
(c) Michael Blann

Ist Kälte der hauptsächliche Auslöser von Asthmaanfällen, spricht man von einem "kälteinduzierten Asthma". Kälte kann die Atemwege reizen und so zu einer Verengung führen. Das kälteinduzierte Asthma tritt aber selten als reine Form auf. Häufig führen niedrige Temperaturen auch bei Menschen mit Belastungsasthma, exogen-allergisches Asthma oder Medikamentenallergie zu Beschwerden.

Problem für Asthmatiker: Wintersport

Eine besondere Rolle spielt die Kälte bei Wintersportlern. In einer Untersuchung wurden schwedische und norwegische Skilangläufer verglichen: Im feuchten und relativ warmen Klima von Norwegen lag die Asthmahäufigkeit bei 12%, im kalten und trockenen Schweden hingegen bei 42%. Insgesamt 79% der in der Kälte trainierenden Skilanglauf-Nationalmannschaft zeigten Asthmasymptome oder eine bronchiale Überempfindlichkeit. Auch Wissenschaftler der Alpinen Kinderklinik in Davos (AKD), Schweiz, vermuten, dass Leistungssportler einem erhöhten Asthmarisiko ausgesetzt sind. Als Gründe werden sportdisziplinspezifische Einflüsse und thermische Faktoren, insbesondere Kälte, angegeben. Die winterliche Kälteexposition während körperlicher Aktivität führt laut der AKD zu keiner Überempfindlichkeit der Atemwege, doch kann Kälte bei anderen Asthmaformen sehr häufig den Zustand verschlechtern.

Wie kommt man mit Asthma am besten durch die kalte Jahreszeit?

Ob sich der Erkältungsvirus in der Schleimhaut einnistet und vermehrt, hängt stark von der körperlichen Konstitution ab. Und auch die momentane Situation spielt eine wichtige Rolle. Unter Stress ist man anfällig für Infekte. Aber auch Unterkühlung, klimatisierte und beheizte Räume sowie Alkoholkonsum, Zigarettenqualm und ein unregelmäßiger Lebensrhythmus stellen eine enorme Belastung für den Körper dar und können der Erkältung zuträglich sein. Gerade Asthmatiker sollten diese Risikofaktoren berücksichtigen.Um die weiße Winterpracht genießen zu können, helfen auch die folgenden Tipps:

Autor: Maurice Klingler, Medizinautor
Letzte Aktualisierung: 19. Januar 2012
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